Studie der MaLisa-Stiftung

Kaum Frauen als Expertinnen in Corona-Berichterstattung

Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth
Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth haben zusammen die Stiftung MaLisa gegründet, die sich für Gleichberechtigung einsetzt
Foto: dpa Picture Alliance

Die Schauspielerin Maria Furtwängler fordert von Medien in Deutschland, mehr Frauen als Expertinnen in ihre Berichterstattung zu integrieren. Es gebe immer noch ein Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern, was sich in der Corona-Krise einmal mehr zeige.

„Es ist ein Signal, das von Medien ausgeht, sie sind Multiplikatoren“, sage die Schauspielerin der Deutschen Presse-Agentur. „Sie setzen den Rahmen für das, was sich eine Gesellschaft vorstellen kann.“ Furtwänglers Stiftung veröffentlichte zwei Untersuchungen, wie es mit dem Verhältnis von männlichen und weiblichen Experten in den Medien bestellt ist.

Nur 22 Prozent der TV-Experten sind weiblich

Die Grundlage: Nach Stiftungsangaben wurden in der zweiten Aprilhälfte 174 abendliche TV-Informationssendungen mit Corona-Bezug in öffentlich-rechtlichen wie privaten Fernsehsendern analysiert. Zudem wurden – bezogen auf denselben Zeitraum – rund 80.000 Artikel mit Corona-Bezug in Online-Ausgaben von 13 Printmedien ausgewertet. Eines der Ergebnisse:

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Die MaLisa Stiftung wurde 2016 von Maria Furtwängler und ihrer Tochter Elisabeth gegründet. Sie verfolgt das Ziel einer gleichberechtigten Gesellschaft.