Wunderwirkstoff

Darum werden Peptide in Anti-Aging-Produkten eingesetzt

Peptide in Kosmetika
Peptide sind ein Allzweckmittel in vielen Kosmetikprodukten. Sie helfen sowohl Haut als auch Haar.
Foto: Getty Images

Manche Mittelchen wirken wahre Wunder: Über Nacht verringern sie kleine Fältchen und verleihen der Haut ein jüngeres Aussehen. Dafür sind oft sogenannte Peptide verantwortlich. STYLEBOOK erklärt, wie das Wundermittel funktioniert.

Körpereigene Eiweißbausteine, sogenannte Peptide, spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel des Menschen. Sie signalisieren dem Körper zum Beispiel, den Reparaturmechanismus der Haut in Gang zu setzen.

Peptide werden für die Haarpflege verwendet, zum Beispiel in Shampoos, Spülungen und Kuren. Sie können in die innere Haarstruktur (genannt Cortex) eindringen und dort das Haar kräftigen, erklärt IKW-Expertin Birgit Huber. In der Gesichtspflege kommen spezielle Wirkstoffkomplexe zum Einsatz – zum Beispiel Peptide mit Vitamin B3, Pro-Vitamin B5 oder Vitamin E. „Diese Wirkstoffkomplexe stimulieren die verlangsamte Regeneration der reifen Haut, stärken ihre Struktur und helfen so, Fältchen sichtbar zu reduzieren“, so Huber.

Auch interessant: Welche Pflegeprodukte in den Wechseljahren wichtig sind

Auch eine weitere Peptid-Gruppe wird zur Pflege reiferer Haut eingesetzt: Poly-Kollagen-Peptide. Die Kombination von Peptiden mit Kollagen-Fragmenten, die das Verhalten von natürlichen, in der Haut vorkommenden Kollagen-Fragmenten übernehmen, spielt im natürlichen Reparaturprozess der Haut eine wichtige Rolle. „In Pflegeprodukten wird dieser Prozess nachgeahmt“, erklärt Huber. „Das Resultat ist eine Milderung von Linien und Fältchen. Das Aussehen und die Geschmeidigkeit der Haut verbessern sich.“