Ausdrucksstark ganz ohne Mascara

Wimpern selbst färben? Das sollten Sie beachten!

Wimpern färben
Abkleben, Farbe drauf, einwirken lassen – die Prozedur ist einfach, hat aber auch ihre Tücken
Foto: Getty Images

Wer nicht von Natur aus mit dichten, dunklen Wimpern gesegnet ist, der greift meist zum Mascara. Doch das tägliche Tuschen kann ganz schön nerven, warum also nicht gleich die Wimpern färben? STYLEBOOK weiß, was Sie dabei beachten sollten und ob die Prozedur auch im heimischen Bad gelingen kann.

Dunkle Wimpern verleihen dem Auge oft mehr Ausdruck als blonde, dünne Härchen. Auch wenn sich ein heller Wimpernkranz dank eines guten Mascaras gut zurecht mogeln lässt – manchmal hat man weder Zeit noch Nerven, mehrmals täglich nachzuschminken und verlaufene Tusche abzuwaschen. Färben ist da eine gute Alternative, zumal diese Methode dunkle Wimpern über Wochen verspricht. Wir haben bei Amira Staehle, der Gründerin von „The Browery“, nachgefragt, für wenn sich Färben eignet und was dabei zu beachten ist.

Mit unserem Newsletter seid ihr immer als erstes up-to-date – hier geht’s zur Anmeldung

Kann Wimpern färben den Mascara ersetzen?

Die schlechte Nachricht zuerst: Wirklich komplett lässt sich Wimperntusche auch durch Färben nicht ersetzen, wenn man denn auf einen wirklich dramatischen Augenaufschlag setzt. „Ich sehe das eher als eine Ergänzung zum Mascara. Dennoch bekommt man alleine durch das Färben mehr Ausdruck und Konturen um die Augen und fühlt sich ohne Make-up nicht so ,kahl‘ im Gesicht“, erklärt die Expertin. Ein großer Vorteil sei, dass beim Sport, Schwimmen oder in der Sauna bei gefärbten Wimpern nichts verschmieren könne.

Auch interessant: Für was dienen Wimpern – und wie pflege ich sie richtig?

Für wen eignet sich Wimpern färben?

Welcher Farbton eignet sich?

Wer dem Mascara-Effekt so nah wie möglich kommen möchte, dem rät Amira Staehle ganz klar immer zu einem tiefen Schwarz oder Blauschwarz zu greifen: „Die meisten meiner Kundinnen entscheiden sich für Schwarz. Wenn man es jedoch ganz natürlich möchte, erzielt man mit Braun ein neutraleres Ergebnis.“

Wie oft sollte ich nachfärben?

Da Wimpern wie alle anderen Körperhaare stetig wachsen, bildet sich nach einiger Zeit auch so etwas wie ein Ansatz. „Das fällt bei naturblonden Wimpern natürlich besonders stark auf“, so die Expertin. Deshalb rät sie, alle zwei bis vier Wochen nachzufärben. Wer diesen Abstand einhalte, brauche nicht zu befürchten, dass die Wimpern durch Überbeanspruchung ausfallen.

Auch interessant: Halten Magnet-Wimpern das, was sie versprechen?

Zuhause selbst färben oder doch lieber zum Profi?

Ganz wichtig: Niemals normales Haarfärbemittel zum Wimpernfärben nehmen, die darin enthaltenden Inhaltsstoffe sind für die empfindlichen Augen viel zu aggressiv! In der Drogerie gibt es Wimpernfärbe-Mittel für Zuhause bereits für ein paar Euro. Generell ist die Handhabe nicht ganz einfach, zunächst sollte die Augenpartie samt Lidern gut mit einer Schutzcreme (z.B. Vaseline) eingerieben werden. Anschließend müssen die Papierblättchen dicht unter den Wimpernkranz platziert werden, erst dann wird die Farbe aufgetragen. All das „einäugig“ ohne größere Malheure und vor allem gründlich umzusetzen, ist für Ungeübte fast ein Ding der Unmöglichkeit. „Man braucht dafür eine extrem ruhige Hand und etwas Geschicklichkeit, da sonst die Farbe ins Auge gelangen kann, was ziemlich brennt“, weiß Amira Staehle. Daneben rät sie dazu, vorab zu testen, ob auf irgendeinen Inhaltsstoff allergisch reagiert wird, sonst kann die Zuhause-Färbe-Aktion nämlich sprichwörtlich ins Auge gehen.

Die meisten Kosmetik-Studios und Frisörsalons bieten Wimpernfärbung bereits ab 10 Euro an. Eigentlich ein Preis, der ins Beauty-Budget passen sollte.

 

 

Themen