Schutz an komplizierten Stellen

Sie glauben nicht, WO Sie überall Sonnenbrand bekommen können

Wie Körper und Gesicht vor der Sonne geschützt werden sollten, wissen wir. Aber daneben gibt es Stellen, die beim Eincremen gerne mal vergessen werden. STYLEBOOK hat bei Dermatologin Dr. med. Yael Adler nachgefragt, welchen Schutz Fußsohlen, Kopfhaut oder Bart eigentlich brauchen.

„Die Sonne ist nur ein Faktor bei der Bildung von Hautkrebs“, erklärt Adler, niedergelassene Ärztin in Berlin und Autorin des Buchs „Haut nah – alles über unser größes Organ“. 

Nackte Fußsohlen am Strand

Theoretisch kann man überall Hautkrebs bekommen – auch an den Fußsohlen
Foto: Getty Images

Hautkrebsvorsorge auch für Kinder

Gegen erbliche Faktoren schützt auch keine Sonnencreme, dennoch gilt: Alle Hautstellen, die der natürlichen UV-Strahlung ausgesetzt sind, sollten eingecremt werden! Fußsohlen muss man beispielsweise nicht extra schützen, aber ein Mal im Jahr sollte man sich bei der Hautkrebsvorsorge komplett durchchecken lassen. Wer einen Risikobefund erhält, sollte sogar alle sechs Monate zur Untersuchung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten ab 35 Jahren, in manchen Fällen auch schon ab Anfang 20. Auch bei Kindern, die angeborene und besonders große Leberflecken haben, empfiehlt sich der Check-Up. Wer auffällige Muttermale nicht entfernen lassen will, kann sie auch einspeichern lassen und bei der nächsten Kontrolle wieder vergleichen lassen. So werden Veränderungen sofort bemerkt.“

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Glatzenträger besonders gefährdet

Gute Nachrichten, für alle, die Angst um ihre Haare in der Sonne haben: Abgesehen von einem leicht bleichendem Effekt haben Sonnenstrahlen keinen negativen Effekt auf das Haupthaar. Die Haare an sich sind sogar ein Super-Sonnenschutz für den Kopf und dort, wo sie die Haut bedecken, ist kein zusätzliches Eincremen notwendig. „Die Mütze, die gerne empfohlen wird, ist vor allem ein Schutz gegen die Überhitzung des Gehirns und beugt damit einem Sonnenstich vor“, erklärt Dr. Yael Adler. Bei schütterem Haar oder einer Glatze sei der natürliche Schutz allerdings nicht gegeben und die Kopfhaut besonders gefährdet, da sie alle senkrecht eintreffenden Sonnenstrahlen direkt abbekommt, erklärt die Dermatologin. Männer mit Glatze, die sich nicht ausreichend schützen, bekämen besonders häufig den Befund ,Hautkrebs‘ oder einer Vorstufe davon. Allen anderen sei empfohlen, auf Scheitel und einen ausrasierten Nacken zu achten – Stellen, die gerne vergessen werden und damit sonnenbrandanfällig sind. Für den Kopf solle man am besten Fluids verwenden, da die Kopfhaut ohnehin etwas fettiger sei.

Mann mit Glatze

Der Bart schützt vor Sonnenbrand, die nackte Kopfhaut ist hingegen besonders anfällig für Verbrennungen

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Entwarnung an Bartträger

Wie auf dem Kopf verhält es sich auch im Gesicht: Bartträger sind klar im Vorteil, was die natürliche Abwehr gegen UV-Strahlung angeht. Dichte Gesichtsbehaarung schirmt vor Sonnenschäden ab und verhindert Verbrennungen darunter.

Der Bart schützt das Gesicht per se gut vor Sonnenbrand
Foto: Getty Images

Aber Vorsicht: Wer sich nach langer Zeit rasiert und die Haut dann ungeschützt der Sonne aussetzt, riskiert neben unterschiedlich gebräunten Gesichtspartien schnell Verbrennungen. Frisch rasierte Wangen also genau wie den Rest des Gesichts großzügig und mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen.

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Nagelbehandlung mit UV-Licht

Das UV-Licht im Nagelstudio kann krebserregend sein
Foto: Getty Images

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