Trend aus Tokio

Vampir-Zähne sind jetzt der letzte Schrei!

Während wir hierzulande viel Geld ausgeben, um ein makelloses Gebiss zu bekommen, ist in Asien gerade das Gegenteil Trend: Japanerinnen gehen zum Zahnarzt, um sich schräge Vampirhauer machen zu lassen.

Der Look heißt „yaeba“ – was auf Deutsch „außer der Reihe stehend“ bedeutet – und sieht in etwa so aus: Das Gebiss ist eigentlich ebenmäßig, nur die beiden oberen Eckzähne fallen auf. Sie sind länger als der Rest, spitz, scharf, oft leicht schräg nach vorn gestellt

Hört sich nach grusliger Dracula-Optik an, gilt in Japan aber schon lange als Schönheitsideal. In Internetforen wird eine von Natur aus in „yaeba“-Form stehende Zahnreihe als perfekt gepriesen; bisher konnte man die Besonderheit aber vor allem an Celebrities und Models bewundern

Neu: Wer nicht mit den speziellen Eckzähnen gesegnet wurde, geht jetzt zum Zahnarzt, um sich Veneers aus Plastik aufkleben zu lassen. „Crooked Teeth“ (deutsch: „schiefe, verwachsene Zähne“) stehen mittlerweile auf dem Angebot vieler japanischer Praxen und sind dadurch für eine breite Masse zur Option geworden.  

Und warum das alles? Natürlich: Asiatische Männer finden das angeblich attraktiv.

„Es ist nicht so wie bei uns, wo perfekte, gerade Gartenzaun-Zähne als schön gelten“, sagte die in den USA lebende, aber aus Vietnam stammende Beauty-Bloggerin Michelle Phan kürzlich in einem Interview mit der „New York Times“.

Phan schreibt einen der meist gelesenen Beauty-Blogs weltweit; hat sich mittlerweile zur Make-up-Artistin beim Kosmetik-Giganten Lancome hoch gearbeitet. Auf ihrer Website hat sie sich schon öfter mit dem Zahn-Phänomen beschäftigt. Phan: „In Japan gelten spitze, hervorstehende Zähne als liebreizend. Das zeigt, dass ein Mädchen nicht perfekt ist“

Das wiederum würden japanische Männer gut finden. Bei einer makellosen Frau seien die Hemmungen, sie anzusprechen, einfach viel zu groß…

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