Achtung vor zu viel Hygiene

8 Regeln für die richtige Intimpflege

Außen hui – und innen ebenso? Übertriebene Hygiene im Intimbereich kann in einigen Fällen sogar gesundheitsschädlich sein. Wie gesunde Intimpflege richtig geht – und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten, erklären wir hier.

Frauenbein in der Dusche
Zu viel Hygiene kann im Intimbereich für Probleme sorgen. Weniger ist daher mehr. Frauenärzte von der Berliner Charité empfehlen, sich lediglich mit lauwarmem Wasser abzuspülen
Foto: Getty Images

Klar, Sauberkeit ist wichtig, aber übertriebene Hygiene kann der Intimzone mehr schaden, als nutzen. So hat eine aktuelle Studie der Nationalen Gesundheitsbehörde der USA erstmals einen Zusammenhang zwischen übertriebener Hygiene im Intimbereich und der Entstehung von Eierstockkrebs herstellen können, berichtet „Daily Mail“. Besonders die beliebten Vaginalduschen machen die Forscher hierfür verantwortlich. Sie sollten die Pflege ihres „Schmuckkästchens“ also genauso ernst nehmen, wie den Rest Ihrer Körperpflege.

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Die besten 8 Tipps für die richtige Intimpflege:

1. Übertriebene Hygiene ist kontraproduktiv

Die Scheide befindet sich in einem ständigen Selbstreinigungsprozess. Deswegen ist übrigens Ausfluss auch normal. Da die Vagina ihren Job selbst erledigt, müssen wir diesen für sie nicht übernehmen.

2. Nur bloß keinen Schwamm drüber

Waschlappen und Schwämme sind Tummelplätze für Bakterien und Keime, die besser nicht in die Intimzone gelangen sollten. Selbst gründliches, heißes Auswaschen der Textilien hilft da manchmal nicht komplett. Also besser gleich ganz auf diese Hilfsmittel verzichten.

3. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Unterwäsche

Ziehen Sie jeden Tag einen frischen Schlüpfer an, am besten aus Baumwolle, da diese atmungsaktiv ist. Synthetische Fasern fördern nämlich das Schwitzen und Hitze und Feuchtigkeit sind leider ein idealer Nährboden für Pilze. Dabei übrigens lieber zum Slip als zum String greifen. Denn letztere können reiben und Erreger aus der Analgegend Richtung Scheide transportieren. Unterwäsche außerdem immer im Kochwaschgang in der Waschmaschine reinigen.

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4. Vergessen Sie die „Innenreinigung

Richten Sie den Strahl der Dusche nie direkt in die Scheide. Und verzichten Sie auf Scheidenspülungen oder Sitzbäder, außer Letztere wurden ärztlich verordnet. Auch während der Monatsblutung reicht die äußerliche Reinigung unter der Dusche völlig aus.

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5. Legen Sie nach dem Sex eine Pipipause ein

Machen Sie nach dem Geschlechtsverkehr direkt den Gang zur Toilette. Durch sexuelle Aktivitäten können Bakterien aus dem Darm oder der Scheide sehr viel leichter in die Harnröhre gelangen und dort – wenn die nötigen Voraussetzungen gegeben sind – zu Entzündungen führen. Beim Toilettengang werden diese wieder rausgespült, hängen nicht fest und können sich nicht zu einer Blasenentzündung entwickeln.

6. Achten Sie auf die richtige Toilette

Es ist ziemlich simpel und doch einer der wichtigsten Tipps: Wischen Sie das Toilettenpapier immer von vorne nach hinten. Darmbakterien könnten sonst in die Vagina gelangen, wo sie nichts zu suchen haben.

7. Parfümieren Sie sich niemals untenrum

Außer einem Eingriff in die Scheidenflora plus gereizte Haut und eventuellen allergische Reaktionen bewirken Intim-Deos rein gar nichts. Sie sind unnötig und von vorgestern. Weg damit!

8. Gehen Sie sparsam mit Slipeinlagen um

Als Unterstützung während und kurz nach der Periode sind Slipeinlagen bestens geeignet. Für die Daueranwendung sollten sie allerdings nicht herhalten. Die Schutzfolie aus Kunststoff verhindert die Luftzirkulation im Schlüpfer. So kann sich Hitze stauen und Feuchtigkeit nicht abtransportiert werden, was neben der Infektionsgefahr zu unangenehmen Gerüchen führen kann.

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