Sie lieben Milch?

Wie falsche Ernährung den Teint ruiniert

Man sieht unserer Haut an, ob wir eine Vorliebe für Wein oder Milch haben oder eine Naschkatze sind. Die ganzheitliche Medizinerin Nigma Talib erklärt, wie sich Ess- und Trinkverhalten auf der Haut zeigen. Da bekommt auch das Wort „Milchgesicht“ eine völlig neue Bedeutung!

Frau mit Milchglas
Sie sind ein Milchgesicht? Dann leiden Sie wahrscheinlich unter geschwollenen Augenlidern und kleinen Pickeln am Kinn. Auslöser für solche Symptome ist meistens eine Laktoseintoleranz, die zu Entzündungen führt und das Immunsystem aktiviert, das dann überreagiert
Foto: Getty Images

„Du bist, was du isst“ – so ein berühmtes Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (†68). Heutzutage denken wir dabei vor allem an eine verantwortungsvolle Einstellung zu unserem Essen. Doch hinter diesem Spruch steckt eigentlich noch viel mehr.

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„In der Sekunde, in der eine Patientin meine Klinik betritt, erkenne ich, von welchen Lebensmitteln sie zu viel isst oder trinkt“, versichert Ganzheitsmedizinerin Talib im Interview mit „Daily Mail“, „dafür muss ich ihr nur ins Gesicht schauen.“ So hat jemand, der regelmäßig zum Weinglas greift, für sie ein „Wein-Gesicht“, jemand, der viel Laktose zu sich nimmt, ein „Milchgesicht“. In ihrem Buch „Reverse the Signs of Ageing“, erklärt Talib, welche Hautveränderungen für ein Wein-, Milch-, Zucker- und Gluten-Gesicht sprechen. Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengetragen.

In diesem Sinne: Ab zum Spiegel! Vielleicht erkennen Sie ja Gemeinsamkeiten und wovon Sie in Zukunft besser die Finger lassen sollten:

Das Wein-Gesicht

Symptome: sichtbare Fältchen, Äderchen und/oder Rötungen zwischen den Augen, hängende Augenlider, vergrößerte Poren, trockene und rissige Haut, gerötete Wangen und eine auffällig tiefe Nasolabialfalte.
Hintergrund: Wein, wie auch anderer Alkohol, entzieht der Haut Feuchtigkeit, dadurch werden Fältchen tiefer und sichtbarer. Zudem greift der enthaltene Zucker den körpereigenen Eiweissbaustein Kollagen an, der normalerweise für eine gute Hautelastizität sorgt. Da Alkohol durchblutungsfördernd wirkt, erweitern sich die kleinen Kapillargefäße. Die Folge: rötlich schimmernde Adern unter der Hautoberfläche.
Die Rötungen oder Furchen zwischen den Augen erklärt Talib mit dem Face-Mapping-Prinzip (*Erklärung am Ende d. Texts): Die Gesichtsregion hier stehe in direkter Verbindung mit der Leber, der Alkohol-Hauptabbauort des Körpers.
Lösung:

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Das Milch-Gesicht

Symptome: geschwollene Augenlider, Tränensäcke und schwarze Ringe unter den Augen, weiße Flecken und Pickel am Kinn.
Hintergrund: Das Enzym, das im Körper für die Verarbeitung von Milchzucker zuständig ist, wird mit zunehmendem Alter weniger produziert, bei manchen verschwindet es irgendwann ganz. So sei laut Talib eine Laktose-Intoleranz auch dann möglich, wenn sie in einer früheren Untersuchung nicht nachgewiesen werden konnte. Nimmt man weiterhin Milchzucker zu sich, führt das zu Entzündungen im Körper, die sich mit Rötungen und Schwellungen rund um die Augen zeigen. Ferner enthält Kuhmilch durch die Aufzucht der Tiere viele Hormone. Diese sollen die Talgdrüsenproduktion anregen, was Hautunreinheiten und Pickel begünstigt.
Lösung: Milchprodukte für eine Weile durch laktosefreie Alternativen oder solche auf Soja-, Mandel-, oder Haferflockenbasis ersetzen und beobachten, wie die Haut reagiert.

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Das Zucker-Gesicht

Symptome: Knitterfältchen und tiefe Furchen auf der Stirn, Tränensäcke, müde und eingefallene Haut, Pusteln im ganzen Gesicht, dünner werdende Haut und ein insgesamt eher grauer, fahler Teint.
Hintergrund: Raffinierte Kohlenhydrate (z.B. aus Weizenmehl, weißer Reis, Süßigkeiten, etc.) werden im Körper schnell in Zucker umgewandelt. Der überschüssige Zucker lagert sich an das Kollagen an, was die Zellerneuerung verlangsamt. Dadurch sieht die Haut schneller älter und schlaff aus, „insbesondere unter den Augen, weil die Haut hier besonders dünn ist,“ so Talib. Wer es mit der Zuckerzufuhr sehr übertreibe, verursache in seinem Körper ein Insulin-Ungleichgewicht, was die Nebenniere belaste. Das sei an spärlichen Augenbrauen zu erkennen.
Lösung: drei Monate lang bestmöglich auf Zucker verzichten. Dann erst ist erkennbar, ob ein Zusammenhang zwischen Ernährung und besagten Symptomen besteht.

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Das Gluten-Gesicht

Symptome: aufgedunsene, rote Wangen, Pigmentflecken, Unreinheiten am Kinn.
Hintergrund: Wer nicht weiß, dass er an einer Glutenunverträglichkeit leidet und das Klebereiweiss weiterhin zu sich nimmt, schüre entzündliche Reaktionen im Körper. „Daher sieht das Gesicht aufgedunsen und krankhaft gerötet aus.“ Laut Talib soll das gleichzeitig zu einer vermehrten Zellaktivität und stärkerer Pigmentierung führen, genauer gesagt dunklen Flecken in der Kinnregion.
Lösung: Sagen wir so: Eine echte Zöliakie wäre eine ernstzunehmende Diagnose, die durch einen Fachmann bestätigt und gezielt behandelt werden muss. Es gibt aber auch Abstufungen, wie leichte und gefühlte Gluten-Unverträglichkeit. Warum nicht also den Selbsttest wagen? Lassen Sie glutenhaltige Lebensmittel einfach mal für eine Weile weg und beobachten Sie, ob die Symptome zurückgehen. Falls Ihnen das gut tut, können Sie den glutenarmen Lebensstil ja beibehalten.

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* Talib arbeitet mit der Face-Mapping-Lehre, einem wichtigen Analyse-Tool in der modernen und chinesischen Medizin. Sie basiert darauf, dass unterschiedliche Gesichtsregionen im Zusammenhang mit bestimmten Organen stehen. Je nachdem, was Talib sieht, beurteilt sie den Gesundheitsszustand ihres Gegenübers, da sie Hautveränderungen auf konkrete Ursachen zurückführen kann.

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