Was ist dran?

5 Beauty-Sommer-Mythen im Wahrheitscheck

Es gibt jede Menge Beauty-Mythen rund ums Thema Sommer: Aber welche sind wahr und welche sind Quatsch?
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Schützt Selbstbräuner vor Sonnenbrand, entstehende Pigmentflecken durch Parfum, lieber helle Kleidung bei Hitze als dunkle? Sobald die Temperaturen steigen, kursieren auch wieder allerlei Beauty-Mythen. Aber stimmen die auch wirklich? STYLEBOOK hat fünf unter die Lupe genommen.

Von Carolin Kulke

1. Selbstbräuner schützt gegen Sonnenbrand

Leider nicht. Selbstbräuner liefern lediglich eine gewollte Sommerbräune, in dem sie die Hautoberfläche dunkler färben. Dafür sorgt eine Farbreaktion, die zwischen dem im Sonnenbräuner enthaltenen synthetischen Zucker und der sich in der oberen Hautschicht befindenden Eiweiße abläuft. Diese Pigmentierung hält nur circa drei bis vier Tage und ist mit einer oberflächlichen Foundation-Schicht gleichzusetzen. Ein Schutz vor der Sonne sind sie also nicht. Deshalb sollte man trotz Fake-Tan unter keinen Umständen auf Sonnencreme verzichten.

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2. Parfum verursacht in der Sonne Pigmentflecken

Sorry an alle Parfum-Fans, aber Pigmentflecken können tatsächlich durch bestimmte Inhaltsstoffe, die die Haut lichtempfindlich gegenüber Sonnenlicht reagieren lassen, entstehen. Als Ursache zählen ätherische Öle wie Bergamotte- oder Sandelholzöl. Zwar stellen die braunen Flecken kein Gesundheitsrisiko dar. Dennoch ist es für den Betroffenen eine unschöne Überraschung. Wer trotzdem nicht auf Parfum verzichten will, kann sich die Düfte auf Kleidung und Haar sprühen.

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3. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verhindert Sommerbräune

Nicht wirklich. Auch mit einem starken Sonnenschutz kann man braun werden. UVB-Strahlung sorgt für den Neuaufbau von Pigmenten als natürlicher Sonnenschutz. Bekommt man zu viel ab, entsteht ein Sonnenbrand – und das geht häufig schneller als man denkt. Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder auch 50(+) sollten zu Beginn des Sommers Pflicht sein, um die Haut vor Schäden zu schützen. Durch den hohen Lichtschutzfaktor verläuft der Bräunungs-Prozess zwar langsamer, ist allerdings schonender und gesünder als der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln mit niedrigerem LSF.

4. Bei Hitze sind helle Kleidungsstücke am besten

Dunkle Kleidung hingegen reflektiert den Anteil der gefährlichen UV-Strahlung und schützt somit mit einem Lichtschutzfaktor von 20 und mehr vor möglichen Sonnenbränden. Nicht ohne Grund tragen die in der Wüste lebenden Beduinen ausschließlich Schwarz.

Frau am Strand

Bei heißen Temperaturen wird nicht selten auf helle Kleidung gesetzt – aber macht das überhaupt Sinn?
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5. Foundation an heißen Tagen ist schlecht für die Haut

Nicht direkt. Fast jede Foundation enthält Silikone und Mineralöle. Durch die Hitze an Sommertagen öffnen sich die Poren leichter und nehmen Schadstoffe wie diese besonders gut auf. Dies führt nicht nur zu Verstopfungen der Talgdrüsen, sondern auch zu einem Verlust der Elastizität, da die Haut durch eine zusätzliche Barriere daran gehindert wird, Sauerstoff aufzunehmen. Weniger ist also mehr: eine leicht getönten Tagescreme ist die ideale Basis im Sommer. Sie pflegt, hat nur leichte Farbpigmente und der schöne Sommerglow kommt noch besser durch.

Schweres Make-Up ist im Sommer nicht die beste Idee.
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