STYLEBOOK fragt den Friseur

Was ist der Unterschied zwischen Conditioner, Maske, Haarbutter und Haaröl?

Frau wäscht sich die Haare
Welche Haarpflege ist die richtige für mich und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Conditioner, Maske und Co.?
Foto: Getty Images

Diverse Produkte versprechen unsere Haare gesünder, glänzender, dicker, geschmeidiger und allgemein hübscher zu machen. Das kann schnell überfordern und ein wahres Pflege-Chaos hervorrufen. STYLEBOOK hat bei Kim Fischer von „Kim & ich“ nachgefragt.

Der Klassiker Conditioner schließt die Haarstruktur und sollte bei jeder Haarwäsche benutzt werden, so die Friseurin: „Conditioner wirkt ein bisschen oberflächlicher als eine Maske. Je nach Produkt kann er auch zusätzlich Pflege ablagern. Das heißt das Haar wird von innen heraus gepflegt. Das ist aber schwierig pauschal zu sagen, weil jede Firma da eine andere Philosophie hat.““

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Haarmaske, Haaröl oder Haarbutter?

„Das Haar besteht aus fünf Schichten und die Maske wirkt tiefer als etwa der Conditioner. Am besten benutzt man die Maske mindestens alle sieben Tage, da die tiefangelagerten Stoffe mit der Zeit auch wieder verloren gehen. Haaröle sind eigentlich mehr Weichmacher oder Lipide, die sich äußerlich anlagern, um das Haar kämmbar und geschmeidig zu machen, erklärt die Expertin. Und ergänzt: „Ein hochwertiges Arganöl kann aber auch in die Haarstruktur gehen.“ Zum Thema Haarbutter fällt ihr Urteil hingegen vernichtend aus: „Ich kenne niemanden im Premium-Segment, der eine Haarbutter hat. Ich denke das ist eher so eine Sache, die die Industrie nochmal zusätzlich erfunden hat. Irgendwer wird’s schon kaufen.“

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Wer sollte welches Produkt benutzen?

„Haaröle sind schon eher was für die Schiene Pferdehaar, also kräftiges, griffiges Haar. Drei-Haare-in-einer-Reihe-Mädchen sollten davon lieber die Finger lassen. Conditioner und Maske gibt es für alle Haare. Es gibt beide auf Protein- oder Lipidbasis. Da muss man dann individuell schauen“, so Fischer.

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Haarkuren wirken unter Wärme am besten

Generell gilt: Haare sind im Winter oft trockener als üblich – und damit auch pflegebedürftiger. Dabei reagiert oft auch die Kopfhaut sensibel. Dann rät auch Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel zu einer Pflege mit zusätzlicher Feuchtigkeit: „Die Haare freuen sich, wenn sie regelmäßig mit besonders reichhaltigen Kuren verwöhnt werden.“ Diese kitten brüchige Stellen im Haar, glätten die Haarstruktur wieder. Und sie verhindern, dass sich die Haare elektrostatisch aufladen und „fliegen“. Tipp der Expertin: „Besonders effektiv sind die Produkte, wenn sie unter Wärme einwirken können. Unter einem Handtuch dick und warm eingepackt, können die Kuren während eines wohltuenden und entspannenden Aromabads ihre Wirksamkeit voll entfalten.“