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Friseure haben geschlossen!

Lange Haare selbst schneiden – was muss ich beachten?

Frau beim Haare schneiden
Der Friseur hat geschlossen, die Mähne braucht aber dringend einen Cut? Wir verraten, wie der DIY-Haarschnitt nicht zur Voll-Katastrophe wirdFoto: Getty Images

Die einen tun es regelmäßig, die anderen würden niemals selbst Hand anlegen – die Rede ist vom Haare schneiden. Da derzeit aber wieder alle Friseure geschlossen sind, bleibt vielen nichts anderes übrig. Tatsächlich sollte man für einen komplett neuen Schnitt lieber abwarten und den Profi ranlassen, aber geht es um das Nachschneiden von Pony oder Spitzen, kann durchaus zu Hause nachgebessert werden. STYLEBOOK erklärt, wie der DIY-Haarschnitt gelingt.

Ein paar Grundregeln vorweg: Von Bastelschere, Küchenschere, Nagelschere & Co. sollten Sie unbedingt die Finger lassen, für ein gutes Ergebnis ist eine ausgewiesene Haarschneideschere vom Drogeriemarkt oder Friseurbedarfsladen unabdingbar. Qualitativ hochwertige Scheren gibt es ab ca. 20 Euro. Außerdem sollten die Haare sollten im trockenen Zustand geschnitten werden, damit das Endergebnis nicht verfälscht wird. Und: Kürzen Sie nicht zu viel, belassen Sie es lieber bei ein paar wenigen Zentimetern. Sie können schließlich immer noch einmal nachjustieren – aber was weg ist, ist weg!

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Spitzen schneiden bei Haaren auf gleicher Länge

Variante 1: Die Haare glatt bürsten, eventuell mit einem Glätteisen nachhelfen und den Scheitel dort ziehen, wo Sie ihn sonst auch tragen. Anschließend die Haare auf jeder Seite in zwei gleiche Hälften teilen und links wie rechts über die Schulter legen. Dann einzelne Strähnen zwischen Mittel- und Zeigefinger nehmen und unterhalb der Finger kürzen. Nach jeder Strähne die Schere kurz weglegen, um nachzuprüfen, ob beide Seiten symmetrisch sind. So arbeitet man sich Schritt für Schritt vor, bis es alle Spitzen „erwischt“ hat. Auf gleiche Weise können Sie übrigens auch Ihren ausgefransten Pony wieder in eine gerade Form bringen.

Variante 2: Wer für Variante 1 nicht genug Geduld mitbringt, kann sich alternativ zwei tief sitzende Pferdeschwänze an beiden Kopfseiten binden. Die werden dann jeweils mit drei Haargummis oben, in der Mitte und etwa ein Zentimeter über dem Zopfende fixiert, damit nichts verrutscht. Alles, was an den Zopfenden herausragt kann dann abgeschnippelt werden. Diese Methode eignet sich allerdings nur für all jene, denen Perfektion nicht ganz so wichtig ist – 100-prozentig akkurat wird’s so nämlich nicht!

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Spliss gezielt loswerden

Sich spaltende Haarspitzen – der so genannte Spliss – lassen das Haar ungesund und ausgefranst aussehen. Je länger man mit dem Schneiden wartet, umso weiter oben greift der Spliss die Haare an. Profis raten deshalb Frauen mit langen Haaren dazu, sich ihrem Spliss alle vier bis sechs Wochen zu widmen. Tatsächlich kann Frau hier aber auch selbst Hand anlegen.

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So geht’s: Die Haare in einzelne Strähnen mit einem Umfang von jeweils ca. einem Zentimeter abteilen und komplett eindrehen. Sobald Sie die gezwirbelte Strähne gegen das Licht halten, können Sie die hervorstehenden, angegriffenen Spitzen sofort ausmachen, die jetzt nur noch der Länge nach gekappt werden müssen. Es kann etwas dauern, bis man mit allem durch ist, aber dafür gibt es zur Belohnung schönes, glänzendes und vor allem gesünder aussehendes Haar.

Stufen selbst schneiden

Wer besonders mutig ist, schneidet sich Stufen selbst. Dafür müssen Sie in einem ersten Schritt die Haare gut durchkämmen und sie an der höchsten Stelle auf dem Kopf zu einem straffen Zopf binden. Dann das Zopfende wieder mit einem Gummi fixieren und den Pferdeschwanz je nach Haarlänge ganz gerade hochhalten oder kopfüber werfen, um die Endpartie schnurgerade abschneiden. Da jedes Haar unterschiedlich lang ist, fallen sie nach dem Öffnen ganz von allein locker stufig ums Gesicht. Dabei gilt: Je mehr Länge Sie entfernen, desto größer fallen die Stufen aus – und desto höher ist auch das Risiko, dass das Ganze schiefgeht. Also besser nur minimal kürzen, aktuell kann nämlich kein Profi ein Haar-Desaster ausbessern!

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