Vor- und Nachteile

So funktioniert Intimenthaarung per IPL-Laser

Einige Frauen mögen es „unten ohne“ – und zwar dauerhaft. Möglich macht das eine Laserbehandlung im Intimbereich. STYLEBOOK sprach mit einer Expertin über Vorteile, Risiken und Kosten der dauerhaften Enthaarungsmethode.

Wachsen oder waxen lassen – ein Thema, an dem sich nach wie vor die Geister scheiden. Während einige Frauen ganz bewusst ihre (Intim)Behaarung feiern, greifen immer noch viele regelmäßig zum Rasierer – oder nutzen andere Methoden: Sie lassen die ungewollten Härchen per IPL-Laser entfernen. 

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Wie funktioniert die IPL-Laser-Enthaarung?

IPL steht für „Intense Pulsed Light“, also intensiv gepulstes Licht. Das bedeutet, dass das Haar großflächig einem breiten Spektrum von Strahlen unterschiedlicher Wellenlänge ausgesetzt wird. Die Lichtimpulse werden vom braunen Farbstoff des Haares, dem Melanin, absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die gezielte Wärmeentwicklung führt zur gezielten Inaktivierung einzelner Haarwurzeln. Die umliegende Haut soll dadurch nicht geschädigt werden.

Dr. Zenker: „Die Haare verschwinden nicht alle sofort komplett, die dauerhafte Haarentfernung ist ein Prozess.“ Der Grund: Nur Haare, die sich gerade im Wachsstumsstadium befinden, können auf die Behandlung ansprechen. Und das können nur 20 Prozent der Haare zut gleichen Zeit sein. Für ein optimales Ergebnis sind sind daher etwa zehn Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen nötig.

Was sind die Vorteile gegenüber Rasieren und Waxen?

Frauen und Männer kennen das Problem: Schon kurz nach der Rasur fühlt sich das behandelte Areal wieder rau und stoppelig an. Wer einigermaßen glatt sein will, muss also fast täglich zur Klinge greifen. Lästig! Aber auch Waxing – also die Haarentfernung mit warmem Wachs oder Zuckerpaste, bei der die Haarwurzeln aus der Haut gerupft werden – ist nicht jedermanns/-fraus Sache. Das Waxing ist schmerzhaft und muss für ein dauerhaft glattes Ergebnis im Abstand von drei bis maximal vier Wochen wiederholt werden. In dieser Zeit sind die Härchen wieder nachgewachsen.

Vor allem hebt die Dermatologin den Faktor Hygiene hervor: So seien bei den konventionellen Enthaarungsmaßnahmen Hautreizungen geradezu vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall könne es zu Entzündungen im Genitalbereich und Abszessen im Enthaarungsareal kommen, also eitrigen Entzündungen der Haut, meist hervorgerufen durch eingewachsene Härchen oder durch das Arbeiten mit stumpfen, unsauberen Rasierklingen. Eine IPL-Behandlung beinhalte diese Risiken nicht.

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Frau mit Klingen

Für all jene, die keine Lust auf tägliches Rasieren haben, birgt die Lasermethode durchaus Vorteile
Foto: Getty Images

Neben dem praktischen Aspekt hebt die Dermatologin auch den Faktor Hygiene hervor: So seien bei den konventionellen Enthaarungsmaßnahmen Hautreizungen geradezu vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall könne es sogar zu Abszessen kommen, also eitrigen Entzündungen der Haut, meist hervorgerufen durch eingewachsene Härchen oder durch das Arbeiten mit stumpfen, unsauberen Rasierklingen. Eine IPL-Behandlung berge diese Risiken nicht.

Welche Risiken gibt es beim IPL?

Wird die Behandlung nicht fachgerecht durchgeführt, sind Verbrennungen möglich, erklärt Frau Dr. med. Zenker. Diese können etwa als streifenförmige, helle Narben auf der Haut lange Zeit zu sehen bleiben, manchmal verschwinden sie nie. Umso dringender empfiehlt sie, sich in geschulte Hände zu begeben, etwa die eines Dermatologen. Das Problem: „Der kommerzielle Einsatz von IPL-Geräten ist nicht reguliert. Sie werden nicht nur an Ärzte oder Fachkundige verkauft.“ Daher bitte nicht nur auf den Preis achten!

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Grundsätzlich könne man das finale Ergebnis einer IPL Behandlung nicht mit Sicherheit vorhersagen. In der Regel sei dieses Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung jedoch sehr effektiv und beinahe schmerzlos. Greife es nach den ersten Behandlungen nicht überzeugend, sollten Patienten sich nicht scheuen, ihren behandelnden Arzt oder das Fachpersonal in der Praxis darauf hinzuweisen. Laut Expertin Zenker helfe in manchen Fällen eine Therapieumstellung.

Wem ist von einer IPL-Laser-Behandlung abzuraten?

Bei Rothaarigen und Blonden, also bei Menschen mit sehr hellen Haaren und wenig Melanin, kann es sein, dass IPL nicht optimal funktionniert. Je größer der Kontrast, desto besser sei in der Regel das Ergebnis.

Patienten unter 18 oder solche, die sich mit einer „Wunschfrisur“ an sie wenden, schickt Frau Dr. med. Zenker wieder nach Hause. Wer zu jung ist, könne ihrer Meinung noch nicht absehen, ob sie oder er in ein paar Jahren nicht vielleicht doch wieder etwas mehr Haar tragen möchte. Genau dafür wäre es nach der dauerhaften Haarentfernung zu spät.

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Wie lange hält das Ergebnis?

Das Ergebnis ist dauerhaft – eigentlich. Das bedeutet aber nicht, dass die behandelten Areale für immer und ewig komplett haarfrei bleiben müssen. Es sei völlig normal, dass mit der Zeit neue Haare nachwachsen, so Zenker. Diese könne man aber mit wenigen unregelmäßigen Behandlungen im Jahr wieder entfernen lassen. Krankhaft übermäßige Behaarung könne durch hormonelle Störungen oder Medikamente ausgelöst werden und sei laut der Fachfrau ärztlich zu behandeln.

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Wieviel kostet die IPL-Behandlung?

Je nach Umfang, beziehungsweise Größe des zu behandelnden Areals – etwa, ob nur die seitliche Bikinizone oder der komplette Intimbereich enthaart werden soll – sind die Preise unterschiedlich. Ausschlaggebend ist der Grad der Behaarung. Dementsprechend sind unter Umständen mehrere Sitzungen nötig. Jede einzelne Sitzung dauerhafte Haarentfernung Bikinizone liegt bei etwa 100 Euro. Die Krankenkassen übernehmen derartige Kosten nur bei medizinischer Indikation.