Fünfmal „mangelhaft“, viermal „sehr gut“

Stiftung Warentest – Schad­stoffe in Sexspielzeug gefunden

Frau mit Dildo
Viele der geprüften Modelle kommen weit­gehend ohne kritische Stoffe aus, bei fünf stimmte die Chemie nicht
Foto: Getty Images

Liebeskugeln, Vibrator, Penisring – das Sortiment an Sexspielzeug scheint schier unendlich. Qualitativ gibt es allerdings Unterschiede, sogar frappierende, wie Stiftung Warentest jetzt herausfand. 

Das Urteil lautete viermal „sehr gut“, fünf­mal „mangelhaft.“ Die Modelle bestehen meist aus Silikon und anderen Kunstoffen. In manchen von ihnen finden sich laut Labor bedenkliche Stoffe wie Weichmacher, Nickel oder Phenol.

Auch interessant: Diese Glätteisen und Lockenstäbe sind brandgefährlich

Schadstoffgrenzen für Sextoys? Fehlanzeige!

Der Weichmacher DEHP, den Stiftung Warentest bei ihrem Labortest in einigen Sextoys fand, kann etwa die Frucht­barkeit beein­trächtigen, Phenol, könne genetische Defekte verursachen, Nickel, Allergien auslösen. Zudem wurden teils poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe nachgewiesen, die krebserregend sein könnten.

Warum FRAU den STYLEBOOK-Newsletter unbedingt braucht

Kein Wunder, kommt Sexspielzeug bei der Selbstbefriedigung häufig mit der Schleimhaut in Kontakt. „Diese Gewebe sind meist gut durch­blutet und können empfindlich sein. Schad­stoffe haben deshalb in Sextoys nichts zu suchen“, so Projektleiterin Dr. Sara Wagner-Leifhelm. Schad­stoff­grenzen speziell für Sextoys existieren bisher nicht.