Hochzeitsbräuche im Check

Was steckt eigentlich hinter Polterabend und Blumen streuen?

Braut und Bräutigam laufen Hand in Hand
Heiraten kommt zum Glück nie aus der Mode! Dabei gibt es Bräuche und Traditionen, die sich über Jahrhunderte festgesetzt haben
Foto: Getty Images

Rund um das Thema Hochzeit ranken sich viele Traditionen und Mythen, Blumen werden gestreut und Polterabende gefeiert. STYLEBOOK verrät, welche Bräuche Sie vor bösen Geistern beschützen und warum Blumen streuen gut für die Familienplanung sein soll.

Brautkleid, Einladungen, Location, Musik – eine Hochzeit zu organisieren, bedeutet zunächst einmal jede Menge Arbeit. Viele Paare verzichten zwar gerne auf Schnickschnack und Spiele, tatsächlich gibt es aber einige Traditionen, die vor und während der Feier auf keinen Fall fehlen sollten.

Brautpaar in Auto

Für die meisten Paare ist es einer der schönsten Tage Ihres Lebens 
Foto: Getty Images

Scherben bringen Glück: Der Polterabend

Kurz vor der Hochzeit steht bei vielen der Polterabend an, bei dem die Gäste alte Porzellanteller oder -tassen auf dem Boden zerdeppern. Ganz nach dem Motto „Scherben bringen Glück “ vertreibt der Lärm angeblich böse Geister und beschert dem Paar eine glückliche Ehe – eine Idee, die noch aus vorchristlicher Zeit stammt.

Auch interessant: Im Test! Das taugen Brautkleider von H&M

Der Junggesellenabschied

Während die Bald-Ehemänner heute verkleidet durch Clubs ziehen, diente der Junggesellenabschied ursprünglich eigentlich einem ganz anderen Zweck: Zu diesem Anlass wurde der Bräutigam von der Familie der Braut gehörig in die Mangel genommen. Auch bei Frauen ist der Junggesellinnenabschied längst beliebt, wird aber nicht immer begangen. Bei der sogenannten „Bridal Shower“, die aus den USA und den Niederlanden stammt, kommen Braut, Verwandte und Freundinnen in kleiner Runde zusammen.

4 Frauen feiern Junggesellenabschied

Auf dem Junggesellenabschied feiert man „ein letztes Mal in Freiheit“. Auf der „Bridal Shower“ kann es  auch ruhiger zugehen
Foto: Getty Images

Auch interessant: Darf ich auf einer Hochzeit Schwarz tragen?

Blumen streuen

Die Blumenblätter, die beim Einzug der Braut in die Kirche gestreut werden, locken einem heidnischen Brauch nach Fruchtbarkeitsgötter an und sorgen für viel Nachwuchs. Auf den meisten Hochzeiten verdingen sich Kinder von Freunden oder Verwandten als (mehr oder weniger) motivierte Blumenkinder.

Auch interessant: Hochzeits-Trends 2019: Das tragen Bräute in diesem Jahr

Etwas Altes, Neues, Geliehenes & Blaues

Die Braut soll nach englischer Tradition etwas Altes für Beständigkeit – beispielsweise ein Schmuckstück der Großmutter –, etwas Neues für eine erfolgreiche Zukunft, einen geliehenen Gegenstand als Zeichen der Loyalität und etwas Blaues als Zeichen der Treue bei sich tragen. Viele Bräute entscheiden sich deshalb für Strumpfbänder mit blauen Akzenten.

Blaue Highheels

Blaue Strumpfbänder sind bei Bräuten beliebt. Sie können aber auch mit blauen Highheels einen stylischen Akzent setzen
Foto: Getty Images

Der Brautschuhklau

Wenn die Party im Gange ist, findet bei traditionsbewussten Paaren der Brautschuhklau statt. Dabei stiehlt einer der Gäste der Braut einen Schuh, der dann anschließend rumgereicht und mit Geld gefüllt wird. Es ist die Pflicht des Bräutigams, den Schuh vom Dieb zurückzugewinnen, indem er Fragen über die Braut beantwortet oder Aufgaben erledigt.