Denim-Frage

Woraus besteht eigentlich Jeans – und woher kommt der Name?

Denim gehört für viele zum absoluten Basic-Teil für die Garderobe. Doch woraus besteht eigentlich Jeans – und woher kommt der Name? STYLEBOOK kennt die Antwort.

Jeans-Hosen

Der Name „Jeans“ ist inspiriert von der italienischen Stadt Genua, von der aus Baumwollhosen in die USA importiert wurden
Foto: Getty Images

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Der Ursprung der Jeanshose

Im 19. Jahrhundert wurden erstmals Jeanshosen getragen. Das praktische und sportliche Kleidungsstück begleitet die Modewelt somit nun schon seit über 140 Jahren – und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Jeanshose hat ihren Ursprung in den USA. Jacob Davies ließ einst zusammen mit Levi Strauss das Produktionsverfahren für nietenverstärkte Jeans, die besonders robust waren und somit von Arbeitern in Goldminen getragen werden konnten, patentieren. Die bequemen und strapazierfähigen Hosen wurden bald populär und zur Arbeiterhose schlechthin.

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Der speziell gewebte und mit Indigo gefärbte Baumwollstoff, der der Jeans bis heute ihr typisches Aussehen verleiht, wurde zuvor aus Nîmes in Frankreich geliefert. Der Begriff „Denim“ entstand dabei aus der Wendung „Serge de Nîmes“, zu Deutsch „Textil von Nîmes“. Für Frauen wurde die Jeanshose in den 20ern interessant, als sich das Modell „Levis Lady L“ bei Reiterinnen als belastbare Hose durchsetzte. Im Alltag jedoch war das Tragen von Jeans zu dieser Zeit für Frauen noch verpönt. Erst in den 50er-Jahren begannen Frauen, Unisex-Jeanshosen zu tragen, da sie sich nicht mehr auf Röcke und Kleider beschränken wollten.

Herstellung von Jeans im 21. Jahrhundert

Für die Herstellung von Jeans wird bis heute Baumwolle eingesetzt. Um den Tragekomfort zu verbessern, werden dem Stoff sehr häufig andere Fasern beigefügt. Besonders gerne wird hierfür Stretchmaterial, wie Elasthan, verwendet, das für eine bessere Anpassung an die Körperkontur sorgt. Auch Polyester gehört zu den beliebten Stoffen, die gerne in einer Jeans verarbeitet werden, da es den Tragekomfort der Jeans erhöht, ohne die Strapazierfähigkeit zu verringern.

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Frau näht Jeans an der Nähmaschine

Jeanshosen müssen gut verarbeitet sein, weil sie mehrere Reißtests bestehen müssen
Foto: Getty Images

Die hochwertige Verarbeitung bei der Herstellung einer Jeanshose ist besonders wichtig, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. Auch wenn heutzutage vielfältige Stilformen, wie zum Beispiel verschiedene Waschungen oder künstliche Stofflöcher und Risse, die Optik der klassischen Jeans stark verändern, so bleibt eine gute Qualität das wichtigste Merkmal des Basic-Kleidungsstücks. Jeanshosen müssen daher äußerst gut verarbeitete Nähte besitzen und durchlaufen daher zahlreichen Scheuer- und Reißtests, ehe sie in den Handel gelangen. Der eigentlich weiße Denim wird in vielen Fällen bereits vor der Produktion der Jeans eingefärbt. Manchmal jedoch erfolgt die Färbung erst nach der Herstellung. Besondere Verfahren und Waschungen sind hierbei heute sehr beliebt, um die Jeans modischen Trends anzupassen.

Warum gilt Jeansstoff als robust?

Frau in Jeanshose

Die Jeans ist seit Jahrhunderten ein Klassiker
Foto: Getty Images

Die Stärke moderner Jeanshosen besteht normalerweise aus 8 bis 10 Unzen – so heißt die Gewichtsangabe für Denim –, während „reiner“ Denimstoff 11 bis 14 Unzen aufweist und somit robuster, aber auch deutlich schwerer ist. Beim Kauf sollte daher vor allem auf die Dichte des Stoffes geachtet werden, um lange Freude am Trendteil haben zu können.

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