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Was steckt hinter der „Curly-Girl-Methode“?

Frau mit Locken
Viele Frauen wünschen sich eine voluminöse Lockenpracht – die „Curly-Girl-Methode“ soll dabei helfen
Foto: Getty Images

Naturlocken sind nicht immer leicht zu bändigen. Bei falscher Pflege wirken sie schnell strohig und stehen in alle Richtungen ab. Mit der „Curly-Girl-Methode“ sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören. Unzählige Influencer zeigen auf YouTube bereits, wie sie ihre spröde Mähne mit der Technik in eine geschmeidige Lockenpracht verwandelt haben. STYLEBOOK checkt, was hinter dem Hype steckt!

Die „Curly-Girl-Methode“ ist an sich nichts Neues – schon vor Jahren widmete sich Stylistin Lorraine Massey dem Thema und schrieb ein Buch darüber. Allerdings jetzt, wenn alle viel Zeit zu Hause verbringen, kocht die Methode im Netz wieder hoch. Dahinter steckt eine spezielle Art der Haarpflege, die Locken stärker und geschmeidiger hervorbringen soll. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Für wen eignet sich die „Curly-Girl-Methode“?

Die Methode ist für alle Frauen mit trockenen Haaren einen Versuch wert. Letztlich geht es darum, strapaziertes Haar besser zu pflegen, abgestimmt auf die natürliche Haarstruktur. Die Theorie dahinter: Auch Frauen, die bisher nur leicht welliges Haar haben, könnten von Natur aus eigentlich Locken haben, wegen falscher Pflege und Überstrapazierung kommen die aber bisher nicht richtig raus. Die „Curly-Girl-Methode“ soll Abhilfe schaffen und die – eventuell vorhandenen – Naturlocken stärker betonen.

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Haarpflegeroutine umstellen

Zunächst muss die Haarpflegeroutine umgestellt werden – im Idealfall wird die ganz individuell an Haartyp und -struktur angepasst. Hauptsächlich geht es aber darum, auf alles zu verzichten, was die Mähne strapaziert und stattdessen auf eine gesündere Haarpflegeroutine umzusatteln. Tabu sind etwa Silikone oder Parabene, essentiell sind Produkte, die der Mähne Feuchtigkeit spenden. Ein guter Conditioner oder natürliche Spülungen wie etwa saure Rinse sind Pflicht, Shampoo ist optional. Gewaschen werden sollten die Haare ohnehin nur alle paar Tage und dann auch bitte nur mit kaltem oder lauwarmen Wasser!

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Denn: Lockige oder wellige Haare sind von Natur aus extrem empfindlich, neigen zu Trockenheit und müssen mit Vorsicht behandelt werden.

Weg mit der Bürste!

Selbiges gilt auch beim Kämmen der Haare. Im trockenen Zustand sollte die frizzige Mähne am besten gar nicht gebürstet werden, dadurch wirkt sie nur noch buschiger. Auch im nassen Zustand sollte besser nur mit einem grobzinkigen Kamm oder einfach mit den Fingern durch die Haare gegangen werden. Conditioner sorgt dafür, dass die Mähne nicht verknotet, Haaröl spendet extra Feuchtigkeit.

Haare schonend trocknen

Damit die Haare nach dem Waschen auch nicht zu sehr aufgeraut werden, sollte beim Trocknen nicht zu einem normalen Frottee-Handtuch gegriffen werden. Besser sind spezielle Mikrofaserhandtücher oder ganz einfach Jersey-Shirts.

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Außerdem sollten die Haare nach dem Waschen nicht plattgedrückt, sondern besser von den Spitzen her nach oben hin „aufgebauscht“ werden, damit sie auf Dauer ihre natürliche Lockenform einnehmen können. Anschließend können noch spezielle Locken-Leave-In-Conditioner oder -Stylingprodukte in die Längen gegeben werden, um den Effekt zu verstärken. Wer keine Lust auf Lufttrocknen hat, kann die Mähne auch bei niedriger Temperatur und mit Diffuser föhnen.

Wie lange wendet man die Methode an?

Soviel vorab: Das Ganze ist ein Prozess, mit einer traumhaft lockigen Wallemähne über Nacht ist nicht zu rechnen. Im Idealfall wendet man die Methode daher über einen langen Zeitraum – sprich, mehrere Monate – hinweg an oder stellt ganz einfach dauerhaft um – da muss aber jeder den passenden Weg für sich und die eigene Mähne finden.