35 Jahre nach „Die unendliche Geschichte“

So sieht die Kindliche Kaiserin heute aus

Tami Stronach
In der Rolle der zerbrechlichen Kindlichen Kaiserin wurde Tami Stronach einem Millionenpublikum bekannt
Foto: dpa Picture Alliance

Am 6. April 1984 wurde die allerste Verfilmung von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ in Deutschland uraufgeführt – bald 35 Jahre ist das her. Unvergessen Tami Stronach in der Rolle der Kindlichen Kaiserin. Die Karriere als Kinderstar blieb aus – und das war auch genauso gewollt.

46 Jahre alt ist jenes kleine Mädchen von damals heute. Jenes Mädchen, dessen unschuldiger, Hilfe suchender Blick unzählige Kinder bis in die tiefsten Träume verfolgte. Tami Stronach war gerade mal zwölf Jahre alt, als sie mit der Rolle der Kindlichen Kaiserin einem Millionenpublikum weltweit bekannt wurde. Nur fünf Jahre zuvor, 1979, war ihre Familie vor der Islamischen Revolution von Teheran in die USA geflohen, hatte sich dort ein neues Leben aufgebaut.

Tami Stronach

Tami Stronach im November 2018 gemeinsam mit ihrer Tochter Maya bei einer Premiere im Berliner Friedrichstadtpalast
Foto: Getty Images

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Kein Leben im Rampenlicht

Der Ruhm war enorm, die Jugendzeitschrift Bravo widmete Tami Stronach in den 80er-Jahren unzählige Geschichten. Sie wurde für den „Young Artist Award“ nominiert, die Zeichen standen gut für eine vielversprechende Karriere auf der ganz großen Leinwand. Tatsächlich sollte es anders kommen: Stronachs Eltern hielten wenig von der Schauspielerei im Jugendalter, wollten ihrer Tochter das Schicksal eines viel zu früh im Rampenlicht verheizten Kinderstars ersparen.

Tami Stronach

Aus dem nachdenklichen Mädchen ist eine strahlende Mitt-Vierzigerin geworden
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Tami Stronach will etwas bewegen

„Die ,Kindliche Kaiserin‘ wird Schlagerstar“ schrieb denn auch die Bravo prompt. Dabei sollte es bleiben, im Anschluss wurde es ruhig um die Schauspielerin mit schottischem Vater und israelischer Mutter.

Und heute? Im Jahr 2000 gründete Stronach in New York das Tanzstudio „Tami Stronach Dance“, wo sie als künstlerischer Direktor fungiert. Stronach, Mutter einer Tochter, entwickelt Projekte, arbeitet als Rednerin und kreative Erzieherin. Ihre Motivation formuliert sie auf ihrer Homepage so: „Andere zu ermutigen, ihre Kreativität zu entwickeln, die eigenen Vorstellungen umzusetzen und durch Kunst eine Gemeinschaft voller Empathie zu schaffen.“

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Cave woman?

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Auch ihr Style ist eher unprätentiös und schreit – wie Tami selbst – nicht nach Aufmerksamkeit. Auf ihrem privaten Instagram-Account „tamistronach_“ zeigt sie ihren knapp 3.370 Fans, dass sie in ihrer Freizeit auf Jeans und T-Shirts steht. Daneben hat es ihr aber auch der Boho-Style angetan: Batik-Kleider, Herrenhüte und derbe Boots gehören definitiv in Stronachs Kleiderschrank.

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