Schon gewusst?

Dazu dienen die kleinen Nieten an der Jeans

Nieten an Jeans
An fast jeder Tasche einer Jeans gibt es links und rechts kleine Nieten - welchem Zweck dienen sie?
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High Waisted, Skinny oder Mom – Jeans gibt es in unzähligen Varianten. Sie alle haben etwas gemeinsam: Die kleinen Knöpfe an den Taschen. STYLEBOOK erklärt, was es damit auf sich hat.

Die Niete setzt sich durch

Dieses Detail geht auf den Ursprung des Denim zurück. Das Material an sich ist schon extrem strapazierfähig, der Schneider Jacob Davis wollte die Hosen aber für den Einsatz bei Arbeitern nochmal zusätzlich stärken, denn die brauchten für ihre Arbeitskleidung Extrahalt. 1872 ließ er sich noch vor dem Original-Jeans-Erfinder Levis Strauss die kleine Niete patentieren. Damit setzte er auf die richtige Idee: Bis heute ist das nützliche Knöpfchen nie von der Hose gewichen, wird mittlerweile aber überwiegend als Stilelement verstanden.

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Und wozu dient die Minitasche?

Neben den Nieten fällt eine weitere Eigenheit bei Jeans ins Auge: Oberhalb der rechten Seitentasche ist eine weitere Tasche im Miniformat aufgenäht. Wozu sie dient? Die Erklärung führt direkt in den Wilden Westen: Dort trug man im 19. Jahrhundert und beim Aufkommen der Denim-Hosen Taschenuhren. Dank des weitsichtigen Designs des Erfinders konnten Arbeiter und Cowboys ihre Zeitmesser in der Mini-Hosentasche aufbewahren. Dort saßen sie sicher, rutschten nicht heraus, konnten nicht zerkratzen und waren jederzeit griffbereit. Die Idee ist seit der Armbanduhr zwar weitestgehend überflüssig geworden, doch die Tasche blieb. Heute dient sie der Aufbewahrung von Münzen oder anderer Kleinigkeiten. Übrigens, wer damals besser betucht war, lagerte seine Taschenuhr etwas höher: in der klitzekleinen Tasche der Anzug-Weste – die heute maximal noch ein Einstecktuch beherbergt.