Ex-„Bachelor“ über sein neues Leben

Sebastian Pannek, wie führt man eine Beziehung in Zeiten von Instagram?

Sebastian Pannek
Sebastian Pannek verdient sein Geld mittlerweile als Influencer

Seit unserem letzten Interview vor über einem Jahr hat sich im Leben von Ex-„Bachelor“ Sebastian Pannek viel verändert: Er trennte sich von seiner damaligen Freundin Clea-Lacy Juhn und fand in Angelina Heger eine neue Liebe. Seine Werbeagentur gab er auf und widmet sich jetzt ganz dem Influencing auf Instagram. Wie es ihm damit geht und wie eine Beziehung in Zeiten von Instagram funktioniert, erzählte er uns beim Redaktionsbesuch in Berlin.

Hatte er im Januar 2018 noch rund 320.000 Follower auf Instagram, kann Sebastian mittlerweile 100.000 Fans mehr verzeichnen. Allerdings fällt die Resonanz auf seine unzähligen Fitness- oder Urlaubspostings nicht immer positiv aus – ein Fakt, mit dem er umzugehen gelernt hat: „Früher hätte ich mir einen negativen Kommentar zu Herzen genommen und etwas dazu gesagt“, gesteht er. „Heute geht der in einem Ohr rein, im anderen wieder raus. Und wenn mich dann doch etwas aufregt, mache ich Sport.“

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Wie viel Privates teilst du auf Social Media?

Ich teile immer noch sehr viel Privates, aber ich würde niemals meine Neffen oder andere Familienmitglieder erkennbar in eine Insta-Story packen.

Wie funktioniert deiner Meinung nach eine Beziehung in Zeiten von Instagram?

Auszeiten und das Handy weglegen helfen. Wir setzen uns Grenzen und haben Momente, die wir nicht teilen und die nur für uns als Paar bestimmt sind. Gerade wenn man Instagram beruflich viel nutzt, ist es wichtig, eine klare Grenze zu ziehen. Aber klar, sobald man das Handy in die Hand nimmt, checkt man auf Instagram aus, ob die letzte Story lief oder das letzte Posting. Wenn man einen Laden besitzt, will man ja auch wissen, wie der läuft. Wenn man Instagram beruflich macht, dann ist das auch so.

Sebastian Pannek und Angelina Heger

Sebastian Pannek und Angelina Heger
zeigten sich im Juli 2019 erstmals als Paar in der Öffentlichkeit
Foto: dpa Picture Alliance

Hast du dir eine Deadline gesetzt, wie lange du Influencing noch machen willst?

Ich bin irgendwie mit dieser technikaffinen Generation mitgewachsen und würde mir keine Deadline setzen. Ich kann auch mit 40 noch Leute positiv beeinflussen. Wenn man die Möglichkeit hat, noch mehr Leute zu erreichen, dann sollte man die Chance auch nutzen und Themen besprechen, die nicht so viel Reichweite bekommen.

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Wie erklärst du deinen Eltern deinen Job?

Das Erklären war am Anfang schwer. Eltern wollen ja oft, dass man etwas Solides macht. Ich glaube, meiner Mutter wäre es am liebsten gewesen, wenn ich Grundschullehrer geworden wäre. Aber der Zug war lange abgefahren. Meine Eltern waren ihr ganzes Leben lang angestellt und haben die sichere Variante gelebt, ich war schon immer auf Risiko. Da gehen wir in verschiedene Richtungen. Ob sie meinen Job jetzt verstanden haben, weiß ich nicht, aber sie haben ihn beide akzeptiert und sie sehen ja auch, dass ich ein gutes Leben führe. Wenn ich glücklich bin, sind sie auch happy.

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Bereust du manchmal deine Teilnahme beim „Bachelor“?

Wo wärst du heute, wenn du kein „Bachelor“ geworden wärst?

Ich hätte wahrscheinlich immer noch meine Werbeagentur, und das Thema Sport wäre noch mal größer geworden. Ich habe fünf Semester an der Deutschen Sporthochschule studiert, mein Studium aber nicht zu Ende gebracht. Vielleicht hätte ich das noch mal aufgegriffen und wäre jetzt Sportwissenschaftler.