Nach Psychatrie und Selbstmordversuch

Model-Ikone Karen Mulder zurück im Rampenlicht

Zuerst wurde es dramatisch, dann still um sie: Ex-Supermodel Karen Mulder (44) mied nach Nervenzusammenbrüchen, Drogen- und Festnahme-Schlagzeilen lange die Öffentlichkeit. Nun ist sie zurück – und wurde prompt mit dem französischen „Best Award“ ausgezeichnet.

Zuerst wurde es dramatisch, dann still um sie: Ex-Supermodel Karen Mulder (44) mied nach Nervenzusammenbrüchen, Drogen- und Festnahme-Schlagzeilen lange die Öffentlichkeit. Nun ist sie zurück – und wurde prompt mit dem französischen „Best Award“ ausgezeichnet.

„Sie ist die Beste“ – sagt zumindest die gläserne Trophäe die Karen Mulder am Dienstagabend stolz in die Kamera hielt. Bei der 38. Verleihung der „Best Awards“ im Pariser Salon Hoche wurde die gebürtige Niederländerin für ihr Lebenswerk geehrt und zeigte sich so offen wie seit vielen Jahren nicht mehr. „Heute versuche ich wieder, zu den Dingen in meinem Leben Ja zu sagen“, sagte sie im Interview mit „RTL Exklusiv“, „nicht immer nur nein.“

Supermodel-Karriere
Mit 17 von der Pariser Agentur Elite entdeckt, lief sie in den 90ern für Luxus-Labels wieYves Saint-Laurent, Valentino, Céline und Versace, zierte die Cover renommierter Hochglanzmagazine. Es gab Karen-Mulder-Kalender und sogar eine Karen-Mulder-Puppe. Die Blondine spielte in einer Liga mit Ikonen à la Claudia Schiffer (44), Naomi Campbell (44) und Cindy Crawford (48), von denen sie jenseits des Laufstegs Abstand hielt. „Ich trenne mein Privatleben von der Fashion-Branche. Die einzige Person, die ich treffe, ist Carla Bruni: meine beste Freundin“, sagte sie 1993 in einem Interview. Mulder hatte offenbar eine Vorahnung, dass ihr die Szene nicht gut tun würde – und sollte Recht behalten.

Ihr Absturz
1997 beendete Karen sehr plötzlich ihre Modelkarriere und sorgte seither vermehrt mit Drogengerüchten für Schlagzeilen. Der Höhepunkt 2001: In einer Talkshow des französischen TV-Senders „France 2“ behauptete Mulder, als Kind von ihrem Vater hypnotisiert und missbraucht worden zu sein. „Außerdem hat mich ein gekröntes Haupt in Monaco einmal vergewaltigt“ – Fürst Albert von Monaco (56), wie später gemunkelt wurde. Weil sie fortan immer wieder erzählte, als Sex-Sklavin aufgezogen worden zu sein, ließ ihre Familie sie in eine psychiatrische Klinik einweisen, 2002 unternahm Mulder einen Selbstmordversuch mit Tabletten. Der nächste große Knall folgte 2009: Das Ex-Model wurde festgenommen. Es habe eine Schönheitschirurgin am Telefon zu nötigen versucht, sie zu operieren.

Die Lösung: ein zurückgezogenes Leben
Seither hörte man wenig von dem skandalgebeutelten Ex-Model. „Ich war eine Zeit lang in einer anderen Welt – jedenfalls nicht in der Modewelt“, sagt sie heute. Mit ihrer achtjährigen Anna und einem Multi-Millionenvermögen lebt die alleinerziehende Mutter zurückgezogen in Paris. Dass sie sich ab jetzt wieder öfter dem Rampenlicht aussetzt, bleibt zu bezweifeln. Aber: es war schön sie wiederzusehen!