Wichtige Job-Frage

Wann muss ich dem Arbeitgeber meine Schwangerschaft mitteilen?

Schwangere Frau im Büro
Im Arbeitsrecht gibt es keinen vorgeschriebenen Zeitpunkt, zu dem eine Arbeitnehmerin ihrem Arbeitgeber von einer Schwangerschaft berichten muss
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Jede Frau handhabt es unterschiedlich, wenn es darum geht, von einer Schwangerschaft zu erzählen. Doch wann muss sie es dem Arbeitgeber mitteilen?

Zu der Frage, wann Arbeitnehmerinnen ihrem Arbeitgeber mitteilen müssen, dass sie schwanger sind, gibt es keine eindeutige Regel. In Paragraf 15 des Mutterschutzgesetzes heißt es zwar, dass eine schwangere Frau ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen soll, sobald sie weiß, dass sie schwanger.

Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht, erklärt aber, dass das lediglich eine „Soll-Regel“ sei. Eine Pflicht lasse sich daraus nicht ableiten. „In der Regel gibt es aber keinen Grund, es nicht mitzuteilen“, so Meyer. Denn sobald eine Frau schwanger ist, besteht nach Paragraf 17 des Mutterschutzgesetzes ein Kündigungsverbot und eine Kündigung seitens des Arbeitgebers ist unzulässig.

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Schwangerschaft: Wann eine Mitteilungspflicht besteht

„Das kann etwa für Wissenschaftlerinnen gelten, die ein bestimmtes Projekt verantworten – für das die zeitintensive Einarbeitung einer Ersatzkraft alsbald erfolgen muss.“

Ebenso müssen Frauen ihrem Arbeitgeber dann „sehr schnell“ von einer Schwangerschaft berichten, wenn sie in Branchen tätig sind, in denen es für Schwangere ein Beschäftigungsverbot gibt. „Wer also etwa regulär in einer Virenschutzstation beschäftigt ist, muss dort während der Schwangerschaft pausieren.“

Ist eine Bewerberin beim Vorstellungsgespräch schwanger, muss sie das dem Arbeitgeber nicht offenlegen. Auch eine Nachfrage des Arbeitgebers darf sie verneinen.