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Eco by Naty, Mylily, Organyc, Padsy Bonjo…

Damenbinden und Slipeinlagen im „Ökotest“ – welche überzeugen?

Frau hält Damenbinden in der Hand
Sicher durch die Tage – die Zeitschrift „Ökotest“ hat Damenbinden unter die Lupe genommen Foto: Getty Images

Eine Forsa-Umfrage aus dem Juni 2020 ergab, dass mehr als 60 Prozent der Frauen während ihrer Menstruation Damenbinden und Slipeinlagen verwenden. Die Zeitschrift „Ökotest“ hat 48 entsprechende Produkte genauer untersucht.

Dabei wurden 25 Binden und 23 Slipeinlagen unterschiedlicher Hersteller daraufhin getestet, ob sie durch sicheren Auslaufschutz überzeugen, zufriedenstellend aufsaugen und bequem zu tragen sind. Gleichzeitig führte das von „Ökotest“ beauftragte Labor eine Schadstoffanalyse durch. Zwei gute Nachrichten vorneweg: Generell schnitt die Mehrheit der getesteten Damenbinden und Slipeinlagen mit guten Noten ab, günstige Eigenmarken vom Discounter standen teuren Markenartikeln in nichts nach.

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Drei Damenbinden-Testsieger von dm und Rossmann

Bei Binden wird zwischen „Maxi“ und „Ultra“ unterschieden: „Maxi-Binden haben einen Saugkörper aus Zellstoff und sind etwas dicker und schwerer. Ultra-Binden sind dünner und leichter. Dieses Plus an Komfort verdanken sie Superabsorbern im Saugkern. Die quellfähigen Kunststoffpolymere saugen ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Flüssigkeit auf“, heißt es im Testbericht. Bestnoten erreichten drei „Ultra“-Produkte: die „Facelle 16 Ultra-Binden, normal mit Flügeln“ von Rossmann, die „Facelle So Free Ultra-Binden, normal mit Flügeln Bio“ von Rossmann und die „Jessa Ultra-Binden Active Shape, normal mit Flügeln“ von dm.

Damenbinden
Auch für die wenig nachhaltige Einzelverpackung der Binden gibt es noch keine relevante Alternative
Foto: Getty ImagesFoto: Getty Images

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Damenbinden und das Problem der Nachhaltigkeit

Punktabzug gab es wegen einer zu geringen Aufsaugleistung für die Ultra-Binden der Marken Cosmea, Eco by Naty, Mylily, Organyc und Padsy Bonjo. „Die gleichen Probleme kritisieren wir auch bei den Natracare Ultra Pads – weil sich bei diesen aber zudem der Klebestreifen schlecht entfernen ließ, erhalten sie nur das Gesamturteil ,ausreichend.’“ So heißt es weiter im „Ökotest“-Bericht. In Sachen Monatshygiene hätten es mit „öko“ deklarierte Produkte generell nicht leicht, da Binden mit nachhaltigen Komponenten wegen fehlender Superabsorber weniger leistungsfähig seien als herkömmlich hergestellte Artikel, so das Testergebnis.

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Slipeinlagen im „Ökotest“

Bei den getesteten Slipeinlagen konnten ebenfalls vier Produkte vom Discounter Bestnoten abstauben: „Facelle So Free Slipeinlagen, normal“ von Rossmann, „Jessa Slipeinlagen Active Shape, normal“ von dm, „Satessa Slipeinlagen, normal, frei von Duftstoffen“ von Aldi Nord und „Sophie Slipeinlagen, normal, luftdurchlässig“ von Netto. Bei einigen Produkten bemängelten die Tester die Saugkraft und hartnäckige Klebestreifen, die unschöne Spuren im Slip zurückließen. In insgesamt 18 aller getesteten Artikel wurden im Labor halogenorganische Verbindungen nachgewiesen – minimale Rückstände, die sich aus dem Bleichen des verwendeten Zellstoffs ergeben.