Shampoo im Strohhalm!

Klein und auslaufsicher: So überstehen Kosmetika jede Reise

Wiederverwertbare Beauty-Behälter und Einmalportionen an Zahnpasta und Co.
Wer gut vorbereitet den Kurztrip angeht, hat weniger Probleme mit auslaufenden Beauty-Behältern und nimmt nur soviel mit auf Reisen, wie auch wirklich benötigt wird. Das schont die Umwelt, das Innenleben des Kulturbeutels und verhindert unnötige Schlepperei
Foto: STYLEBOOK

Der Koffer ist gepackt, der Flug überstanden, das Reiseziel erreicht. Doch das Auspacken des Waschbeutels kann schnell die gute Laune trüben: Oftmals sind die Deckel von Shampooflaschen und Cremedosen aufgegangen, der schmierige Inhalt ausgelaufen. STYLEBOOK hat fünf Tipps, wie das Beauty-Bag auslaufsicher bestückt und dabei optimal reduziert werden kann.

Flüssigkeitsbehälter im Handgepäck dürfen nicht größer als 100 ml sein, mal zehn ergibt das den im Flugzeug erlaubten Liter. Doch oftmals benötigt man gar nicht so viel Shampoo, Lotion, Zahnpasta und Cremes für einen (Kurz-)Trip, viele Flaschen und Tiegel werden unnötigerweise rund um den Globus transportiert. Doch es gibt Abhilfe: Mit ein wenig kreativer Vorbereitung im heimischen Badezimmer kann selbst ein Strohhalm zum optimalen Reisebegleiter umfunktioniert werden.

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1. Wiederverwertbare Plastikbehälter

Die einfachste Lösung erhält man für wenige Cent in jeder Drogerie: wiederverschließbare Plastikfläschchen in diversen Größen. Auch sogenannte Salbenkruken (Cremetiegel) aus der Apotheke eignen sich zur Mehrfach-Nutzung. Gewünschte Menge einfüllen und schon erspart man sich die Schlepperei großer Flaschen. Auch für Parfums gibt es kleine Zerstäuber zu kaufen, das Problem: Sie sind meist nicht ganz einfach aufzufüllen, da sich die großen Flakons selten öffnen lassen. Generell gilt: Wiederverwertbare Plastikbehälter sind zwar umweltschonender, aber keinesfalls auslaufsicher. Außerdem müssen die leeren Fläschchen und Tiegel auf der Rückreise wieder Platz im Koffer finden.

2. Frischhaltefolie-Trick

Damit Bodylotion und Haaröl garantiert nicht auslaufen (ob originalverpackt oder umgefüllt), hilft ein Blick in den Küchenschrank. Nicht nur angebrochene Lebensmittel lassen sich nämlich mit Frischhaltefolie luftdicht verpacken, auch für Schraubflaschen bieten sie einen idealen Auslaufschutz: einfach den Deckel abdrehen, Folie locker über die Flaschenöffnung legen und dann wieder fest verschließen. Die Folie sorgt für einen sicheren Halt des Schraubmechanismus und verhindert dadurch, dass sich der Deckel von selbst aufdreht.

Drei Strohhalme gefüllt mit Lotion, Zahnpasta und Gesichtscreme

Sieht aus wie Zuckertütchen aus dem Lieblingscafé, ist aber die ideale Einmalportion an Zahnpasta, Gesichtscreme und Lotion. Farbenfroh verpackt und beschriftet, dürften die Strohhalme im durchsichtigen Kulturbeutel durch jede Gepäckkontrolle kommen
Foto: STYLEBOOK

3. Strohhalm für die Einmal-Portion Shampoo

Die Röhrchen in die gewünschte Länge schneiden, von einer Seite mit Klebeband abdichten, oder das Ende mit einem Feuerzeug kurz erhitzen, fest zusammendrücken und dadurch wieder verschweißen. Nun von der offenen Seite jeweils einen Halm mit Zahnpasta, Lotion, Conditioner, Shampoo usw. auffüllen (optimal geeignet sind hierbei übrigens die dickeren Halme), im Anschluss auch diese Seite verschließen, Strohhalm beschriften und fertig ist das Mini-Kosmetik-Potpourri. Zur vollständigen Absicherung in einen Plastikbeutel — und natürlich nicht ganz unten im Koffer — transportieren (Quetschgefahr!). Nach Gebrauch entsorgen und bei der Heimreise entspannt einen leichten Trolley ziehen.

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4. Miniproben sammeln

Reißen sie auch immer die Pröbchen für Haarprodukte und Hautcremes aus den Magazinen, lagern diese im Badezimmerschrank und verwenden sie doch nie? Wer auf die vertrauten Beautyprodukte verzichten kann, der lässt sich bei der nächsten Reise einfach auf ein Pflege-Experiment ein. Der Vorteil: Die Menge ist ausreichend für ein bis zwei Übernachtungen, wiegt quasi nix, ist bereits gut verschweißt und fliegt nicht wieder zurück in die Heimat. Und wem die Gratismenge Conditioner partout nicht ausreicht, der greift einfach zu den kleinen Fläschchen im Hotel-Bad. Die kann man übrigens auch auswaschen und wiederverwerten. Aber Vorsicht vor dem Teufelskreis: Schnell sammeln sich Unmengen an kleinen, halbgeleerten Plastikflaschen an, die niemals Verwendung finden.

5. Zahnpasta-Drops für unterwegs

Und jetzt noch ein Trick für Hartgesottene: Wer sich die Tube Zahnpasta sparen will, keine Strohhalme verwenden möchte, irgendwo ohne Frischwasser strandet oder einfach zwischendurch Zahnpflege betreiben will, der profitiert von diesem Life-Hack: Einfach zu Hause Zahnpasta auf einem Teller in Tropfen portionieren und über einige Tage austrocknen lassen (zusätzlich mit Backpulver bestreuen fördert die Trocknung und ist als Zahnputzmittel eine gängige Alternative). In einem Ziplock-Beutel oder einem Pillendöschen lassen sich die Drops danach transportieren. Die getrockneten Bonbons funktionieren in etwa wie Zahnpflegekaugummis, sind aber kostengünstiger und ersetzen Zahnbürste und Tube. Wer für die Zahnbürste doch noch Platz im Gepäck findet, gibt einige Tropfen Wasser auf die Drops, um sie wieder zu einer Paste aufzuweichen.

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