Schauspielerin Rebel Wilson kritisiert „Victoria’s Secret“

„Models sind nicht die besten Vorbilder“

Beinahe täglich wird die Diskussion um Magermodels neu angeheizt, zuletzt durch Schauspielerin Rebel Wilson (29). Seit den MTV Movie Awards am Sonntag spricht die Welt über ihren Auftritt als Victoria’s-Secret-Engel der extra-drallen Art. Und der sollte, wie sie nun selbst verriet, mehr als nur provozieren.


Schauspielerin als Victoria‘s-Secret-Engel der besonderen Art. Mit ihrem XXL-Outfit wollte sie eine Botschaft vermitteln. Foto: Getty Imags

Auf Wilsons Po prangte der Schriftzug „Think“, eine Anspielung auf die „Pink“-Kampagne von „Victoria’s Secret“. Doch Wilson will auch zum Nachdenken anregen. „Wir haben alle unterschiedliche Formen, Größen und Nationalitäten“, erklärte sie später. Foto: Getty Images

Eine ähnliche Botschaft greift die „I‘m no Angel“-Kampagne des Übergrößen Labels Lane Bryant auf. In Lingerie der Submarke Cacique posieren dralle Models, mit der versteckten Botschaft: Kurven füllen Dessous besser aus. Foto: Twitter / LaneBryant

Schauspielerin als Victoria‘s-Secret-Engel der besonderen Art. Mit ihrem XXL-Outfit wollte sie eine Botschaft vermitteln. Foto: Getty Imags

Der Feldzug gegen das Dünn-Diktat in der Branche nimmt Formen an, sehr weibliche Formen. Vergangene Woche erst waren es die drallen Kurven-Models des Plus-Size-Labels Lane Bryant, dessen Kampagne „I’m No Angel“ als Kampfansage an die superschlanken „Victoria’s Secret“-Engel zu verstehen ist. Nun schießt eine weitere Power-Frau gegen die Engel.

Rebel Wilsons Auftritt als XXL-Engel
Am Sonntag erschien die australische Schauspielerin Rebel Wilson in einer Persiflage eines „Victoria’s Secret“-Bühnenoutfits bei den MTV Movie Awards in Los Angeles: knallenge Leder-Leggings, ein mit Perlen verzierter BH und die obligatorischen Engelsflügel – alles in Größe-XXL. Als Wilson, die angeblich 132 Kilo wiegen soll, „versehentlich“ ihre Moderationskarten fallen ließ und sich danach bückte, bekam das Publikum ihr üppiges Hinterteil zu sehen. Darauf prangte die Aufschrift „Think“ – auf deutsch: „denkt“.

Dahinter steckte mehr als Provokation
„Wir haben alle unterschiedliche Formen, Größen und Nationalitäten“, erklärte Wilson im Anschluss an ihren Auftritt. Das Problem: „Junge Mädchen gucken sich die Victoria’s Secret-Models an und glauben, dass sie sich diese zum Vorbild nehmen müssen. Aber auch wenn sie Models heißen, sind sie unbedingt die besten Vorbilder.“

Wilson selbst schmeckt das Dünn-Dikat in Hollywood überhaupt nicht. Deshalb soll sie übrigens schon vor einer Weile mit Kollegin Melissa McCarthy (44) einen Pakt eingegangen sein: Die Kurven-Ladys wollten einander unterstützen, sich dem gängigen Schönheitsideal nicht zu beugen und Diäten den Anderen überlassen

Kilos hin oder her – auch das sei doch eigentlich Nebensache. „In Wahrheit geht es doch darum, was hier oben ist“, erklärte Wilson den Reportern im MTV-Presseraum und deutete auf ihren Kopf.