Die Levi’s-Jeans feiert Geburtstag

140 Jahre alt und immer noch knackig!

Umfragen zufolge verbinden die meisten Leute mit dem Wort „Jeans“ auch die Marke Levi’s. Kein Wunder: In diesem Jahr wird die Mutter aller Jeans immerhin schon 140 Jahre alt. Höchste Zeit also, das blaue Wunder wiederzubeleben.

Der Look zum Nachshoppen:

Wir schreiben das Jahr 1873: Es herrscht Goldgräberstimmung in den USA. Jeans heißen damals noch „Waist Overalls“ (Taillen-Overalls) und werden als Arbeitshosen getragen. Sie werden aus 9 oz. dickem Blue Denim gefertigt, haben eine Gesäßtasche mit doppelter Ziernaht, eine Uhrentasche, eine größenverstellbare Schnalle und ein Schildchen des Herstellers am hinteren Hosenbund – beinahe das einzige Überbleibsel, das auch die heutige Version der Jeans noch ziert. 

Am 20. Mai 1873 beantragen Levi Strauss und der Schneider Jacob Davis das Patent für die Arbeiterhosen mit den vernieteten Taschen – und damit war offiziell die Levi’s geboren

Die reine Verwendung als Arbeiterhose endete allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1950er-Jahren wandelte sich ihr Image, die Jeans wurde zum Symbol für Rebellion. Schauspieler wie Marlon Brando, James Dean oder auch Marilyn Monroe trugen Blue Jeans in ihren Filmen und in der Freizeit. Die Jugend war begeistert. Der Coolness-Faktor der Hose stieg. Als Sexsymbol Brad Pitt dann Anfang der 9oer für den Jeanshersteller modelte, war endgültig klar: Besonders eine Hose hat unser kulturelles Erbe geprägt wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Die Rede ist von der Levi’s 501.

Heute werden die Produkte von Levi Strauss & Co. in über 110 Ländern vertrieben, das Bekleidungsunternehmen gehört damit zu den größten der Welt. Da heißt es, die Kunden durch Innovationen bei der Stange zu halten. Im Laufe der Jahre wurden neue Linien und Schnitte entwickelt (508 oder 511), vielfältige Waschungen ins Leben gerufen (Stone Wash, inked), auf Elastizität und Effekte gesetzt (z. B. Curve ID).

Pünktlich zum 140. Jubiläum kommt eine 501-Edition auf den Markt, die genau genommen gar keine Jeans mehr ist. Sie nennt sich „Non-Denim“ und wird aus Baumwoll-Twill gefertigt, mutet also eher an wie eine Chino. Zudem gibt es heute „grüne“ Varianten wie die „Levi’s 501 Wasteless“-Jeans, zu 29 Prozent aus recyceltem Plastik gefertigt. Up-Cycling nennt man das im Neo-Sprech, wenn als Gegenbewegung zur Wegwerfkultur aus PET-Flaschen unverwüstliche Dinge entwickelt werden.

Apropos unverwüstlich. Eines ist bei Levi’s immer gleich geblieben:
das Etikett am Hosenbund – ein beigefarbenes Rechteck, auf dem zwei Pferde an einer Jeanshose ziehen. Das Symbol für Belastbarkeit und Authentizität, wie damals 1873

Die komplette Geschichte zum blauen Wunder gibt’s im Video, die knackigen Stars in der Bildergalerie. Yeah!

https://www.youtube.com/watch?v=_5DZXKX8KoM?rel=0