Alexander McQueen in Paris

Ein Traum aus Zuckerwatte

Für die Alexander McQueen-Designerin Sarah Burton ist die Zukunft rosarot und sehr romantisch. In Paris zeigte sie eine Kollektion, die von voluminösen Feder- und Fell-Entwürfen, zarten Puder- und intensiven Rot-Nuancen und luftiger Leichtigekeit geprägt war.

Willkommen im Himmel der Zukunft.
 
„Die Zukunft wird normalerweise kahl und kalt dargestellt, ich wollte Leichtigkeit und schwebende Kleider“. Erzählte Sarah Burton Style.com vor der Alexander-McQueen-Show auf der Pariser Fashion Week. Gesagt, getan.
 
Burton inszeniert Kleider-Träume als hätte sie nie etwas anderes getan. Als wären ihre Hände nur dazu geschaffen Federn aneinander zu reihen, Fell und Chiffon duftig aufzutürmen und das verzaubert baffe Publikum daraus Fressen zu lassen. Denn längst ist ihr auch der letzte Zweifler verfallen. Längst begreift jeder, dass die Designerin das Erbe des im Februar 2010 verstorbenen Alexander McQueen nicht nur mit Würde weiterführt, sondern das Label auch voran treibt.

Ihre Kollektion für den Herbst 2012 ist ein weiterer Schritt nach vorn. Und nur zu gern stellen wir uns vor, dass die Mode der Zukunft den Puderquasten-Kleidern von Burton nahe kommt. Der Spagat zwischen Visionärem und romantisch Verklärtem ist ihr – wie bereits mit der Unterwasser-Kollektion für den Sommer 2012 – mit Bravour gelungen. Barocke Silhouetten, übertrieben aufgerüscht. Perwollig weiche Kragen-Elemente, Rocksäume und Sandalen-Umpüschelungen.
 
Dass es sich hierbei um einen Ausblick in ferne Zeiten handelt, versinnbildlichten verspiegelte Visoren, die auf den Nasenrücken der Models balancierten. Ein wahrlich schöner Bruch.

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