Von Puffärmel bis Leder

7 Kleider-Trends, die uns in den Herbst begleiten

Frauen in Kleidern
In diesem Herbst sind Kleider omnipräsent: Von Puffärmeln bis hin zu Leder-Modellen – STYLEBOOK checkt die Kleider-Trends!
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Wer glaubt, mit Einzug der kalten, grauen Jahreszeit gehen nur noch langweilige Jeans-und-Pulli-Kombis, der irrt! STYLEBOOK zeigt, welche Kleider wir jetzt mit in den Herbst nehmen und wie sie richtig gestylt werden.

Kleider mit Puffärmeln

Kann ein Kleidungsstück ohne Puffärmel im Jahr 2020 überhaupt ein Trendteil sein? Fraglich. Mittlerweile ist die voluminöse Ärmelpartie längst zum Muss bei Blusen, Shirts und Pullovern geworden. Auch an Kleidern sieht man sie häufig in Verbindung mit Midilänge, Karomuster, Karree-Ausschnitt und Smoked-Optik. Es gibt sie aber auch an Mini-Dresses und in unifarbenen Styles. Was die schicken Kleider abgesehen von der XXL-Schulter- und Oberarmpartie sonst noch gemeinsam haben? Das Material! Es wird grundsätzlich auf festere Stoffe wie Leinen, reine Baumwolle oder Taft gesetzt, damit der Volumen-Effekt noch krasser wird. Ebenfalls angesagt und auch ziemlich herbsttauglich: Puffärmel-Kleider aus Denim!

Frau in Puffärmel-Kleid

Puffärmel und Denim – ein perfektes Fashion-Match!
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Dabei ist das Styling der Puffärmel-Kleider ziemlich unkompliziert, schließlich sind die It-Pieces dank der Statement-Ärmel schon Hingucker genug. Es muss nur entschieden werden, ob der Look elegant und schick sein soll, oder lieber lässig-cool – mit den Kleider geht nämlich beides. Wer es lieber schick mag, kombiniert feine Stiefeletten und eine Pouch zum Kleid, für den lässigen Touch sorgen Sneaker oder Boots sowie eine stylische Crossbody-Bag.

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Nur über das Kleid sollte nichts getragen werden, sonst geht nicht nur der Statement-Ärmel-Effekt verloren, es kann auch ganz schnell unschöne Abdrücke unterm Blazer geben, wenn das ganze Ärmelvolumen weggedrückt wird. Um die Teile wintertauglich zu stylen, ist es deshalb besser, etwas unter das Dress zu ziehen. Heißt: ein dünnes Langarm-Rollkragenshirt und eine Strumpfhose dazu, und schon kommen Sie mit dem Trend-Kleid stylisch durch die kalten Tage.

Satinkleider

Satinröcke eroberten 2019 unsere Kleiderschränke, in diesem Herbst gehen wir noch eine Stufe weiter und tragen ganze Kleider aus dem glänzenden Material. Besonders angesagt sind dabei midilange Modelle mit langen Ärmeln und figurschmeichelnder Raffung im Dekolleté-Bereich:

Frau in Satinkleid

Mit Turnschuhen wirkt selbst ein midilanges, knallgrünes Satinkleid irgendwie lässig
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Die können dann auch wirklich zu allem getragen werden, egal ob im Stilbruch zu sportlichen Sneakern oder rockigen Boots, oder im schicken Allover-Style mit Stiefeln und Clutch. Wichtig für den perfekten Satinkleid-Look ist nur, dass das Dress niemals zu klein gekauft wird – es sollte zwar schon figurumspielend sitzen, aber nicht wie eine zweite Haut, ansonsten wirkt es schnell unvorteilhaft, weil sich jede Naht und Unebenheit unter dem glänzenden Stoff schonungslos abzeichnet.

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Strickkleider

Es gibt wohl kaum ein praktischeres Teil im Kleiderschrank als das Strickkleid. Grund: Es ist nicht nur extrem einfach zu stylen, sondern obendrein auch noch wunderbar gemütlich. In diesem Herbst stehen vor allem Strickkleider mit Rollkragen und in Midi-Länge hoch im Kurs, aber auch das altbekannte Zopfmuster ist längst wieder cool und vermehrt auf extrem weiten und kürzeren Strickkleidern zu sehen. Damit der Look nicht spießig wirkt, gilt: Das klassische Zopfmuster sieht besonders elegant in Kombination zu halbhohen Stiefeln mit weitem Schaft aus, aber auch Sneaker machen garantiert eine gute Figur und nehmen dem leicht bieder wirkenden Muster ein bisschen die Strenge. Auch cool ist die Kombi von kurzem Zopfstrick-Kleid zu Satin-Rock und Chunky Boots.

Frau in Strickkleid

Kurze, weite Strickkleider gehen einfach immer – auch in diesem Herbst
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Wer mag, der kann den sackförmigen Oversize-Modellen auch mit einem Taillengürtel etwas Form geben. Besonders stylisch wirken die XXL-Kleider, wenn sie im Layering-Look mit Jeans darunter getragen werden. Chunky Boots, Sneaker oder Cowboy-Stiefel dazu kombiniert, schon steht der extrem lässige Trend-Look.

