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Hautarzt klärt auf

„Dermatologisch getestet“ – was heißt das überhaupt?

Wie aussagekräftig ist „dermatologisch getestet“?
Auf Verpackungen von Pflegeprodukten ist der Hinweis oft zu lesen, aber wie aussagekräftig ist „dermatologisch getestet“ wirklich?Foto: Getty Images

Den Hinweis „dermatologisch getestet“ findet man auf allerlei Kosmetik-Produkten. Es suggeriert dem Verbraucher eine professionelle Prüfung der Inhaltsstoffe von Cremes, Make-ups & Co. Doch ist das wirklich so? STYLEBOOK hat bei einem Experten nachgefragt.

„Dermatologisch getestet“ – dieser Hinweis auf Kosmetika klingt vertrauenserweckend. Denn wenn etwas getestet und überprüft wurde, ist die Wirkung doch sicherlich bewiesen? Dem ist nicht unbedingt so, denn eigentlich handelt es sich dabei nur um eine Art Werbeslogan, sagt der Münchner Dermatologe Dr. med. Christoph Liebich.

„Dermatologisch getestet“ – gar nicht mal so aussagekräftig

Der Hinweis bedeute lediglich, dass eine Firma beauftragt werde, das Produkt an Probanden zu testen. „Meist machen sie noch mal eine Anwendungsbeobachtung bei einem Hautarzt. Dazu gehört zum Beispiel ein Allergietest, bei dem das Produkt drei Tage auf der Haut bleibt“, sagt Liebich. Wie genau der Test aussah, was dabei herauskam und wie viele Probanden überhaupt mitgemacht haben? Das erfährt der Käufer nicht.

Wie sieht es mit anderen Verpackungshinweisen aus?

Ähnlich sieht es auch mit Verpackungshinweisen wie „klinisch getestet“ oder „schadstoffgeprüft“ aus. Denn: „Im Grunde genommen muss jedes Produkt, was in Europa auf den Markt kommt, dermatologisch getestet sein.“ Es dürfen nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die überprüft wurden. Damit ist der Hinweis eigentlich überflüssig und weniger aussagekräftig, als man als Laie vielleicht annehmen würde.

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Ohnehin sagte der Dermatologe kürzlich im Gespräch mit STYLEBOOK, dass man sich bei den Produkten, die es in deutschen Drogerien zu kaufen gibt, keine Sorgen machen müsse – ganz egal, ob „dermatologisch getestet“ draufsteht, oder eben nicht. „Es gibt in Deutschland eine sehr strenge Kosmetikverordnung, die auch eingehalten wird. So lange die Stoffe zugelassen sind, braucht man sich keine Gedanken zu machen.“ Wer sich trotzdem damit auseinander setzten möchte, was in den Lieblings-Kosmetika und Pflegeprodukten steckt, kann sich Beispiel bei „Stiftung Warentest“ oder „Ökotest“ informieren. Eine Liste mit möglicherweise problematischen Inhaltsstoffen in Kosmetika finden Sie außerdem hier.

Mit Material von dpa

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