Neue Mäntel für den Herbst: Capes

Wer braucht schon Ärmel?

Wenn es nur darum ginge, dass Mode praktisch ist, hätten wir wohl alle Blaumänner an. Nein, das alleine kann nicht das Ziel sein. Mode soll identitätsstiftend sein und uns einfach verdammt gut aussehen lassen. Wie verhält es sich also mit dem Cape? Das hübsche kurze Mäntelchen avanciert regelmäßig zum herbstlichen Modeliebling – nicht nur bei Promi-Ladys. STYLEBOOK macht den Style-Check!

Was ist ein Cape? Streng genommen alle Überwürfe, die keine Ärmel haben. Entweder sind Capes kurz genug, dass die Hände drunter hervorlugen können, oder sie haben Löcher in Hüfthöhe, durch die man die Hände stecken kann

Praktisch? Es geht. Die in der Regel weit schwingende Jacke ohne Ärmel garantiert nicht unbedingt maximale Beweglichkeit und Kälte kann sich fies von unten reinschleichen. Dafür kann man es gut über Oberteile und Roben mit aufwendigen Drapagen werfen – ohne, dass etwas verknittert.

Gutaussehend? Das Cape ist wohl eher ein Kleidungsstück aus der Reihe „Nicht praktisch, aber schön“. Ein bisschen niedlich kann es zwar wirken, wenn die Ärmchen wie verkürzt aus den Löchern schauen. Aber auch ganz mondän, denn Schulterpartie und Rücken bekommen mehr Aufmerksamkeit. Ein Cape kaschiert zudem ungeliebte Pfunde am Oberkörper und lässt Beine in engen Hosen noch schlanker und länger aussehen

Identitätsstiftend? „Gut kombiniert, Watson“, möchte man die Trägerin eines karierten Exemplars mit Lederknöpfen sagen hören. In Feuerrot dagegen lautet die Mission: „Bereit, die Welt zu retten“. Wie auch immer, Capes schwingen beim Laufen und geben uns so ein unschlagbares Superhelden-Gefühl – wenn das nicht Grund genug ist, wieder eins zu tragen?