5 wichtige Fakten zur Hygiene im Schlafzimmer

Wie oft sollte man den Schlafanzug wechseln?

Wanzen, Milben, alter Schweiß und Hautschüppchen finden nicht nur auf der Matratze, dem Kopfkissen oder der flauschigen Decke einen idealen Nährboden. Auch der Schlafanzug macht so Einiges mit und beheimatet mehr Bakterien, als einem lieb sind.

Bett und Schlafanzug sollten häufig gereinigt werden

In unserem Bett hausen wir nicht allein. Auch unliebsame Bakterien & Co. nisten sich in den Daunen und dem Schlafanzug ein.
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Ziemlich eklig, oder? STYLEBOOK verrät, wie wir in unserem Traumbett nachts weiterhin unbeschwert schlafen können.  Unzureichende Betthygiene kann immerhin zum Krankmacher werden und auch Allergiker sollten aufhorchen. Das Putzportal Helping hat gerade enthüllt, dass in deutschen Schlafzimmern wenig Hygiene betrieben wird. Dabei verbringen wir im Schnitt rund 26 Jahre unseres Lebens im eigenen Bett. Zeit, die Schlafqualität aufzupimpen. Fünf Tipps fürs Großreinemachen.

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1. Wie oft sollte man seinen Schlafanzug wechseln

Experten empfehlen nicht ohne Grund, den Schlafanzug höchstens vier Tage lang zu tragen, den Pyjama zu wechseln und mit Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad zu reinigen. Wer nachts stark schwitzt, sollte ihn schon nach zwei Tagen wechseln. Übrigens: Laut der Helping-Umfrage tragen Männer im Schnitt ihre Nachtbekleidung 13, Frauen sogar bis zu 17 Nächte lang!

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2. Bäh! Milben im Kopfkissen

In den meisten Kopfkissen stecken nicht nur Federn oder synthetische Hohlfasern, sondern auch Milben, Bakterien und Pilze! Milben ernähren sich u.a. von menschlichen Hautschuppen, die im Schlaf durch die Bezüge sickern, Pilze und Bakterien lieben wiederum den Milbenkot. Das ist eine gruselige Vorstellung und ziemlich widerlich. Zudem führt das oftmals zu gesundheitlichen Problemen: Die kleinen Schmarotzer können allergische Reaktionen und mitunter sogar ernsthafte Erkrankungen der Atemwege auslösen. Für Empfindliche gibt es Kissen aus milbendichtem Außenstoff, die kein Eindringen von ungewünschten Mitbewohnern zulassen. Um die lästigen Spinnentiere zu vertreiben, hilft übrigens auch Sonne. UV-Strahlen töten Milben bereits nach 24 Stunden ab. Im Herbst und Winter ist die Decke aus dem Fenster hängen aber keine Option. Da hilft nur: Kissen mindestens alle zwei Jahre reinigen lassen oder die Füllung herausnehmen und in der Waschmaschine waschen.

3. Bettwäsche richtig reinigen

Auch die Bettwäsche ist ein verkanntes Gesundheitsrisiko. Das liegt nicht zuletzt am feuchtwarmen Klima in den Laken, das Bakterien, Pilzen und Milben ein kuscheliges Zuhause bietet. Die Bettwäsche daher alle drei bis vier Wochen wechseln; falls man krank war und nachts stark geschwitzt haben gerne öfter. Eine matratzenschonende Auflage, wenn vorhanden, sollte einmal pro Monat in die Wäsche. Und ruhig auch mal die Waschmaschine auf 60 Grad stellen — außer sie stecken die gute Seidenbettwäsche in die Trommel.

Bettwäsche und Schlafanzug häufig reinigen

Wie man sich bettet, so liegt man. Und ein herrlicher Schlaf ist eben auch abhängig von einem sauberen Bett
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4. Welche Materialien sind bei Bettwäsche geeignet

Wie stark man schwitzt, hängt nicht zuletzt davon ab, in welches Material man sich bettet. Gerade jetzt, wenn nachts die Luft im Schlafzimmer steht, ist von Biberbettwäsche abzuraten: Sie wärmt und sollte lieber nur in den Wintermonaten zum Einsatz kommen. Noch besser kühlend als Mako-Satin ist übrigens reine Baumwolle und damit im Sommer die beste Wahl. Apropos Sommer: Nacktschläfer schwärmen von einem besseren Schlaf und halten dies für gesund — nur gelangt bei Nacktschläfern auch mehr Schweiß ins Bettlaken und die Bettwäsche. Das bedeutet: öfter waschen.

Es geht übrigens auch anders: Statt zuviel Hygiene gibt es eine Anti-Hygiene-Bewegung — inklusive Duschverzicht!

5. Wie oft sollten Matratzen erneuert werden

Wohl die wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass die Matratze jede Nacht ein gewisses Gewicht auffängt. Um Materialermüdung herauszuzögern, empfiehlt es sich, die Matratze jedes Vierteljahr umzudrehen. Früher oder später kommt es aber auf jeden Fall zu Vertiefungen im Polster, die nicht mehr von selbst zurück gehen und irgendwann zu Lasten der Wirbelsäule gehen. Diese Rückenschmerzen sind es auch, die die Deutschen durchschnittlich nach 17 Jahren dazu veranlassen, ihre Matratze zu ersetzen – eine Maßnahme, die laut Experten eigentlich bereits nach sieben Jahren erfolgen sollte. Damit die Matratze dann nicht völlig mitgenommen aussieht, ist es ratsam, sich von vornherein für ein Modell mit abnehmbarem Bezug zu entscheiden, der sich zwischendurch waschen lässt. Alternative: Matratzenschutz verwenden. Gibt es in Fachgeschäften, meist aus Moltontuch.

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Bonustipp: Das Bett Morgens auslüften lassen

Nicht sofort nach dem Aufstehen das Bett machen. Es sieht zwar gleich ordentlich aus, doch meist ist es dort wo wir gelegen haben noch noch feuchtwarm. Ergo, ein idealer Ort für Milben & Co. Sinvoller ist es das Bett zurückzuschlagen und erstmal ausdünsten bzw. lüften zu lassen.

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