Damit es nicht stickig wird

Trockene Heizungsluft? 5 Tipps für ein besseres Raumklima

Heizung
In der Heizperiode haben wir nicht nur mit überheizten Schlafzimmern und Büroräumen zu kämpfen, sondern auch mit triefenden Nasen, brennenden Augen und ausgetrockneter Haut
Foto: Getty Images

Spröde Haare, kratzender Hals und trockene Haut – ist das Raumklima nicht optimal, sind die Folgen oft unangenehm. Doch in der eigenen Wohnung oder im Büro lässt sich schnell Abhilfe schaffen.

Der Winter naht, draußen wird es nass und kalt und die Heizung kommt langsam aber sicher in Schwung. Doch damit zieht nicht nur Wärme, sondern auch ein deutlich trockeneres Raumklima in unsere vier Wände ein. Wir alle wissen: Vor allem in Großraumbüros kann die Luft durch aufgedrehte Heizkörper schnell unangenehm werden.

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Die Raumluft ist in den meisten Haushalten und Großraumbüros oftmals zu trocken. Das kann zu Müdigkeit, Augenbrennen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit führen, die Nase fühlt sich ausgetrocknet an und im Extremfall kann es zu Nasenbluten kommen. Gerade am Arbeitsplatz sind diese Symptome wenig hilfreich und schränken uns in unserem Wohlbefinden deutlich ein.  Heinz-Jörn Moriske, Direktor und Professor im Umweltbundesamt, erklärt das Phänomen: „Zu trockene Luft (unter 20 Prozent) ist per se gesundheitlich nicht schädlich. Sie wird aber als unangenehm empfunden, weil immer auch Staub in der Luft ist, der bei sehr trockener Luft zu Halskratzen oder Augenbrennen führen kann. Der ideale Luftfeuchtigkeitsbereich liegt zwischen 30 und 60 Prozent. Bei mehr als 60 Prozent steigt das Risiko für Schimmelbefall, was gesundheitlich gravierender als zu trockene Luft ist.“

Dabei ist Abhilfe oftmals ganz einfach. Und meist viel kostengünstiger als erwartet!

1. Wasser aufstellen

Eine weitere Folge des zu trockenen Raumklimas kann eine Störung des Immunsystems sein. Und wenn das Immunsystem erst einmal angegriffen ist, dann können Entzündungsprozesse schneller ausgelöst und aufrechterhalten werden. Gerade im Büroalltag bedeutet dies, dass Grippeviren in Räumen mit trockener Luft länger als in Räumen mit höherer Luftfeuchtigkeit überleben. Eine angegriffene Nasen- und Rachenschleimhaut erleichtert den Viren das Eindringen in den Körper. „Ein altes Mittel, das nach wie vor wirksam ist, ist bei zu trockener Luft eine Tonschale an die Heizkörper zu hängen. Das Wasser verdunstet daraus über die Luft und auch über das Tongefäß selbst. Wichtig ist, das Wasser regelmäßig zu erneuern, da es sonst mit Bakterien verkeimen kann“, erklärt Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske den wahrscheinlich simpelsten Tipp.

Eine vergleichbare Wirkung hat ein Wäscheständer im Zimmer – in diesem Fall übernimmt die noch leicht nasse Wäsche die Raumbefeuchung. Der Wasserdampf beim Duschen und Baden sorgt ebenfalls für eine angenehme Luftfeuchtigkeit. Also einfach mal die Badezimmertür auflassen!

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2. Wasser trinken

Warum werden wir im Flugzeug ständig mit Wasser versorgt? Richtig, auch hoch über den Wolken besteht ein trockenes (Raum)Klima und die Befeuchtung der Luft ist nicht so einfach möglich. Daher empfiehlt es sich (zumindest im Büro), ausreichend zu trinken und optimalerweise auf dem Schreibtisch ein bis zwei Flaschen Wasser stehen zu haben.  Dadurch wird quasi von innen der Flüssigkeitsverlust der Haut und der Schleimhäute ausgeglichen.

3. Stoßlüftung

„Stoßlüften ist immer gut und auch wichtig, um chemische Stoffe, Staub und Ausdünstungen aus der Wohnung zu entfernen. Auch zu viel Feuchtigkeit im Raum nach Waschen, Duschen oder Kochen muss durch Lüften unbedingt aus der Wohnung entfernt werden. Das gilt auch im Winter“, so Moriske. Und weiter: „Eine Anreicherung der relativen Innenraumluftfeuchtigkeit durch die Außenluft findet an kalten und trockenen Wintertagen allerdings nicht statt. Lüften ist also kein Element, um die Innenraumluft mit Feuchtigkeit anzureichern, sondern um zu viel feuchte Luft aus dem Innenraum nach außen abzutransportieren.“ Ideal ist es trotzdem, die Räume regelmäßig mit Frischluft zu versorgen. Im Winter kann man die Fenster für fünf bis zehn Minuten regelmäßig öffnen, um eine ausreichende Luftzirkulation zu erreichen. Theoretisch sinnvoll, praktisch aber häufig (besonders im Büro) nicht umsetzbar.

Fenster

Bevor im Büro dicke Luft herrscht, einfach mal die Fenster öffnen. Und wenn der Kollege sich die Schläfen und Augen reibt, filft es, eine Flasche Wasser rüberzuschieben
Foto: Getty Images

4. Pflanzen

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