Wem steht’s?

Emma Watson trägt jetzt Micro-Pony

Emma Watson (27) zeigte sich bei den Golden Globes mit Micro-Pony und leitet damit endgültig das Comeback des 90er-Trends ein. Was die Frisur ausmacht, wem sie wirklich steht und woher sie kommt – STYLEBOOK hat die Antworten.

Bei den diesjährigen Golden Globes waren alle Augen auf die schwarzen Kleider und Anzüge der Stars gerichtet. Auch „Die Schöne und das Biest“-Star und Frauenrechtlerin Emma Watson beteiligte sich am stillen „Time’s Up“-Protest und setzte in Schwarz ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung. Ganz nebenbei hatte die Schauspielerin aber noch ein zweites, modisches Statement in petto: 

Emma Watson

Zu den Golden Globes am 7. January 2018 kam Emma Watson in Schwarz – und mit stylischem Micro-Pony
Foto: Getty Images

So trägt man den Micro Pony

Der Micro-Pony oder Micro-Fringe ist die kürzeste Version der Pony-Frisur. Er endet nah am Haaransatz und kann sowohl akkurat in einer geraden Linie verlaufen, in präziser Asymmetrie oder – so wie bei Emma Watson – in lockerer Schräglage im Undone-Look. Die Länge des Haupthaars kann dabei zwischen allen Längen vom Pixie Cut bis zur Megamähne variieren. Besonders lässig wirkt der ultrakurze Pony in Kombination mit dem trendigen Long Bob.

Wer kann den Micro Pony tragen?

Anders als beim Long Bob ist in puncto Micro-Pony Vorsicht geboten, denn: Die Frisur bietet sich nicht uneingeschränkt für jede Gesichtsform an. Perfekt für den Micro-Pony eignen sich ovale Gesichter, in diesem Fall  sieht jedes Styling toll aus. Hat das Gesicht eher eine runde Form, sind Gringe und XL-Pony garantiert die bessere Wahl. Wird der kurze Pony an den Seiten abgerundet, kann die Trendfrisur auch in einem eckigen Gesicht funktionieren.

Haarstruktur sollte bedacht werden

Friseur Enrico Farkas von Farkas & Manthei erklärt: „Die Kontur muss ganz individuell an die Gesichtsform angepasst werden. Bei feinem Haar empfiehlt sich mehr Haar vom Scheitel zu nehmen um ein voller wirkendes Endergebnis zu haben.“ Und noch eine Detail sollte beachtet werden: „Die Frisur lässt sich nur dann ideal umsetzen, wenn kein ausgeprägter Wirbel im Ponybereich dominiert“, warnt der Friseur. „Der Pony kann ansonsten sehr arbeitsintensiv werden, wenn täglich der Wirbel mit Föhn und Glätteisen bezwungen werden muss.“

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Rückkehr eines Trends

Der Micro-Pony gehörte bereist in den 90ern und 00er Jahren zu den Trendfrisuren schlechthin. Seinen Höhepunkt feierte er wohl mit Erscheinen des Films „Die fabelhafte Welt der Amelie“ 2001 mit einer Micro-Fringe-tragenden Audrey Tautou (41) – unschuldig und frech zugleich. Niedlich und hip. Zum Mega-Trend war der Haar-Style jedoch bereits rund 50 Jahre vorher durch eine andere Audrey avanciert: Stilikone Audrey Hepburn (†63) zeigte sich in Produktionen wie „Roman Holiday“ (dt.: „Ein Herz und eine Krone“, 1953), „Sabrina“ (1954) und „Funny Face“ (dt.: „Ein süßer Fratz“, 1957) mit dem kurzen Stirnschopf und löste damit einen wahren Frisuren-Hype aus. Bekannt war der ultrakurze Pony jedoch schon vorher: Bereits Bettie Page (†85) trug ihren Stirnschopf in den 40er Jahren kurz und voll.

Audrey Tatou als Amelie

Amelie Poulain (Audrey Tautou) in einer Szene aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“
Foto: dpa Picture Alliance

Audrey Hepburn

Audrey Hepburn circa 1955 mit Micro Pony
Foto: Getty Images

Bettie Page

Aktmodel Bettie Page zeigte sich schon in den Vierzigern mit der Trendfrisur
Foto: Getty Images

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