Nachgefragt beim Haar-Experten

Undercut – wem die Frisur steht, wie man sie stylt

Frau mit Undercut
Wer sich für einen Undercut entscheidet, sollte vorher einiges beachten
Foto: Getty Images

Rockig, frech, punkig, verrückt, ein bisschen wild und bei sommerlichen Temperaturen auch noch ungeheuer praktisch – der Undercut gehört bei Frauen zu den absoluten Trendfrisuren. Ein Experte verrät die besten Style-Tricks für die rasierte Unterpartie und wie man sie am besten wieder rauswachsen lässt, ohne dass es schmuddelig wirkt.

Wem steht der Undercut?

Besonders schön wirkt der Undercut bei leicht gewelltem, von Natur aus fülligem Haar, das schwungvoll über die rasierten Partien fällt. Diese können seitlich – dann spricht man von einem Sidecut – im Nackenbereich oder an beiden Stellen liegen. Wie großzügig der raspelkurze Teil ausfallen darf, ist tatsächlich eine reine Mutfrage. „Prinzipiell eignet sich der Undercut bei jeder Kopfform, bei einem all zu rundlichen Gesicht sollte man den Ansatz lieber nicht ganz so hoch tragen“, rät Enrico Farkas vom Berliner Friseursalon „Farkas & Manthei.“

Also: lieber Schrittweise an die neue Frisur herantrauen, statt sofortiger Radikalschnitt. „Nachrasieren kann man hinterher immer noch,“ rät der Experte.

Generell kann man in Sachen Undercut bei langem Haar weniger falsch machen als bei kurzem. Und er sorgt auf dem Kopf während der Sommermonate für zusätzliche Frische und Leichtigkeit. „Eigentlich eine perfekte Frisur für die heiße Jahreszeit.“ Zwei Dinge rät der Friseur-Experte noch: „Wer zu extrem empfindlicher Kopfhaut neigt, sollte vom Undercut lieber absehen, da Rötungen oder Pickelchen durchschimmern können, auch sollte man niemals selbst zum Rasierer greifen, sondern ihn stets vom Profi machen lassen.“

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Wie pflege und style ich den Undercut?

„Ein Undercut ist eigentlich sehr pflegeleicht“, weiß der Farkas. Ein Mal im Monat sollte allerdings mit dem Trimmer nachgekürzt werden, damit der Look nicht irgendwann unordentlich aussieht oder ausfranst. Mit ein bisschen Salzwasser-Haarspray oder leichtem Stylingwachs lässt sich das Deckhaar zusätzlich in Form beziehungsweise in die richtige Richtung bringen. Seitlich geflochtene Zöpfchen sorgen für einen verspielt-frechen Look. Mutige können sich auch kleine, extra einrasierte Muster in die Undercut-Bereiche rasieren oder mit Farbe experimentieren.

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Wie lasse ich den Undercut am besten rauswachsen?

Haare wachsen einen bis eineinhalb Zentimeter im Monat, man braucht also viel Geduld, bis der Undercut wieder die Länge der übrigen Haare erreicht hat. Bei einem kleinen Undercut reicht im Prinzip Haare drüber und die Sache sich selbst überlassen. Auch ein tiefliegender Pferdeschwanz, Haarbänder oder anderer Kopfschmuck eignen sich perfekt zum Verdecken der Stellen. Bei Hochsteck- oder Duttfrisuren muss mit Haarklammern und etwas Fixierspray nachgeholfen werden.

Die radikalste und mutigste Lösung: Die Haare auf die bereits nachgewachsene Länge der kurzen Bereiche abschneiden. Dann wächst alles gleichmäßig nach und es ist eine tolle Gelegenheit, mal eine Kurzhaarfrisur an sich auszuprobieren.

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