Von Rundbürste bis Tangle Teezer

Welcher Haartyp braucht welche Bürste?

Frau mit Bürste, skeptischer Blick
Für jedes Haar gibt es die passende Bürste, andernfalls kann es sogar das Haar schädigen. Für dickes, lockiges Haare sind zum Beispiel Skelettbürsten ideal. Sie entwirren das Haar, ohne die Locken „rauszubürsten“.
Foto: Getty Images

Wie bei Shampoos gibt es auch bei Bürsten verschiedene Produkte für verschiedene Bedürfnisse. Eine dicke, gelockte Mähne benötigt eine andere Bürste als feines Haar, im schlimmsten Fall riskiert man bei falscher Verwendung sogar unschönen Haarbruch. Aber welche ist wirklich die Richtige für mich? STYLEBOOK hat beim Experten nachgefragt.

1. Allzweckwaffe: die Flachbürste

„Wer auf eine normale Flachbürste, der Alleskönner unter den Bürsten, setzt, ist auf der sicheren Seite“, sagt Friseur Patrick Ahrensdorf von „Horst Chudy Friseure“ in Berlin. „Am besten sind Modelle, die sowohl kürzere Naturhaarborsten als auch längere Kunststoffborsten besitzen“, erklärt Ahrensdorf. Die längeren Borsten massieren die Kopfhaut, während die Naturhaare die Haare entwirren, glätten und für Glanz sorgen. Bürsten mit Wildschweinborsten lassen die Mähnen sogar noch mehr glänzen.

Auch interessant: Nur ein Märchen? Das bringen 100 Bürstenstriche am Tag wirklich

2. Haarbürste zum Entwirren: der Tangle Teezer

Mittlerweile bestehen Bürsten nicht mehr nur aus Holz oder Kunststoff. Zu den neusten Technologien zählen solche mit ionisierten Nylonborsten und wärmeleitenden Funktionen, die die Schuppenschicht der Haare schließen und für mehr Glanz sorgen. Diese Bürsten heißen Striegelbürsten und sind auch unter dem Begriff Tangel Teezer bekannt. „Wichtig ist, dass die Bürste abgerundete Borsten hat. Denn nur so verhindert man Haarbruch“, erklärt Friseur Patrick Ahrensdorf. Die Handhabung ist dank des ergonomischen Griffs kinderleicht, die Synthetikborsten sind unterschiedlich kurz und nachgiebig. Selbst bei widerspenstigen Knoten und Verfilzungen zerren sie nicht so lang im Haar, bis es bricht, sondern entwirren sanft und schonend.

3. Bei glattem Haar: die Paddle Brush

Diverse Haarbürsten

Die Auswahl an Haarbürsten ist vielfältig. Der Experte rät bei feinem Haar sich eine Paddle Brush (rechts) zuzulegen.
Foto: Getty Images

Die Borsten bei der Paddel Brush befinden sich nicht direkt auf der Bürste, sondern auf einem gewölbten Silikonkissen, das bei starkem Druck nachgibt. Sie ist für nahezu jeden Haartypen und für jede Haarlänge geeignet, so der Experte. Ideal eignet sie sich für langes Haar, das glatt getragen werden soll. „Da sie weniger Haftung im Haar bietet, baut sie auch kein Volumen im Ansatz auf“, so der Friseur. Den aalglatten Sleek Look erreicht man mit dieser Bürste optimal.

Auch interessant: Locken – Wem sie stehen, wie man sie stylt

4. Für feines Haar: die Rundbürste

Rundbürste

Eine große Rundbürste ist ideal, um Volumen und Spannung ins Haar zu bringen. Mit ein bisschen Übung beherrscht das jeder.
Foto: Getty Images

Wer feines, schlaffes Haar hat, sollte sich unbedingt eine Rundbürste zulegen. Die sorgt – richtig angewandt – für viel Volumen im Haar!

Auch interessant: Choppy Cut – wem er steht, wie man ihn stylt

5. Volumen und Locken: die Skelettbürste

„Wer seine Lockenpracht erhalten will, der sollte seine Haare vorab im feuchten Zustand mit einem grobzinkigem Kamm entwirren“, so Patrick Ahrensdorf. Bei trockenem Haar sorgt eine Skelettbürste, auch bekannt als Ventbürste, für den Erhalt der Wellen. Die Skelettbürste ist lang, schmal und die einzeln stehenden Kunststoffborsten sorgen für genügend Spielraum bei dicken und lockigeren Haaren. Allerdings lohnt auch hier der Griff zu einem teuren Modell, da die billigen Varianten oftmals scharfkantige Borsten haben. Zumindest Noppen sollten sich daher auf den Borstenenden befinden.

Themen