Was steckte hinter der Idee?

„Die Höhle der Löwen“: Reißverschluss-Idee geht leer aus

Kimberly Lang bei „Die Höhle der Löwen“
Kimberly Lang (ganz l.) und Guillermo Neugebauer (2.v.r.) präsentierten mit „Trinity“ ein innovatives Reißverschluss-System für individualisierte Kleidung. Die Jury konnten sie allerdings nicht überzeugen.
Foto: MG RTL D

Die 27-jährige Österreicherin Kimberly Lang war genervt von rutschenden Klamotten und unpraktischen Jumpsuits. Also entwickelte sie kurzerhand eine Kollektion, die zugleich praktisch und stylisch sein sollte. „Trinity“ nennt sie ihre „Reißverschluss-Idee“, die die junge Designerin am Dienstag in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vorstellte. STYLEBOOK wollte von der Gründerin wissen, was genau dahinter steckt.

Der Clou: Die einzelnen Teile der Kollektion – Blusen, Röcke, Hosen und Blazer – werden von einem innen eingenähten und damit unsichtbaren Reißverschluss zusammengehalten. Ein simpler Trick, der schlicht dafür sorgen soll, dass nichts mehr rutscht.

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Eigentlich eine ziemlich simple Idee, doch irgendwie ist vor Kimberly Lang noch keine Designerin auf das „Zipper-Konzept“ gekommen. „Ich bin immer viel auf Reisen. Dabei ist mir aufgefallen, dass in Sachen Fashion viel zu wenig über Komfort nachgedacht wird. Ich bin totaler Fan von Bodys und Jumpsuits, aber die sind viel zu unpraktisch, wenn man unterwegs ist“, erzählt die junge Unternehmerin im Gespräch mit STYLEBOOK. „Also habe ich mich im April 2017 hingesetzt und angefangen zu zeichnen. Dabei ist quasi im Flugzeug die Idee mit den Reißverschlüssen entstanden.“ Als sie damit zum Patentamt ging, stellte sich schnell heraus, dass sie tatsächlich die Erste war, innerhalb von gut einem Jahr war die erste Basic-Kollektion fertig. Und die Einladung zum Pitch für „Die Höhle der Löwen“ flatterte ins Haus! Lang: „Ich bin froh, wie gut alles bis jetzt gelaufen ist.“

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20 Teile, 18.000 Styles

20 Designs sind seit dem 10. September über den Trinity-Online-Shop erhältlich, die Preise liegen zwischen 100 bis 200 Euro. Nicht gerade günstig, aber dafür ist jedes einzelne Teil mit jedem kombinierbar, das macht insgesamt 18.000 Looks. „Your Style – Your Story“, heißt passend dazu der Claim des Labels.

Einen Wermutstropfen hat die neue Mode-Linie allerdings: Sie ist lediglich in den Größen von 32 bis 40 erhältlich. Für viele Frauen, denen das Konzept gefällt, gibt es nichts Passendes bei „Trinity“. „Ich musste mich für meine erste Kollektion, was das Budget betrifft, leider einschränken“, erklärt Lang ihr eingeschränktes Angebot. Aber sie verspricht: „Schon bald sollen die Outfits bis Größe 44 erweitert werden.“ Auch wenn es mit dem Deal in der Show nicht geklappt hat: Die Juroren waren wenig angetan von dem Fashion-Konzept der Österreicherin.