Fernöstliche Massage-Philosophie

Was kann eigentlich Shiatsu?

Frau, deren Kopf massiert wird
Shiatsu soll unter anderem auch Migräne linden
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Der Begriff Shiatsu stammt ursprünglich aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie Fingerabdruck. Es handelt sich hierbei um eine Massageform, welche wiederum ihren Ursprung im Chinesischen findet. Auch in Europa ist diese Art der Massage mittlerweile weit verbreitet und auch sehr beliebt. Zwar gibt es inzwischen viele verschiedene Massageformen, jedoch zeichnet sich diese durch ihre besondere Methode gegen gezielte körperliche Beschwerden aus.

Shiatsu ist nicht einfach nur eine Massagetechnik, sondern vertritt auch noch eine Philosophie, welche sich intensiv mit dem menschlichen Körper auseinandersetzt. Hierbei spielt die Lebensenergie Qi eine große Rolle. Die Lebensenergie Qi definiert sich aus der Vorstellung heraus, dass verschiendene Energiebahnen durch den Körper verlaufen, welche die Funktion der einzelnen Organe beeinflussen und auch für das Wohnbefinden sorgen. Sollte es jedoch an einer Stelle des Körpers zu einem Energiestau kommen, hat dies ebenso Auswirkungen auf den Rest des Körpers, weshalb dieser letztlich in ein Ungleichgewicht kommt. Mit dem Ungleichgewicht machen sich zugleich körperliche Beschwerden bemerkbar. Wenn also die Energiebahnen im Körper gestört sind, tritt die Shiatsu-Massage in den Blickpunkt. Diese soll helfen, alles wieder in ihr ursprüngliches Gleichgewicht zu bringen. Dabei muss noch erklärt werden, dass diese Energiestränge mit speziellen Punkten an der Hautoberfläche verbunden sind. Auch bei der Akupressur und der Akupunktur haben diese Punkte eine Relevanz, um Blockaden zu lösen.

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Bei welchen Beschwerden wird Shiatsu angewandt?

Shiatsu beschränkt sich in der Art der Therapie nicht nur auf einen speziellen Körperteil, sondern wird am gesamten Körper angewandt. Im Allgemeinen wird Shiatsu ausgeführt, wenn Kopfschmerzen oder Migräne vorliegen, aber auch klassische Verspannungen können ein Behandlungsgrund sein. Durchblutungsstörungen, Kreislaufstörungen oder auch Verdauungsprobleme können ebenfalls mit dieser Massage gelindert werden. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass eine solche Shiatsu-Therapie am besten vorab mit einem behandelnden Hausarzt abgesprochen werden sollte. Diese Form der Massage gilt letztlich in der Regel nicht zwangsläufig heilbringend, sondern dient eher als ergänzende Behandlung.

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Wie läuft die Shiatsu-Massage ab?

Als Erstes tastet der Masseur die betroffenen Körperstellen vorsichtig ab. Danach massiert er vorsichtig entlang der Energiebahnen. Dabei greift er auf kreisende, streichende und auch drückende Bewegungen zurück. Jedoch sind diese Handgriffe nicht mit der üblichen Massage zu vergleichen, sondern sind viel zarter, da sie nur darauf ausgelegt sind, den Energiefluss wieder zum Laufen zu bekommen. Um den Energiefluss tatsächlich voranzutreiben und somit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, setzen Masseure ihre Finger, Ellenbogen, Knie, Füße und auch Hände ein. Bei der Therapie wird der ganze Körpereinsatz des Masseurs benötigt.