Zeigt her eure Füße

Woher kommen eigentlich unsere Schuhgrößen?

38, 39 oder 40 – die meisten Frauen haben eine dieser drei Schuhgrößen. Doch warum diese Nummern und nicht andere? Und seit wann gibt es sie?


Die Schuhgröße ist eines der wenigen Dinge an uns, die sich den Rest des Lebens nicht oder nur geringfügig (bspw. in der Schwangerschaft, da werden die Füße gerne ein bisschen größer und breiter) verändern. Welche Zahl zwischen 37 und 46 es auch immer ist, sie begleitet jeden Menschen Jahrzehnte lang. Das war natürlich nicht immer so.

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Kleine Kinder probieren für ihr Leben gern die Schuhe der Großen an. Mit 11 Jahren sind die Füße bei den meisten Menschen ausgewachsen

Kleine Kinder probieren für ihr Leben gern die Schuhe der Großen an. Mit 11 Jahren sind die Füße bei den meisten Menschen ausgewachsen Schuhgrößen. Foto: Getty Images

Ein Schuster, ein Mass

Bevor Schuhe industriell und in Massen hergestellt wurden, hatte jeder Schuster seine eigene Vorstellung von Schuhgrößen. Er nutzte einfach seine eigenen Maßeinheiten, die sogenannten Leisten. Seine Kundschaft musste sich keinen Kopf darüber machen, wie groß die Füße denn nun waren. Da jeder Handwerker mit unterschiedliche Leisten Maß nahm, hatte jeder Kunde bei jedem Schuster immer eine andere Schuhgröße.

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Schuhgrößen stammen aus Paris

Mit der Industrialisierung musste eine einheitliche Norm her. Doch welche? Zentimeter vielleicht? Diese Maßeinheit erwies sich als viel zu grob und ungenau und wurde schnell wieder verworfen. Die Lösung kam schließlich von den modebewussten Franzosen. Pfiffig wie sie sind, orientierten die sich einfach an der Nadelstich-Länge der bereits genormten Industrie-Nähmaschinen. Ein Pariser Stich misst 0,6666 Zentimeter. Ist ein Schuh 40 Stiche lang, so hat er Größe 40. Bei 39 Stichen ist es Größe 39 und so weiter und sofort. So einfach ist das. 

Genormte Schuhgrößen halten uns nicht davon ab, exzessives Schuh-Shopping zu kultivieren

Genormte Schuhgrößen halten uns nicht davon ab, exzessives Schuh-Shopping zu kultivieren Schuhgrößen. Foto: Getty Images

Und trotzdem halten wir uns gerne ganze Nachmittage in Schuhgeschäften auf und probieren ein Paar Schuhe nach dem anderen. Sollte doch eigentlich gar nicht nötig sein, wo alles so streng genormt ist? Aber natürlich! Zum einen sitzt natürlich nicht jeder Schuh gleich, was mit Qualität und Design zu tun hat. Und zum anderen: Es macht eben einfach verdammt großen Spaß.

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