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Beauty-Trend „Dermaplaning“

Sollten sich Frauen regelmäßig ihr Gesicht rasieren?

Frau, die sich Gesicht rasiert
Verbessert die Gesichtsrasur das Hautbild bei Frauen? STYLEBOOK hakte beim Dermatologen nach.Foto: Getty Images

Viele Frauen greifen regelmäßig zur Klinge, um neben Achseln, Beinen und Intimbereich auch ihr Gesicht zu rasieren. Das Ziel des Beauty-Trends „Dermaplaning“, der ursprünglich aus Japan zu uns schwappte: seidig zarte Haut und ein strahlender Teint. Was ein Dermatologe davon hält? STYLEBOOK fragte nach.

Das Dermaplaning ähnelt der bei Männern beliebten Behandlung beim Barbier: Nachdem zur Entspannung warme Handtücher auf das Gesicht gelegt werden, kommt der obligatorische Schaumpinsel zum Einsatz. Damit wird eine dünnflüssigere Pflegelotion gleichmäßig auf einzelne Partien verteilt, die dann Schritt für Schritt mit der Klinge bearbeitet – sprich: rasiert – werden. Abschließend wird eine Pflegelotion leicht ins Gesicht und auf den Halsbereich einmassiert.

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DYI-Anleitungen zu Dermaplaning im Netz

Frauen und Mädchen weltweit legen längst selbst Hand und Rasierer an, Anleitungen gibt es in Form von Video-Tutorials auf YouTube. Besonders Geschickte wagen sich an ein richtiges Rasiermesser, üblich ist aber auch der Griff zum einfachen Lady-Shave, also zum Damenrasierer.

https://www.youtube.com/watch?v=WsyM2D63d1U

Was bringt es, sich das Gesicht zu rasieren?

Das Dermaplaning verspricht einen feinporigeren Teint durch das Abtragen abgestorbener Hautzellen, die das Hautbild stören. Nach der Prozedur soll sich das Make-up ebenmäßiger auftragen lassen. Für das bestmögliche Ergebnis wird empfohlen, die Rasur eimal alle vier bis sechs Wochen durchzuführen.

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»Dermaplaning ist gleich Peeling

STYLEBOOK fragte bei Dr. med Timm Golüke, Facharzt für Dermatologie aus München, nach, für wie wie sinnvoll er als Experte „Dermaplaning“ hält „Was hier als Gesichtsrasur oder Dermaplaning bezeichnet wird, ist letztlich eine Form von Peeling“, so der Dermatologe. Das heißt: Die oberste Hornschicht wird abgetragen und regeneriert sich nach etwa vier Wochen, wird dann durch neue, frische Haut ersetzt. Ein weiterer Vorteil: Dank der Vorbehandlung der Poren könnten die Wirkstoffe im Anschluss verwendeter Pflegeprodukte besser einwirken. Nicht nur vor dem Auftragen von Make-up mache die Rasur laut Golüke demnach Sinn, sondern vor allem vor dem Eincremen.

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Dermaplaning nicht für jede geeignet

Empfindliche oder erkrankte Haut (z.B. bei Rosacea, Neurodermitis oder Akne) sollte man allerdings nicht mit einem Rasierer bearbeiten. Ebenso ungeeignet sei die Methode, wenn Frauen aus hormonellen Gründen einen starken Haarwuchs oder eine festere Haarstruktur hätten. Diesen Frauen empfiehlt Dr. Golüke den Griff zum Peelinghandschuh.

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Grundsätzlich sei es wichtig, gut mit dem Rasierer umgehen zu können und auf Hygiene zu achten. Sollte es doch zu Schnittverletzungen kommen, könnten sich diese durch unsauberes Arbeiten entzünden. Die Haut im Gesicht von Frauen ist in der Regel zarter als Männerhaut, was unerwünschte Reizungen wahrscheinlicher macht.

Fazit

Kann frau machen, muss sie aber nicht. Ein Peeling tut es auch, und dabei ist die Verletzungsgefahr definitiv geringer.

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