Damit Sie nicht verblassen

Wie trägt man Weiß bei käsiger Haut?

Die Lieblingsfarbe aller Sommerkinder tragen wir jetzt auch im Winter. Um jetzt allerdings mit blasser Haut in weißer Kleidung nicht wie eine Kalkwand im Schneegestöber auszusehen, gilt es, einige Stylingregeln zu beachten.


Im Sommer tragen wir Weiß, im Winter Schwarz – dieses ungeschriebene Modegesetz gilt schon lange nicht mehr. Auf den Laufstegen der Designer und der Straße wird das längst vorgemacht. Die Läden und Onlineshops sind voll mit weißen Winterteilen.

Klar, zu sonnengebräunter Haut ist strahlendes Weiß der Knaller. Jetzt wo unser Teint aber ganz käsig ist, haben viele Angst, weiße Kleidung zu tragen. Dabei müssen Sie nur ein paar Style-Regeln beachten, um darin nicht wie eine Kalkwand im Schneegestöber unsichtbar zu werden. Aufgepasst:

1. Den richtigen Ton treffen
Weiß ist nicht gleich Weiß – die Farbe ist variantenreicher als gedacht. Gebrochene Nuancen wie Eierschale, Elfenbein, Champagner, Wollweiß oder das berühmte Perlweiß (das in Wahrheit nämlich gelbstichig ist) wirken warm und schmeicheln einem blassen Winter-Teint. Aus Wolle, Wildleder und Seide haben weiße Stoffe von Natur aus bereits einen warmen Ton. Setzen Sie jetzt entsprechend auf diese Materialien. Heißt also auch fürs Büro im Winter: Eine elfenbeinfarbene Seidenbluse ist bei Winterhaut passender als das Modell aus kalkweißer Baumwolle

So variantenreich ist Weiß

So variantenreich ist Weiß Die warmen Weißtöne von Pulli und Rock (beides aus der Winterkollektion von Victoria Beckham) sind jetzt perfekt für den blassen Teint von Model Julia Nobis. Foto: getty images

Besonders angesagt diesen Winter: Wollweiße Mäntel wie ihn Pernille Teisbaek trägt. Foto: getty images

Ihre Business-Bluse sollten Sie mit blasser Haut jetzt in einem warmen Cremeweiß wählen, wie Lemaire auf dem Laufsteg zeigt. Foto: getty images

Glänzende Materialien wie naturweiße Seide (gesehen bei The Row) lassen die Haut jetzt strahlen. Foto: PR

So variantenreich ist Weiß Die warmen Weißtöne von Pulli und Rock (beides aus der Winterkollektion von Victoria Beckham) sind jetzt perfekt für den blassen Teint von Model Julia Nobis. Foto: getty images

2. Auf ein Teil setzen
Um sich nicht tatsächlich als Schneehase in einem Weiß-Look von Kopf bis Fuß unsichtbar zu machen, setzen Sie jetzt lieber auf nur ein weißes Teil, z. B. ein Strickpulli in Naturweiß, und stylen drumherum. Gewagter: weiße Unterteile. Schließlich ist Regen- und Schneematch jetzt der größte Feind für weiße Jeans, Röcke, Kleider und Stiefel. Aber trauen Sie sich und zeigen damit Klasse. Wollen Sie trotzdem den Weiß-Komplettlook tragen: Kombinieren Sie unbedingt unterschiedliche Weiß-Nuancen und Texturen, um Spannung zu erzeugen. 

Weiß-Teil

Weiß-Teil Weiß für Einsteiger: Ein wollweißer Strickpulli, wie ihn TV-Moderatorin Martha Ward trägt, ist ein Winterklassiker selbst bei blasser Haut. Dazu passt sogar die beliebte Blue Jeans, hier in Form eines Rocks. Foto: getty images

Gewagter im Winter: Die leuchtend weiße Denimhose von Joanna Hillman. Extrem empfindlich, aber auch extrem gut aussehend. Foto: getty images

Weiß-Teil Weiß für Einsteiger: Ein wollweißer Strickpulli, wie ihn TV-Moderatorin Martha Ward trägt, ist ein Winterklassiker selbst bei blasser Haut. Dazu passt sogar die beliebte Blue Jeans, hier in Form eines Rocks. Foto: getty images

