Dschungelcamp, Hartz IV, Studentin

Das machen die ehemaligen GNTM-Zicken heute

Auch 2019 wird wieder „Germany's Next Topmodel“ gesucht, zum mittlerweile 14 (!). Mal! Neben diversen Gewinnerinnen scheinen auch jene Kandidatinnen dauerhaft Erfolg zu haben, die als Mega-Zicken aus der Castingshow hervorgingen. Was Gisele Oppermann, Sarah Knappik & Co. heute so treiben? STYLEBOOK hat den Überblick.

Gisele Oppermann 2011 und 2009

Gisele (hier in den Jahren 2011 und 2009) wurde sechste bei GNTM, sorgte später immer wieder mit diversen Fehltritten für Aufsehen. Mittlerweile ist sie Mama – und heiße Anwärterin auf eine Pritsche im Dschungelcamp
Foto: Getty Images

Gisele Oppermann, Teilnehmerin 2008

Als jammernde Heulsuse nervte Gisele in der dritten Staffel nicht nur ihre hübschen Mitstreiterinnen, sondern auch Millionen TV-Zuschauer. Was folgte, war ebenso wenig ruhmreich: Gleich mehrmals sorgte die GNTM-Sechste für (Negativ-)Schlagzeilen, schien ihr Leben nicht richtig in den Griff zu bekommen. 2014 dann endlich gute Nachrichten: Gisele brachte eine gesunde Tochter zur Welt, schwärmte von ihrem neuen Leben als stolze Mama. Jetzt – fünf Jahre danach – wird die mittlerweile 30-Jährige heiß als RTL-Dschungelcamperin gehandelt und wäre damit in guter Topmodel-Gesellschaft: Diverse Ex-GNTM-Kandidatinnen versuchten bereits Down Under in der „Zicken-Zweitverwertung“ – mehr oder minder erfolgreich – ihr (TV)-Glück.

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Tessa Bergmeier, Teilnehmerin 2009

Tessa Bergmeier 2013 2017

Tessa Bergmeier trat 2013 mit Boxhandschuhen vor die Kamera. 2017 zeigte sie sich dann weniger kämpferisch

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Den Zuschauern der vierten Staffel stellte sich Tessa Bergmeier gleich zu Beginn selbstbewusst als „Drama-Queen“ vor – und blieb diesem Motto treu: Nach einer Jury-Entscheidung streckte sie Heidi den Mittelfinger entgegen, musste daraufhin die Show verlassen. Still wurde es damit um Tessa aber noch lange nicht: Es folgten Teilnahmen an diversen TV-Formaten, die quirlige Ex-Kandidatin mischte unter anderem „Die Alm“ und das Sat. 1-„Promi-Boxen“ auf, in der Pro7-Show „Die Model-WG“ verpasste sie Konkurrentin Sarah Knappik angeblich eins mit der Bratpfanne. Darüber hinaus zierte sie verschiedene Magazin-Cover („FHM“) und lief im Rahmen der Fashion Week in Istanbul. 2015 wurde Tessa zum ersten Mal Mutter, derzeit ist Baby Nummer 2 unterwegs. Im Januar 2018 gestand sie im „Bild“-Interview, ihr Leben mit Hartz IV zu bestreiten.

Sarah Knappik, Teilnehmerin 2008

Sarah Knappik 2008 2018

Hat mit Abstand die größte Medienpräsenz zwischen 2008 und 2018 erlangt: Sarah Knappik
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Bei Heidi Klum weinte sie während der dritten Staffel gern und viel – besonders wenn es darum ging, ihren vermeintlich zu dicken Bauch zeigen zu müssen. Auf ihren Einzug in „Die Model-WG“ folgten fulminante TV-Engagements, darunter das RTL-„Dschungelcamp“, die Teilnahme an der Reality-Show „Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika“ und 2017 ihr Einzug ins „Promi Big Brother“-Haus. Zwischendurch veröffentlichte sie eine Single und spielte in der trashigen „Sharknado“-Reihe mit – Sarah Knappik, das Multi-Talent! Heute kennt die Blondine die Fallstricke des Reality-Business wie kaum eine andere (Morddrohungen, notwendiger Personenschutz) und prangert immer wieder den Umgang und den mangelnden Respekt von Casting-Stars an.

