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Balayage trifft Foliensträhnen

Foilyage – was steckt hinter dem Haarfärbe-Trend?

Frau mit Foilyage
Erst Ombré, dann Balayage und jetzt Foilyage: Die Färbetechnik soll für ein noch natürlicheres Ergebnis sorgenFoto: Getty Images

Sonnengeküsstes Haar wie frisch aus dem Urlaub – das soll die Färbetechnik Foilyage möglich machen. Aber wie geht's richtig, wie schädlich ist das Ganze für die Mähne und wem steht der Look? STYLEBOOK hat mit einem Experten über den Haarfärbe-Trend gesprochen.

Foilyage – so funktioniert’s

Balayage war gestern und wird jetzt von einer noch natürlicher wirkenden Version abgelöst: Foilyage. Dabei handelt es sich um das Folien-Pendant zum beliebten Farbverlauf-Look, bei dem die Längen und Spitzen aufgehellt werden. „Ähnlich wie beim Balayage wird auch bei der Weiterentwicklung, dem Foilyage, mit der Freihandtechnik, den sogenannten Paintings, gearbeitet, um im Haar strahlende Akzente zu setzen“, erklärt der Berliner Friseur Enrico Farkas. Anders als beim Balayage kommen dabei aber auch Folien zum Einsatz. Dadurch ist eine intensivere Aufhellung möglich, so können in nur einer Sitzung ganz verschiedene Blond-Nuancen ins Haar gefärbt werden.

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Zusätzlich setzt der Profi nach der Folienbehandlung noch Freihand-Highlights ins Haar. „Das sorgt für den natürlichen Beach-Look, mit noch weicheren Übergängen als bei der Balayage-Technik“ , so Farkas. Das Ergebnis: ein natürliches Farbspiel ohne sichtbare Farbkanten.

Der Nachteil von Foilyage

Der Haken an der Sache: Das Farbergebnis wirkt am Ende zwar soft, der Prozess strapaziert die Haare aber ordentlich. Denn: Die Folien sorgen für mehr Hitze im Blondierungsprozess. Das beschelunigt das Ganze zwar, ist gleichzeitig aber auch schädlicher für die Mähne, wie der Haar-Experte zu bedenken gibt: „Durch die Verwendung von Folien greift die Blondierung die Haare stärker an als bei der herkömmlichen Balayage-Technik.“ Dennoch ist Foilyage immer noch schonender für die Mähne als eine Komplett-Blondierung.

Wer kann den Look tragen?

Die Frisur mit dem natürlichen Farbverlauf steht wirklich jedem und kann ganz individuell angepasst werden, wie Experte Farkas weiß. Von blonden Highlights bis hin zu karamellbraunen Spitzen ist alles möglich, „auch dunkle Haare können so aufgehellt werden.“

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Wie lange hält Foilyage und was kostet es?

Die weichen Übergänge machen permanentes Nachfärben überflüssig. „Pauschal hält das Ergebnis bis zu sechs Monate und kann mit einer Ansatzbehandlung leicht aufgefrischt werden“, erklärt Enrico Farkas. Für die Prozedur sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden. Kostenpunkt: je nach Friseur und Haarlänge ab ca. 100 Euro.

Wie werden die Foilyage-Haare gepflegt?

Nach dem Friseurbesuch ist es wichtig, die angegriffenen Haarlängen mit einer reichhaltigen Maske zu pflegen. Damit kein lästiger Gelbstich entsteht, empfiehlt der Friseur zudem Silbershampoo – für einen natürlichen Beach-Look auch im Winter!

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