Einmal brünett und zurück

Blondinen bevorzugt? Nicht immer…

Jüngster Neuzugang im Blondinen-Club: Anne Hathaway. Für die Eröffnung der „Punk: Chaos to Couture“-Ausstellung im New Yorker Metropolitain Museum färbte sich die Schauspielerin den brünetten Kurzhaarschopf platinblond. Ein gewagtes Experiment aber kein seltenes: Auch Promi-Ladies wie Reese Witherspoon, Rihanna, Charlize Theron und Co. wechseln des Öfteren von blond zu brünett und wieder zurück.

Von heute auf morgen überrascht uns so mach weiblicher Star gerne mit einer neuen Haarfarbe. Dabei sind selten die sanften Zwischentöne, sondern eher satte Kastanien- oder Blondnuancen gefragt. Wir sprachen mit Topstylistin Kerstin Paschold vom Salon Shan Rahimkhan in Berlin über den fliegenden Wechsel der Haarfarben und was dabei zu beachten ist:
 
STYLEBOOK: Frau Paschold, stehen denn allen Frauen alle Haarfarben oder was muss man beachten?
Kerstin Paschold: Ob einer Person eine Haarfarbe steht, hängt von vielen Faktoren ab, vom Hauttyp zum Beispiel und nicht zuletzt vom Temperament – Blond ist schließlich auffälliger als Braun. Grundsätzlich ist es aber immer einfacher, einen Blondton zu finden, der passt: Es gibt warme, kühle und sogar unendlich viele gemischte Nuancen.

Das heißt, es ist schwieriger, von Blond zu Brünett zu wechseln?
Ja, aber das liegt auch daran, dass sich vormalige Blondinen oft nicht gut an ihren dunkleren Ton gewöhnen können und über kurz oder lang wieder heller werden möchten. Dabei würde vielen ein dunkler Ton besser stehen, oft lässt er die Haut frischer, die Person jünger wirken. Im Alter sehen wiederum hellere Töne weicher aus und sind deshalb ratsamer.

Wie soll ich also vorgehen, wenn ich meine Haarfarbe verändern möchte?
Oft erledigt sich eine radikale Typveränderung, wenn man einfach mal eine Perücke aufsetzt. So machen wir das hier im Salon auch, denn jeder muss sich an sein neues Spiegelbild erst gewöhnen. Grundsätzlich ist es aber immer einfacher, in Etappen vorzugehen, also mit hellen oder dunkleren Strähnchen zu beginnen, als einer kompletten Tönung.
 
Fazit: Wer also kein Hollywood-Star ist, der alle drei Monate mit einer optischen Veränderung Schlagzeilen machen möchte, setzt lieber auf eine sanfte Typveränderung. Die ist in jedem Falle weniger strapaziös für die Haare.
 
Blondinen oder Brünette bevorzugt? Entscheiden Sie selbst, in der Bildergalerie!