Fiona Erdmann, Teilnehmerin 2007

Fiona Erdmann 2009 2018

Fiona Erdmann 2009 und 2018. In den Jahren dazwischen musste sie einige Schicksalsschläge verkraften.
Foto: Getty Images

 Noch im selben Jahr moderierte sie die Bravo-Aktion „Job Attacke“, 2008 saß sie bei VIVA-„Shibuya“ in der Jury, war immer wieder in diversen TV-Sendungen zu Gast. Unvergessen auch ihre Dschungelcamp-Teilnahme, wo sie erneut ihre Mitstreiter mit ihrer überambitionierten Selbstdarstellung nervte. Auch als Schauspielerin versuchte sich Fiona, war bei „Unter uns“ auf RTL zu sehen und rief nebenbei ihren eigenen Accessoire-Online-Shop „Mi Lumée“ ins Leben. Privat lief es leider weniger gut: Nach vier Jahren Ehe trennte sie sich 2015 von ihrer Jugendliebe Mohammed, 2016 verstarb ihre Mutter, ein Jahr später dann ihr (Noch-)Ehemann. Fiona Erdmann beschloss, all ihre Zelte in Deutschland abzubrechen und baut sich derzeit in ihrer neuen Wahlheimat Dubai ein neues Leben auf, wo sie unter anderem als Fitness-Model arbeitet.

Darya Strelnikova, Teilnehmerin 2015

Darya Strelnikova 2015 und 2018

2015 wirkte sie noch etwas gestellt vor der Kamera. Heute posiert die Blondine wesentlich entspannter.
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Darya lieferte in Staffel zehn den Beweis dafür, dass man es als Model noch längst nicht geschafft haben muss, um mit Allüren zu glänzen. Ihre zickige Überheblichkeit trieb die Jury zur Weißglut, nicht nur eine Kandidatin gab es, mit der die Blondine damals so gar nicht zurecht kam. Dennoch: Darya belegte am Ende einen hervorragenden 5. Platz, den Sieg sicherte sich damals GNTM-Kollegin Vanessa Fuchs. Es folgten diverse Model-Jobs, Darya designte selbst Dirndl und mauserte sich in den letzten Jahren zur erfolgreichen Influencerin mit über 200 000 Abonnenten, längst kann man ihre Looks direkt online shoppen.

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Larissa Marolt, Teilnehmerin 2009

Larissa Marolt 2011 und 2018

Zu Beginn ihrer Karriere 2011 noch eher der Typ Tollpatsch, ist sie 2018 ein echter Medien-Profi
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Marolt lief auf der New York Fashion Week und modelte für verschiedene Labels und Hochglanz-Magazine, immer wieder ergatterte sie Rollen im TV, spielte unter anderem in der Vorabend-Serie „Sturm der Liebe“ mit. Selbstverständlich zog sie in den RTL-Dschungel und in „Die Model-WG“, probierte ihr Glück bei „Let’s Dance“. Im November 2018 stand Marolt als Buhlschaft im „Jedermann“ in Potsdam auf der Bühne, über weitere Projekte schweigt sie sich (noch) aus.

Nathalie Volk, Teilnehmerin 2014

Nathalie Volk

Nathalie Volk solo auf dem Red Carpet im Jahr 2014. 2017 schmiegt sie sich an Ehemann Frank Otto 2017.
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Nathalie Volk machte 2014 keinen Hehl daraus, dass sie an einer Freundschaft mit ihren Mitstreiterinnen so gar kein Interesse hatte. Sie zog ihr Ding durch, verzog dabei keine (dicke) Augenbraue und guckte arrogant pikiert. Der Einzige, mit dem sie sich gut verstand, war der damalige Mit-Juror Wolfgang Joop (72). Nathalie Volk war bereits vor ihrer Teilnahme bei GNTM bei diversen Agenturen unter Vertrag, und spätestens nach einer kurzen Stippvisite im RTL-„Dschungelcamp“ 2016 wusste jeder von ihrer Beziehung mit dem 39-Jahre älteren Medienunternehmer und Multi-Millionär Frank Otto (59). Da schien es auch nicht ganz zufällig, dass sie beim regionalen TV-Sender Hamburg 1 die Fernsehsendung „Nathalies Welt“ präsentierte. Ärger gab es für ihren „Goodbye Deutschland“-Auftritt, Schlagzeilen generierten die Gerichtstermine ihrer Mutter wegen unrechtmäßiger Krankschreibungen. Mittlerweile hat Nathalie Deutschland den Rücken gekehrt, studiert an der amerikanischen Westküste unter einem anderen Namen und reist nebenbei um die Welt.

