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Tipps vom Hautarzt

Beauty-Problem Hornhaut richtig loswerden

Frau mit Hornhautraspel
Zeit, sich mal wieder den Füßen zu widmen! Wie das am besten geht, fragte STYLEBOOK einen Experten Foto: Getty Images

Dicke Socken und hochgeschlossene Schuhe sind Gründe, unsere Füße im Winter einfach sich selbst zu überlassen? Von wegen! Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine ausgiebige Pediküre. Worauf wir bei der Hornhaut-Entfernung unbedingt achten sollten – STYLEBOOK hat beim Experten nachgefragt.

Verhornte Fersen und Zehen sind alles andere als schön. Allerdings kennen auch viele Frauen das Problem, dass sie gerade dann Blasen bekommen, wenn die Haut an den Füßen besonders weich ist. Brauchen wir nun eine dicke Haut als Schutz oder nicht?

Was ist Hornhaut?

Stratum corneum, wie die Medizin die oberste Schicht der Epidermis nennt, entsteht beim Menschen überall am Körper, sogar auf den Augenlidern. An stärker beanspruchten Körperteilen jedoch – wie beispielsweise den Fersen, Fußballen, am Ellenbogen und bei handwerklich arbeitenden Menschen an den Fingern – ist die Hornhaut besonders ausgeprägt. Hier bildet sie eine Art Schutzschicht, die darunter befindliche Stellen vor Verletzungen und Austrocknen bewahrt.

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Braucht man Hornhaut an den Füßen?

Im STYLEBOOK-Interview räumt der Münchener Dermatologe Dr. Timm Golüke ein, dass ein gewisses Maß an Hornhaut wichtig ist – „natürlich im ästhetisch vertretbaren Rahmen“. Heißt: Wird die Hornschicht zu großzügig entfernt, bleibt die Haut am Fuß schutzlos zurück. Das macht sie empfindlicher gegenüber Druck und Reibung, also anfälliger für Blasen und ähnliches. Wer zu aggressiv mit der Fußreibe auf die Hornhaut losgeht, schabt sich womöglich bis ins Fleisch und riskiert Verletzungen.

Ist mehr Hornhaut besser?

Nein. Zu viel davon ist nicht bloß unansehnlich, sondern mitunter schmerzhaft. Unangenehme Druckstellen und Hühneraugen etwa sind nichts anderes als verhornte Hautstellen, die empfindlicheres Fußgewebe vor wiederholter Reibung schützen sollen, ausgelöst beispielsweise durch unbequeme Schuhe, und extrem stark verhornte Stellen können unter Belastung sogar einreißen. „Bleibt Hornhaut extrem hartnäckig und geht trotz intensiver Behandlung nicht weg, könnte es sich dabei um einen Pilz handeln“, warnt Experte Golüke. In dem Fall empfiehlt sich ein Besuch beim Hautarzt.

Frau mit nackten Füßen
Raus aus den Socken! Auch im Winter wollen Füße gepflegt sein Foto: Getty Images

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Wie viel Hornhaut ist gesund?

Trockene, verhornte Haut an den Füßen muss nicht sein – so lautet die ästhetische und medizinische Empfehlung von Dr. Golüke. „Es genügt, wenn die Haut an stark beanspruchten Stellen eine gewisse Rauheit aufweist.“ Gehen Sie also ruhig regelmäßig, aber dafür schonend gegen Hornhaut vor und haben Sie dabei keine Angst, dass dies eine schnellere Nachproduktion fördert. Dabei handelt es sich um ein Ammenmärchen, versichert Dr. Golüke. „Die Haut denkt nicht. Wie schnell die Hornhaut nachkommt, ist nicht zuletzt belastungsabhängig“, versichert der Mediziner.

Wie funktioniert die Pediküre zu Hause?

Verwenden Sie am besten einen sanften Bimsstein, eine spezielle Feile oder einen elektrischen Entferner und achten Sie darauf, dass sich die Haut immer geschmeidig anfühlt. Besonders sanft: Hornhaut-Peelings mit Bimsstein und Salzpartikeln. Von Hobel und Raspeln mit scharfen Klingen lassen Sie bitte die Finger, die Verletzungsgefahr ist zu groß! Besonders wichtig für streichelzarte Füße: regelmäßiges Eincremen! Gegen raue Stellen helfen spezielle Fußcremes mit Urea und Salicylsäure. Für die extra Pflege: Füße dick einschmieren (zum Beispiel mit speziellen Cremes oder Masken gegen Hornhaut), Baumwollsocken anziehen und über Nacht einwirken lassen.