Experten warnen

Das sollten Sie mit Henna-Tattoos besser nicht machen

Klassische indische Henna-Bemalung auf Händen und Armen
Natürlicher Körperschmuck: Henna-Tattoos sind gerade im Sommer extrem beliebt
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Henna-Tattoos sind beliebte Reise-Souvenirs und zaubern auch hierzulande orientalischen Flair auf Hände und Füße. Aber sind die Hingucker-Malereien wirklich so harmlos-schön, wie sie aussehen? STYLEBOOK sprach mit der Henna-Malerin Fenal Shah und erfuhr, was Sie unbedingt beachten müssen.

Pflanzliches Henna-Pulver ist die Basis für die Tattoo-Paste
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Was muss bei der Wahl der Materialien beachtet werden?

Für die Henna-Paste werden die Blätter des Hennastrauches pulverisiert und zusammen mit warmem Wasser zur typischen rotbraunen Paste angerührt.  Auch wenn man das Pulver privat bestellen und nutzen kann – für ein schönes Ergebnis sollte man unbedingt einen erfahrenen Henna-Künstler konsultieren.

Was muss ich nach dem Auftragen beachten? 

Henna-Malerin Fenal Shah empfiehlt, das Tattoo bis zu 24 Stunden ruhen zu lassen und in der Zeit jeden Kontakt mit Wasser zu vermeiden: „Um ein gleichmäßiges und dunkles Ergebnis zu erzielen, sollte man das Tattoo wirklich trocken halten. Je länger die Paste einwirkt, desto klarer und dunkler wird das Tattoo.“ Dafür verrät sie einen Trick aus dem Arzneischrank: „Die Paste an sich trocknet bereits innerhalb von 30 Minuten, aber man kann die aufgetragene Malerei versiegeln, indem man sie mit einer Mischung aus Zucker und Zitronensaft bestreicht. Das verhindert, dass sie eintrocknet und abfällt und intensiviert gleichzeitig das Ergebnis. Wenn man die Tattoo-Stelle dann mit Mullbinden umwickelt, überdauert die Malerei auch die Nacht.“

Welche Stellen eignen sich am besten für ein Henna-Tattoo?

Hände und Füße sind hervorragend geeignet für Henna-Tattoos, erklärt die Expertin. Shah: „Hier handelt es sich um gut durchblutete und warme Körperstellen und Henna reagiert auf Körperwärme. Je wärmer die Haut, desto intensiver das Ergebnis.“ An diesen Stellen ist die Malerei besonders zu festlichen Anlässen wie Hochzeiten im Orient sehr beliebt und wird gut sichtbar als Körperschmuck getragen. Egal, welche Stelle man wählt – laut Expertin ist es wichtig, dass sich die Henna-Paste von alleine löst und nicht etwa abgerubbelt wird. Nur so lasse sich ein gleichmäßiges Ergebnis garantieren.

Für ein schönes Ergebnis sollte man das Tattoo von einem Fachmann anfertigen lassen
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Darf man mit dem Henna-Tattoo in die Sonne?

„Sonneneinstrahlung stellt kein Problem dar“, weiß die Expertin, ganz im Gegenteil: „Sie wärmt den Körper, und das wiederum intensiviert den Färbungseffekt.“ Wichtig sei es, die mit Henna bemalten Körperstellen beim Sonnenschutz nicht auszusparen.

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Wie lange hält die Malerei?

In der Regel hält das Henna-Tattoo ein bis zwei Wochen. Je besser man die Haut pflege, desto länger halte die Körperkunst: „Kokosöl oder Vaseline sind sehr gute und verträgliche Pflegemittel und lassen das Tattoo zudem durch leichten Glanz schön zur Geltung kommen“, so Fenal Shah.

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