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Yusra Babekr-Ali, Teilnehmerin 2016

Yusra Babekr-Ali 2017

Sie kam anfangs bei der Jury gut an. Doch mit ihrer speziellen Arbeitshaltung war ihr keine langlebige „GNTM“-Präsenz vergönnt.
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Ein puppenhaftes, bildhübsches Gesicht mit chronisch heruntergezogenen Mundwinkeln: Yusras Nullbock-Attitüde und ständige Arbeitsverweigerung waren es, die der Kandidatin in Staffel elf irgendwann das Genick brachen. Viele Zuschauer hätten ihren Rauswurf früher erwartet, immerhin hatte sie nicht einmal davor zurückgeschreckt, Juror Michael Michalsky (49) ihre ungeschönte Meinung zu geigen. So ganz ist sie das Image nie losgeworden: Im Interview mit dem „OK! Magazin“ beklagte Yusra, dass nach GNTM trotz ONEeins-Management-Vertrag kein einziges Engagement als Model hereinflatterte, rechnete bereits kurz nach ihrem Ausscheiden mit den Machern der Show in einem Youtube-Video ab: Sie sei ganz bewusst als Zicke inszeniert worden, so ihr Vorwurf. Heute zeigt sich die dunkle Beauty gerne stylisch ihren knapp 30 000 Instagram-Followern – und wartet vermutlich immer noch auf den großen Model-Durchbruch.

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#bisschengesichtinderschminke

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Alexander „Honey“ Keen, Nicht-Teilnehmer

Alexander Keen 2016 2017

Breites Grinsen, selbstbewusstes Auftreten: Diese Zutaten machten den Freund von Teilnehmerin Kim Hnizdo zum Shooting-Star der elften Staffel
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Zugegeben, er passt nicht ganz in die „GNTM“-Liste, weil männlich. Und doch entpuppte sich Honey als die größte Zicke der elften Staffel! Alexander Keen (auch wenn er eigentlich Kühn heißt) brachte seine damalige Freundin und spätere Siegerin Kim Hnizdo regelmäßig zum Weinen – und die Zuschauer zum Ausflippen. Als Kim ihm nach dem Umstyling ihren Pixie-Cut präsentierte, konnte Keen seinen Schock darüber nicht für sich behalten: „Das ist halt echt heftig, Baby“, so sein Kommentar. Eine Reaktion, die vielleicht die Trennung der beiden kurz nach der Sendung forcierte, „Honey“ aber definitiv zu Berühmtheit verhalf. Der studierte BWLer machte seinen Kosenamen zur Marke und zog mit Minimal-Ruhm ins RTL-„Dschungelcamp“ ein. Es folgte eine Single-Veröffentlichung mit dem schmissigen Titel „Montag“. Im Interview mit T-Online ließ er schließlich die Bombe platzen: „Der Song ist ein Abschiedslied aus der Medienwelt. Ich werde jetzt wieder bodenständig und fange jetzt wieder an, regelmäßig geregelt zu arbeiten. Das ist sozusagen mein Goodbye-Geschenk.“ Und tatsächlich: Seitdem hat sich Alexander „Honey“ Keen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Christina Peno, Teilnehmerin 2018

Christina Peno

Okay, sie ist erst seit 2018 ein bekanntes Gesicht. Aber das Posing beherrscht die junge Frau perfekt.
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„Ich bin nicht hier um Freundinnen zu machen.“ Mit dieser Ansage und dem glücklichen Händchen, wenn es um Model-Jobs ging („Victoria’s Secret“), machte sich Christina Peno in der Tat keine Freunde in der 13. Staffel. Den „Gilette-Venus“-Job konnte sie sich sichern und landete trotz Missgunst selbstverständlich im Finale (4. Platz). Obwohl sie noch nicht genügend Zeit hatte, um sich als Ex-GNTM-Zicke einen Ruf abseits von Heidi Klum zu erarbeiten, stehen ihre Chancen gut, Christinas Vorbilder sind Stefanie Giesinger und Rebecca Mir. Jüngst zog die 22-Jährige nach Frankfurt a. M. und plant jetzt von dort die ganz große Karriere. Auf das Cover des „PUMP Fashion Magazine“ hat sie es immerhin schon geschafft – wir bleiben dran.

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