Friseure haben geschlossen!

Lange Haare selbst schneiden – das müssen Sie beachten

Haare selbst schneiden
Im Zweifel lieber zum Profi, aber wenn Sie doch einmal selbst Hand ans Haar legen wollen, gibt es ein paar einfache Tricks
Foto: Getty Images

Die einen tun es regelmäßig, die anderen würden niemals selbst Hand anlegen – die Rede ist vom Haare schneiden. Da wegen des Corona-Virus' derzeit aber alle Friseure geschlossen haben, bleibt vielen nichts anderes übrig. Tatsächlich sollte man für einen komplett neuen Schnitt Frisur lieber abwarten und den Profi ranlassen, aber geht es um das Nachschneiden von Pony oder Spitzen, kann durchaus auch zu Hause nachgebessert werden. STYLEBOOK erklärt, wie es mit dem DIY-Haarschnitt klappt.

Eines vorweg: Von Bastelschere, Küchenschere, Nagelschere & Co. sollten Sie unbedingt die Finger lassen, für ein gutes Ergebnis ist eine ausgewiesene Haarschneideschere vom Drogeriemarkt oder Friseurbedarfsladen unabdingbar, qualitativ hochwertige Scheren gibt es ab 20 Euro. Die Haare sollten im trockenen Zustand geschnitten werden, damit das Endergebnis nicht verfälscht wird. Kürzen Sie nicht zu viel, belassen Sie es bei ein paar wenigen Zentimetern. Passt das Ergebnis, lieber nochmal nachjustieren. Generell gilt: Je länger die Haare, desto einfacher ist es, den DIY-Friseur zu spielen.

Spitzen schneiden bei Haaren auf gleicher Länge

Variante 1: Die Haare glatt bürsten, eventuell mit einem Glätteisen nachhelfen und einen sehr geraden Mittelscheitel ziehen. Anschließend die Haare in zwei gleiche Hälften teilen und links wie rechts über die Schulter legen. Dann einzelne Strähnen zwischen Mittel- und Zeigefinger nehmen und unterhalb der Finger kürzen. Nach jeder Strähne die Schere kurz weglegen, um nachzuprüfen, ob beide Seiten symmetrisch sind. Auf diese Weise arbeitet man sich Schritt für Schritt vor, bis es alle Spitzen „erwischt“ hat. Auf gleiche Weise können Sie übrigens auch Ihren ausgefransten Pony wieder in eine gerade Form bringen.

Auch interessant: Wie oft sollte ich meine Haare waschen?

Variante 2: Wer’s sehr eilig hat, kann sich alternativ einen sehr tief sitzenden Pferdeschwanz binden. Diesen mit drei Haargummis oben, in der Mitte und am Ende fixieren, damit nichts verrutscht. Alles, was am Zopfende herausragt kann dann getrost abgeschnippelt werden. Eignet sich allerdings nur für all jene, denen Perfektion nicht ganz so wichtig ist.

Schere

Bei der Schere für den DIY-Cut sollte nicht gespart werden
Foto: Getty Images

Stufen selbst zaubern

Haare gut durchkämmen und an der höchsten Stelle auf dem Kopf einen straffen Zopf binden. Dann je nach Haarlänge den Zopf hochhalten oder kopfüber werfen und die Endpartie schnurgerade abschneiden. Da jedes Haar unterschiedlich lang ist, fallen sie nach dem Öffnen ganz von allein locker stufig ums Gesicht. Dabei gilt: Je mehr Länge Sie entfernen, desto größer fallen die Stufen aus.

Auch interessant: Warum es nichts bringt, die Haare ausfetten zu lassen

Spliss gezielt loswerden

Profis raten deshalb Frauen mit langen Haaren dazu, sich ihrem Spliss alle vier bis sechs Wochen zu widmen. Tatsächlich ist das so einfach, dass Sie sich diesen regelmäßigen Friseurbesuch auf jeden Fall sparen können.

Auch interessant: Schluss mit Spliss? Das kann die Schnitttechnik „Hair Dusting“

So geht’s: Die Haare in einzelne Strähnen mit einem Umfang von jeweils ca. einem Zentimeter abteilen und komplett eindrehen. Sobald Sie die gezwirbelte Strähne gegen das Licht halten, können Sie die hervorstehenden, angegriffenen Spitzen sofort ausmachen, die jetzt nur noch der Länge nach gekappt werden müssen. Es kann etwas dauern, bis man mit allem durch ist, aber dafür gibt es zur Belohnung schönes, glänzendes und vor allem gesundes Haar.

 

Themen