3. Neutrale Kombipartner finden
Basisfarben wie Beige, Camel oder Grau sind perfekte Kombipartner, um Weiß zu adeln und besonders edel wirken zu lassen. Eine weitere Kombi: Mit stumpfen Pastelltönen wirkt weiße Winterkleidung weiblicher und weicher und verpasst ihr obendrein einen frischen Sommerkick. Grandios und passend zur Fest- und Feierzeit: Weiß zu Gold(schmuck) und anderen Metallic-Tönen. Ein Klassiker ist der Schwarz-Weiß-Look. Ein weißer Mantel über einem Komplett-Schwarz-Look ist perfekt, um den von dunkler Kleidung geprägten Mode-Winter seine Finsternis zu nehmen. Achtung: Unbedingt in der Farbwelt bleiben! Monochrom-Looks wirken nur als Total-Look. Heißt: Schuhe und Accessoires sind schwarz, weiß, nude oder grau.

Die Kombi Schwarz und Weiß ist ein Klassiker, perfekt um Weiß im Winter aufzupeppen und extrem vielfältig wie „Vogue“-Redakteurin Saray Martin. Foto: getty images

… Model Erin O’Connor (toll der cremefarbene Wildledermantel) und. Foto: getty images

… der russische Streestyle-Star Anya Ziourova zeigen. Foto: getty images

… neutrale Erdtöne. Foto: getty images

… Grau wie bei Caroline de Maigret. Foto: getty images

… Pastell wie bei dieser jungen Dame. Oder. Foto: getty images

… sogar Grau und Pastell in Kombination wie bei Charlotte Groeneveld. Foto: getty images

Die Kombi Schwarz und Weiß ist ein Klassiker, perfekt um Weiß im Winter aufzupeppen und extrem vielfältig wie „Vogue“-Redakteurin Saray Martin. Foto: getty images

4. Akzente setzen
Das tolle an Weiß: Es lässt sich mit jeder x-beliebigen Farbe kombinieren. So ein Farbtupfer wirkt in der blassen Jahreszeit wahre Wunder. Ob Sie leuchtendes Blau, sportliches Neon oder edles Weinrot wählen, bleibt Anlass und Geschmack überlassen. Dabei reicht oft schon eine Nuance, um den Signaleffekt zu erzielen. Also setzen Sie getrost auf Accessoires wie Schal, Gürtel, Schuhe, Strumpfhose (!) oder Tasche in leuchtenden Farben

Akzente setzen

Akzente setzen Model Emma Oak trägt einen weißen Pulli trotz extrem blasser Haut. Mehr Farbe kommt durch den weinroten Kimono ins Spiel. Foto: getty images

Moderedakteurin Pandora Sykes wählt eine farbige Clutch zum Weiß-Look. Foto: getty images

Bei Bloggerin Charlotte Groeneveld sorgt das knallrote Brillengestell für den Farbtupfer. Foto: getty images

Bei Model Erin O’Connor sorgt ein neonfarbener Streifen im Rolli für Couleur. Foto: getty images

Akzente setzen Model Emma Oak trägt einen weißen Pulli trotz extrem blasser Haut. Mehr Farbe kommt durch den weinroten Kimono ins Spiel. Foto: getty images

5. Mit Make-up tricksen
Nein, damit ist nicht gemeint, sich jetzt einen Liter Selbstbräuner ins Gesicht zu schmieren oder wilde Experimente mit Bronzepuder zu starten. Viel einfacher: Benutzen Sie Lippenstift. Erinnern Sie sich noch an die Raffaelo-Frau aus der Fernsehwerbung? Ohne ihre knallroten Lippen würde sie in ihrem Weiß-Komplett-Look und mit ihrem Alabaster-Teint nur halb so verführerisch wirken und in einem Berg von Kokospralinen versinken. Von Natur aus kühle Hauttypen setzen jetzt auf fruchtige Kirschtöne oder kräftiges Pink, warme Typen wählen am besten orangestichigen Lippenstift. Blasse Nude-Farben heben wir uns wieder für den Sommer auf. 

Lippen-Trick

Lippen-Trick Nein, das ist nicht die Raffaello-Frau, sondern Nicole Kidman mit leuchtenden Lippen. Perfekt, um bei ihrem Teint und in dem weißen Kleid nicht zu verblassen. Foto: getty images

Schauspielerin Michelle Dockery setzt auf den Schneewitchen-Effekt: Kirschrote Lippen zu heller Haut und einem weißen Look. Foto: getty images

Lippen-Trick Nein, das ist nicht die Raffaello-Frau, sondern Nicole Kidman mit leuchtenden Lippen. Perfekt, um bei ihrem Teint und in dem weißen Kleid nicht zu verblassen. Foto: getty images

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