Mit Baby zum Piercer

Sarah Nowak bringt Fans gegen sich auf

Gerade mal vier Monate ist das Baby von Ex-Bachelor-Kandidatin und Playboy-Model Sarah Nowak, die jetzt Harrison heißt, alt und schon wurde es zum Piercer geschleppt. Der Grund: Mami ließ sich ihr Bauchnabel-Piercing nachstechen, und die kleine Mia bekam die ersten Ohrlöcher – ein Thema, das für ordentlich Diskussion auf Instagram sorgte. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, seinem Kind Ohrlöcher zu verpassen? STYLEBOOK fragte beim Experten nach.

Neben vielen unterstützenden Stimmen unter ihren über einer Million Instagram-Followern gibt es auch viele Hass-Kommentare: „Das grenzt an Körperverletzung! Wie kann man einem so kleinen Mädchen Löcher in die Ohren schießen lassen und das auch noch toll finden? Sowas gehört verboten!“, heißt es da. Ein anderer User haut in die gleiche Kerbe: „Man sticht keinem Kleinkind Ohrringe. Verkehrter Ansatz. Andersrum ist es richtig: Wenn sie später welche möchte, kann sie sich welche stechen lassen. Auch zugewachsene Ohrlöcher sehen nicht schön aus.“

Sind Ohrringe gefährlich für Babys?

Dr. med. Roman Roitman, Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Frankfurt am Main hält Ohrringe für Kinder für gar nicht riskant, wie er im STYLEBOOK-Interview verrät. „Solange auf Hygiene geachtet wird, kann bei Kleinen genauso wenig passieren wie bei Erwachsenen.“ Höchstens Bluter müssten laut dem Experten mit Komplikationen rechnen, wenn sie sich piercen lassen. Ob diese Veranlagung auf ein Kind zutrifft, weiß man aber schon bei der Geburt. In seiner Praxis bietet er den Service selbst an, ab etwa sechs Monaten. Von deutschen Familien wird er dabei am seltensten in Anspruch genommen. Seine Erklärung: „Das hat ethnische Gründe. In südlichen Ländern bekommen Kleinkinder sehr früh Ohrringe gestochen.“ Dennoch sollten Eltern, wenn sie sich für Ohrlöcher für ihr Kind entscheiden, einige wichtige Regeln beachten – oder das Kind in entsprechendem Alter einfach selbst entscheiden lassen, ob es mal Ohrringe tragen will oder nicht.

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Die wichtigsten Tipps für Eltern zum Thema Ohrlöcher für Kinder:

Den richtigen Arzt, Piercer oder Juwelier finden

Am besten lässt man sich einen Arzt oder Juwelier von einer Freundin empfehlen und überprüft vor Ort, ob man mit den Hygienebedingungen, der Freundlichkeit und dem Service der Mitarbeiter zufrieden ist. Bei einem unwohlen Gefühl, strahlt das auf das Kind ab und es verkrampft.

Ideale Bedingungen schaffen

Das Kind sollte unbedingt gesund sein, wenn die Ohrlöcher gestochen werden und in etwas Bequemes mit weitem Halsausschnitt gekleidet sein. So lässt sich vermeiden, dass es beim Ausziehen später an den gereizten Ohren hängenbleibt.

Für Entertainment sorgen

Oft entscheiden Eltern sich dafür, das linke und rechte Ohrläppchen gleichzeitig stechen zu lassen, damit das Kind nach dem ersten Loch nicht nervös und zappelig wird. Leider ist ein symmetrisches Ergebnis beim synchronen Stechen schwerer zu gewährleisten. Besser: mit Spielzeug oder Knabbereien für Ablenkung sorgen. Ist das Kleine zu unruhig, sollten die Prozedur jedoch abgebrochen werden.

Nachsorgen

Alle paar Tage sollten die Ohrringe im Ohr des Babys nachgedreht werden, damit die Haut nicht am Stecher festwächst – natürlich immer mit gewaschenen Händen. Auch Mützen/Kopfkissen oder Ähnliches sollten stets sauber sein.

Geduld bewahren

Die vom Mediziner oder Juwelier empfohlene Einheilphase sollte unbedingt eingehalten werden. Wechselt man den Stecker zu früh, ist die Wunde noch nicht richtig zugewachsen und das Infektionsrisiko hoch.

Sicherheit vor Style

Auch wenn Sie finden, dass dem Kleinen große Ohrringe stehen würden: In den ersten Lebensjahren sollte man sich lieber auf anliegende Ohrenstecker beschränken, an denen nicht gezogen werden oder etwas daran hängen bleiben kann.

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