Studie enthüllt

Schwangere bekommen eher ein Mädchen, wenn…

Schwangere Frau
Mädchen? Junge? Bestimmte Faktoren können laut einer Studie das Baby-Geschlecht beeinflussen
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Mädchen oder Junge? Eine neue Studie enthüllt, welcher Faktor sich in der Schwangerschaft auf das Geschlecht des Ungeborenen auswirken kann. Allerdings sollte diese Erkenntnis nicht dazu genutzt werden, um selbst Einfluss darauf zu nehmen.

In der Gebärmutter entwickelt sich in den ersten sieben Wochen nach der Empfängnis das Geschlecht des Ungeborenen, genetisch festgelegt ist es aber bereits ab der Empfängnis.  Dabei hat die Natur es so eingerichtet, dass durchschnittlich etwas mehr Jungen als Mädchen geboren werden. Genauer kommen auf 105 männliche Babys 100 weibliche. Der Grund: Männer sind genetisch bedingt etwas weniger widerstandsfähig und haben zudem eine kürzere Lebenserwartung. Dank des kleinen Jungs-Überschusses wird dieses Defizit wieder ausgeglichen. Was die größere Anfälligkeit der XY-Chromosomen allerdings für jede einzelne schwangere Frau bedeutet, brachte jetzt eine aktuelle Studie der Columbia University in New York zutage, die 187 Schwangere untersuchte.

Stress wirkt sich auf die Geschlechtsentwicklung aus

So zeigte sich, dass ein durch körperlicher Stress erzeugter erhöhter Blutdruck bei 16 Prozent der untersuchten Testpersonen dafür sorgte, dass sich das Geschlechterverhältnis änderte. Auf neun Mädchen, die diese Frauen gebaren, kamen nur vier Jungen (Verhältnis 9 zu 4). Wer unter psychischem Stress litt (17 Prozent der untersuchten Schwangeren), brachte sogar mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei zu drei ein Mädchen zur Welt. Die Forscher schlossen daraus: Stress, ganz gleich welcher Art, erhöhe die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen – da die anfälligeren Jungen abgehen, noch bevor die Schwangerschaft überhaupt erkannt wird. Andere Wissenschaftler hatten zuvor bereits festgestellt, dass bei kollektiven traumatischen Ereignissen die männliche Geburtenrate leicht zurückging. „Wie etwa bei der Ermordung Kennedys oder nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001“, erklärt die Hauptautorin der Studie Dr. Catherine Monk.

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Stress erhöht das Risiko für Frühgeburten

„Stress während der Schwangerschaft kann sowohl für Mutter als auch für das Baby schädlich sein“, betont Laura Berman, Assistenzprofessorin für Gynäkologie und Psychiatrie an der Feinberg School of Medicine. Selbst wenn neun Monate lang alles gutgehen sollte, steige dennoch die Wahrscheinlichkeit für eine postnatale Depression. Da Stress allerdings Teil des Lebens ist und sich nie ganz vermeiden lässt, empfehlen die Forscher, sich noch vor der geplanten Schwangerschaft zusätzliche soziale Unterstützung zu suchen. Dabei sei es unerheblich, ob es sich dabei um ein Familienmitglied oder eine Freundin handele – allein zu wissen, dass man nicht allein ist, sorge bereits für eine erhebliche innere Entlastung und damit Entspannung.

Schwanger meditieren

Die Forscher der Studie raten zudem, regelmäßig zu meditieren. Selbst kleinste Einheiten fördern die gesunde Entwicklung des ungeborenen Babys.
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In einer etwas älteren Studie aus dem Jahr 2008, welche unter anderem vom Fachmagazin „Scientific American“ zitiert wird, untersuchten britische Wissenschaftler ob und wie die mütterliche Ernährung das Babygeschlecht beeinflusst. Das überraschende Ergebnis: Teilnehmende Schwangere, die morgens regelmäßig Müsli verputzten, erwarteten mit einer 56-prozentigen Wahrscheinlichkeit einen Jungen. Das eigene Frühstück demnach auszurichten, schadet zumindest weder Mutter noch Baby. Allerdings ist die Studie auch umstritten. Darauf bauen sollte man also nicht. Und egal, ob Mädchen oder Junge, am Ende zählt doch: Hauptsache gesund!