Musterkleider in Midi-Länge

Lange Musterkleider sind perfekt für den Übergang vom Sommer in die kalte Saison, sehen sie doch aus wie Sommerkleider, verfügen aber oft über Steh- bzw. Hemdkragen oder lange Ärmel. Dabei überzeugen die Midi- bzw. Maxikleider vor allem mit jeder Menge Farbe und Muster: Ob Blümchen, Animalprint oder Karo – die leichten Kleider sorgen dank kräftiger Töne für Abwechslung im tristen Herbstgrau.

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Frau in Blümchenkleid

Blümchenkleider begleiten uns auch noch durch den Herbst
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Auch in puncto Styling überzeugen die schicken Herbstkleider, denn sie sind extrem einfach zu kombinieren – viel mehr als das Hingucker-Kleid an sich braucht es gar nicht für ein stylisches Outfit. Besonders cool sehen die leichten Baumwoll-Kleidchen zu kniehohen Stiefeln mit weitem Schaft aus, quasi der Country-Girl-Style in schick. Aber auch mit dem Griff zu Sneaker oder zum Ankle-Boot kann Frau nichts falsch machen. Dabei muss nicht zwingend ein neues Blümchenteil geshoppt werden, auch die Lieblinge aus dem Sommer können mit Bluse drunter oder Pullunder drüber ganz easy herbsttauglich gepimpt werden:

Frau in Kleid und Pullunder

Mit Pullunder drüber kann das Lieblings-Sommerkleid auch problemlos im Herbst getragen werden
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Kleider im „Minimal Chic“

Der Mix aus Volumen, Rüsche und Muster ist Ihnen too much? Dann sollten sie jetzt zu einem Dress im Minimal-Chic-Style greifen. Und keine Sorge: Die minimalistischen Kleider punkten nicht etwa mit wenig Stoff, sondern vielmehr mit ihrem reduziertem Design. Gemeint sind damit einfarbige Modelle in gedeckten Farben wie Schwarz, Beige oder Weiß, die ohne viel Chi-Chi auskommen und mit einfachen, aber zeitlosen Schnitten überzeugen. Dabei kann es sich um alles vom Slip Dress bis zum Hemdblusenkleid handeln – Hauptsache, es ist schlicht.

Frauen in Kleidern

Kleider im „minimal Chic“ setzen auf zurückhaltende Eleganz
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Damit das Outfit letztlich aber nicht zu schlicht wird, dürfen die Stylingpartner ruhig richtig knallen. Wie wäre es mit Animalprint-Boots und einer Metallic-Tasche zum schwarzen Blusenkleid? Oder mit krassen Kontrasten wie etwa schwarzen Accessoires zum weißen Kleid? Edler und weniger auffällig wird es im Ton-in-Ton-Look. Heißt: Zum beigen Dress werden auch nur Accessoires in ähnlichen Farbtönen kombiniert, wobei verschiedene Farbnuancen für das gewisse Etwas sorgen.

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Lederkleider

In diesem Herbst lieben wir Leder! Egal ob in Mützen, Mantel oder Kleiderform – um die (Fake-)Tierhaut kommen wir kaum herum. Mini- und Midi-Kleider mit Hemdkragen, Gürtel und langen Ärmeln stehen derzeit definitiv auf der Must-Have-Liste jeder Fashionista.

Frau in Lederkleid

Die angesagten Lederkleider könnten auch glatt als Mantel durchgehen
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Beim Styling gilt: Das Kleid ist schon Statement genug, bei den Kombinations-Partnern ist vornehme Zurückhaltung geboten. Eine dunkle (Pünktchen-)Strumpfhose und wahlweise Pumps für elegante Anlässe oder aber Chunky Boots und Rolli drunter für einen lässigen Touch reichen im Alltag vollkommen aus.

Doll Dresses

Tunikakleider in Mini-Länge können durch die weite Babydoll-Passform zwar manchmal an Nachthemden erinnern, zaubern aber – wenn sie denn richtig kombiniert werden – im Handumdrehen einen entspannten Spätsommer-Look. Die kurzen Kleidchen sind klassisch mit Raffungen und Volants verziert, haben halblange bis lange Ärmel und kommen entweder in klassischem Weiß und hellen Beigetönen daher. In Herbst und Winter darf das ganze aber auch gerne mal dunkler ausfallen. Das Kleid zeichnet sich außerdem durch seine Weite aus, zusätzlich sorgt eine (optional) geraffte Naht über der Brust für Volumen und versteckt so gekonnt vermeintliche Problemzonen am Bauch.

Frau in Kleid

Doll Dresses sind die perfekten Sommerkleider, können mit Strumpfhose und Skacket aber auch gerne im Herbst ausgeführt werden
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Der Nachteil: Gerade weil das Kleid so voluminös ist, kann es vor allem bei kleineren Frauen schnell auftragen. Um ein bisschen zu strecken und den Nachthemd-Look zu vermeiden, sind Schuhe mit Plateau oder Absatz sinnvoll. Wer keine hohen Absätze tragen möchte, der greift am besten zu Cowboy-Boots. Auffälliger Goldschmuck sorgt zusätzlich dafür, dass die Nachtgewand-Assoziation gar nicht erst aufkommt. Mit Blazer drüber und Strumpfhose wird das kurze Kleid herbsttauglich. Alternativ kann auch hier ein Pullunder drübergezogen werden.