Finger weg von diesen Schuhen!

Sie glauben nicht, wie schädlich Flip-Flops für Ihre Füße sind

Flips Flops
Flip Flops gehören für viele zum Sommer dazu – leider sind sie absolut schädlich für die Füße.
Foto: Getty Images

Flip-Flops sind beliebtes Schuhwerk für heiße Sommertage: bequem und günstig. Sogar im Büro werden die Zehensandalen aus Plastik mittlerweile getragen. Doch so praktisch sie auch sein mögen – gesund für die Füße sind Flip-Flops leider gar nicht.

Fakt 1: Infektionen werden begünstigt

Je nach Material können sich in Flip-Flops jede Menge Bakterien sammeln. Eine Untersuchung der „University of Miami“ hat ergeben, dass sich beim Tragen von Flip-Flops über 18.000 Bakterien auf die Füße sammeln können. Hat der Flip-Flop-Träger nun kleine oder sogar große Verletzungen am Fuß, können diese in die Wunden gelangen und dort im schlimmsten Fall zu fiesen Infektionen führen.

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Fakt 2: Das Verletzungsrisiko steigt

Tendenziell verletzt man sich in Flip-Flops schneller, da die die Schuhe praktisch keinen Halt bieten. „Genau wie auch beim Ballerina, hat der Fuß in Flip-Flops keinen Halt“, erklärt Dr. Mathias Schettle, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, vom Marianowicz Medizin Zentrum in München. „Die natürliche Fußform wird nicht gestützt, wodurch nicht nur das Verletzungsrisiko, etwa durch Umknicken auf unebenem Untergrund, steigt. Hat der Träger eine Fehlstellung wird diese nur noch mehr gefördert. Auf Dauer ist das nicht nur schädlich für den Fuß, sondern auch für die Beine, die Hüfte und sogar den unteren Rücken.“

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Fakt 3: Zehen können sich verformen

Orthopäden warnen seit Jahren vor Flip-Flops als tägliches Schuhwerk in den Sommermonaten. Dadurch, dass die Latsche bloß an dünnen Riemen über dem Vorderfuß hängt, muss der Fuß sie beim Laufen festhalten. Die Zehen krallen sich dabei zusammen. Das kann auf Dauer zu Fehlstellungen der Zehen führen. Dies stellte auch die Auburn University in Alabama fest. Für die Studie wurde der Gang von 39 Probanden analysiert. Sobald die Teilnehmer Flip-Flops trugen, versuchten sie krampfhaft die Plastiksandalen mit den Zehen festzuhalten. Hinzu kommt, dass sich die Füße beim Laufen nicht  normal abrollen können. Wegen der fehlenden Dämpfung können die Gelenke Schaden nehmen. So können zum Beispiel Knieschmerzen die Folge von zu häufigem Flip-Flop-Gebrauch sein.

Immer wieder heißt es in den Medien, Flip-Flops seien genauso schädlich wie High-Heels. Stimmt das? „So einfach ist das leider nicht. Es kommt auch auf die vorhandene Fußdeformität oder auf die Tragehäufigkeit an. Aus orthopädischer Sicht haben beide unterschiedlich Nachteile.“ Daher empfiehlt Dr. Schettle folgendes:

Schuhe regelmäßig wechseln

Wie bei so vielen Dingen im Leben, ist die Dosis entscheidend. Dr. Schettle empfiehlt, Schuhe regelmäßig zu wechseln – nicht nur die Höhe zu ändern, sondern auch das Modell. Im Idealfall gewöhnt sich der Fuß nicht an einen bestimmten Fuß und wird so täglich auf unterschiedliche Weise belastet. Das kann Fehlstellungen zumindest vorbeugen.

Fußmuskulatur stärken

Schmerzlinderung und -vorbeugung

Sollten sie bereits eine Diagnose bekommen oder Schmerzen beim Laufen haben, empfiehlt Dr. Schettle in jedem Fall eine individuell angepasste, orthopädische Einlage. „Die Fehlstellung korrigieren kann man nicht mehr, aber zumindest vermeiden, dass sie sich weiter ausprägt“, erklärt der Orthopäde. Kleinere Wehwehchen, wie brennende Ballen oder ein Rausrutschen der Ferse aus Schuhen, können mit gepolsterten Gummisohlen, handelsüblichen Einlagen oder Geld Pads gestillt werden.

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