Ekelvideo kursiert im Netz

So wichtig ist die richtige Pflege von künstlichen Wimpern

Künstliche Wimpern
Viele Frauen setzen auf Fake Lashes, die an den Wimpernkranz angeklebt werden. Allerdings sollte dabei einiges beachtet werden.
Foto: dpa Picture Alliance

Im Netz kursiert ein Video, das zeigt, wie sich eine Wanze in den künstlichen Wimpern einer Frau eingenistet hat. Aber ist so etwas wirklich möglich? Und wenn ja, was kann ich tun, um solch einen Hygiene-Fail zu verhindern? STYLEBOOK hat mit einer Expertin über den richtigen Umgang mit Fake Lashes gesprochen.

Der Clip zeigt verdreckte Fake Wimpern in Nahaufnahme. Zwischen den feinen Härchen hat sich ein Insekt versteckt, das in akribischer Fummelarbeit von der Kosmetikerin mit einem Stäbchen herausgepult wird. Am Ende ist zu sehen, wie das Tierchen aus den Wimpern purzelt.

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⛔️Das ist nichts für schwache Nerven😱! Mir fehlen die Worte .. Dieses Bild zeigt, wie wichtig es ist die Wimpern zu pflegen😫. Durch den Dreck haben Wanzen ein zu Hause gefunden und Eier an die Wimpern gelegt. Wenn man die Wimpern nicht regelmäßig mit einem WImpernshampoo wäscht, haftet der Dreck und Staub in den Wimpern. Neben dem Fakt, dass es unhygienisch ist, ist es auch sehr gefährlich. Die Gesundheit der Augen kann durch solch ein Verhalten gefährdet werden😰. Es ist essentiell, die Wimpern stets sauber zu halten und mit einem Wimpernshampoo zu waschen. Bitte wascht eure Wimpern jeden Tag, so halten sie auch länger! Habt ihr sowas schon gesehen😧?

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Das sagt die Expertin zu dem Ekel-Clip

Regina Foltynek, Gründerin des Berliner Wimpern-Studios „Luxuslashes“, hat sich den Clip angeschaut. Tatsächlich sei es möglich, dass sich in nicht gewaschenen Wimpern Schuppen, Fett und Schmutz ablagern. Darüber hinaus könnten sich „kleinste Tierchen wie Milben und Läuse ebenso ansiedeln“, so die Expertin. Sie fänden hier ein ideales Zuhause und könnten im schlimmsten Fall zwischen den Härchen ihre Eier ablegen. „Egal, ob Wimpern, Haare oder andere Stellen, wenn der Körper nicht gewaschen wird, dann haben Tiere, Bakterien oder Viren Freifahrt“, erklärt Foltynek. Was die Expertin allerdings befremdlich findet, ist die Tatsache, dass sich so ein großes Tierchen wie eine Wanze (4-6 Millimeter) so lange unbemerkt einnisten konnte. Wohl ein Zeichen dafür, dass mit den Hygienevorstellungen hier generell etwas nicht stimme: „Solche Vorfälle hatten wir bei uns noch nie“, bekräftigt die Wimpern-Expertin denn auch.

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So reinigen Sie Ihre Fake Wimpern

Tatsächlich sei das unbegründet, denn „ der Kleber ist wasserresistent“, erklärt Foltynek. Trotzdem sei ein spezielles Wimpern-Shampoo von Vorteil, da es anders als ein herkömmliches Shampoo den Kleber nicht löst, aber dennoch Hautschuppen und Make-up-Reste wunderbar entfernt.

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Hygiene ist das A und O

„Wenn die Wimpern schlecht angebracht wurden und somit total verklebt sind, ist die Reinigung nur schwer möglich und die Haut entzündet sich schnell“, so die Expertin. Deshalb sei es wichtig, sich nicht auf Experimente einzulassen und nur einen Profi an die Augen zu lassen. Werde sauber, staubfrei und mit desinfizierten Pinzetten gearbeitet, hätten Ekel-Überraschungen deutlich weniger Chancen. Ein gutes Indiz für perfekt geklebte Wimpern sei ihre Kämmbarkeit: „Die Kundin muss sie mit einer Mascarabürste durchkämmen können, ohne dass diese hängen bleibt“, erklärt Regina Foltynek.

 

 

 

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