Von der Militärjacke zum Trend-Teil

Wie Frauen und Männer Bomberjacken jetzt richtig tragen

Bomberjacken in allen erdenklichen Farben sind seit einigen Jahren aus unseren Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken. Dabei wissen wohl nur wenige, dass das Trendteil lange Zeit ausschließlich von Piloten der US-Luftwaffe getragen werden durfte. STYLEBOOK erklärt, was man über die Historie der Bomberjacke wissen sollte und wie man sie heute am besten trägt.

Der Ursprung der Bomberjacke 

Kaum ein anderes Kleidungsstück polarisiert so sehr wie die Bomberjacke. Bevor sie zum omnipräsenten Trendteil erkoren wurde, haftete ihr noch in den 00er-Jahren ein Neonazi-Image dran. Kombiniert mit Glatze und Springerstiefeln symbolisierte sie für viele Aggressivität, Gewalt und Rechtsextremismus. Dabei hat das Kleidungsstück seinen Ursprung in den Staaten:  Im Gegensatz zu den schweren und steifen Fliegerjacken aus Leder, waren die neuen Blousons dank Nylon sehr leicht und hielten ihre Träger trotzdem dank des eingenähten Innenfutters auch bei Minus 15 Grad warm. Und das sorgte noch für einen weiteren Clou: Der Stoff des Innenfutters war knallig-orange gehalten, die Idee dahinter: Bei einem Absturz drehten die Piloten das Jackeninnere nach außen und konnten so von den Rettungskräften besser gesichtet werden.

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In den 60ern begann der Hype in den Subkulturen

Erst ab Mitte der 1960er-Jahre wurde die Bomberjacke auch außerhalb der USA populär, unter den britischen Subkulturen nahm die Erfolgsgeschichte ihren Anfang. Mods trugen sie auf ihren Rollern, später waren es dann Punks und Skinheads, die mit den Jacken ein (Protest-)Zeichen setzen wollten. Als auch die Neonazi-Szene die Bomberjacken für sich entdeckte, hatte das Kleidungsstück rasch seinen negativen Ruf weg.

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Heute gibt es Bomberjacken in allen Farben, sogar mit Pailletten

Die sportlichen Nylonjacken erlebten ein Revival, als Designer wie der Belgier Raf Simons Ender der 00er-Jahre Models mit Bomberjacken auf dem Laufsteg schickten – zunächst nur bei Männern, später folgten die Frauenmodelle. Mittlerweile haben die einstigen Kampfpilotenjacken den kommerziellen Markt längst erobert und sind in zahlreichen Farben, Mustern und Materialien auch bei günstigen Modeanbietern zu finden. Bei den Männern dominieren aber bis heute noch die klassischen Bomberjackenfarben Khaki, Schwarz und Navyblau.

So werden die Jacken heute getragen:

1. Im Classy-Look

Besonders gut zur Geltung kommen Bomberjacken, wenn die sportlichen Jacken in den klassischen Farben (Khaki oder Navyblau) im Stilbruch getragen werden. Frauen sollten auf feminine Kombinationspartner wie Seidenbluse und Bleistiftrock setzen, Männer tragen die Bomberjacke über einen schicken Anzug.

Kate Davidson Hudson

Die New Yorker Modejournalistin und „Editorialist“-Gründerin Kate Davidson Hudson trägt die klassische Bomberjacke im eleganten Stilbruch mit Pencilskirt und Overknees. Très chic: Die Farben stehen im gekonnten Kontrast zueinander.
Foto: Getty Images

Grüne Bomberjacken gibt es auch bei uns im STYLEBOOK-Shop:

2. In der bunten Variante

Mittlerweile gibt es die Bomberjacken in unzähligen Farben, besonders beliebt bei Frauen sind bei den maskulinen Jacken feminine Pastellfarben wie Rosa und Mint. Bitte auf weitere Bonbonfarben beim Styling verzichten, besser sind neutrale Farben und maskuline Kombipartner, zum Beispiel eine rosafarbenen Bomerjacken im Stilbruch zur Flanellhose oder grauen Jeans.

Modebloggerin Barbora Ondrackova

Mittlerweile gibt es die Bomberjacken in unzähligen Farben, besonders angesagt sind derzeit Pastelltöne wie Mint und Rosa, wie sie Modebloggerin Barbora Ondrackova trägt. Einen lässigen Touch erhalten Bomberjacken, wenn die Ärmel leicht hochgeschoben werden.

Foto: Getty Images

Bomberjacken in vielen Farben gibt es auch im Stylebook-Shop:

3. In der Neuinterpretation

Heute gibt es auch Modelle extravaganten Modell von Modejournalistin Leaf Greener erkennbar. Netter Nebeneffekt: Die Farben Rosa, Silbergrau und Weiß der Jacke tauchen in den Ohrri

Leaf Greener

Nur noch Details der Bomberjacken sind bei diesem extravaganten Modell von Modejournalistin Leaf Greener erkennbar. Netter Nebeneffekt: Die Farben Rosa, Silbergrau und Weiß der Jacke tauchen in den Ohrringen wieder auf.
Foto: Getty Images

Gemusterte Bomberjacken gibt es auch im STYLEBOOK-Shop:

Stilbruch

Aymeline Valade

Das französische Model Aymeline Valade zeigt, dass man Bomberjacken auch bei feineren Anlässen anziehen kann. Wichtig: Der Blouson sollte im eleganten Schwarz sein und farblich zum Unterteil passen. Schicke Details wie eine Seidenbluse, Fake-Kroko-Clutch und edler (Mode-)Schmuck werten das Bomberjacken-Outfit ungemein auf.
Foto: Getty Images

Elegante, schwarze Modelle sind auch bei uns im STYLEBOOK-Shop erhältlich:

Wintervariante für Männer

Bomberjacken halten selbst bei Minusgraden warm. Wer es richtig warm mag, trägt noch einen zweiten Blouson darunter – Das Ganze sieht auch noch ziemlich stylisch aus!

Mann mit Bomberjacken

Bomberjacken halten selbst bei Minusgraden warm. Wem das dennoch nicht reicht, der trägt dennoch einen zweiten Blouson drunter – zu allem Überfluss sieht das Ganze auch noch ziemlich stylisch aus!
Foto: Getty Images

Tolle Bomberjacken für Männer gibt es auch bei uns im STYLEBOOK-Shop:

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