…und 9 weitere Tipps, die das Leben verlängern

Darum sollten wir nackt vor dem Spiegel strippen

Frau, die sich auszieht
Hätten Sie gedacht, dass Strippen zum Gesundheits-Check gehört? Ein regelmäßiger Blick in den Spiegel hilft, veränderte Muttermale zu erkennen. Und ruhig mal die High-Heels gegen flache Treter austauschen. Täglich hohe Schuhe tragen, schadet nämlich auf Dauer der Gesundheit und kann im schlimmsten Fall sogar das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten erhöhen!
Foto: Getty Images
David Agus
Der US-Experte David Agus ist nicht nur ein bekannter Krebsforscher, sondern auch Autor. Sein Buch „A Short Guide To A Long Life“ (Simon & Schuster Verlag) wird jetzt schon als Besteller gehandelt
Foto: Siomn & Schuster Verlag, Phil Channing (Portrait)

Psst...! Wir können unser Leben verlängern — das behauptet zumindest US-Mediziner David Agus (52). Seine Tipps sind jedoch teilweise auch ziemlich umstritten.

David Agus ist einer der renommiertesten – und umstrittensten – Krebsmediziner der USA. Seine Bücher sind Bestseller, doch viele Kollegen hinterfragen den Wissenschaftler: Sie sehen in ihm einen Medizin-Guru, der medizinisches Wissen mit Thesen und viel Charisma vermischt. In seinem Buch „A Short Guide To A Long Life“ behauptet er, jeder könne sein Leben mit einfachen Tricks verlängern — und zwar einer Mischung aus personalisierter Medizin, regelmäßigem Tagesablauf, Bewegung und gesundem Essen.

STYLEBOOK erklärt seine zehn wichtigsten Tipps. Zugegeben: Die sind nicht alle neu, aber eine gute Anregung, über manche schlechte Angewohnheit nachzudenken.

Hier für den STYLEBOOK-Newsletter anmelden!

1. Strippen

Vor den Spiegel stellen und sich nach und nach seiner Kleidung entledigen. Genau, richtig gelesen. Arme hoch, Füße hoch und einmal vor dem Spiegel drehen. Den Körper vom Haarscheitel bis zu den Fußsohlen betrachten und genau hinsehen. Fallen Hautveränderungen oder veränderte Muttermale auf? Dann sollte man unbedingt einen Muttermal-Scan beim Hautarzt vornehmen.

2. High-Heels einlagern

Jeden Tag hohe und unbequeme Schuhe zu tragen, schadet auf Dauer der Gesundheit. Sobald die Füße schmerzen, sollte eine High-Heel-Pause eingelegt werden. Denn: Schmerzen führen zu Gelenkentzündungen, oft mit fatalen Spätfolgen. Man erhöht zum Beispiel das Risiko für Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes und Autoimmunerkrankungen. Außerdem beschleunigen sie den Alterungsprozess.

3. Airport-Scanner umgehen

Dauerflieger werden eher krank als Nichtflieger. Aber nicht die Flüge, sondern die Scanner im Flughafen schaden unserer Gesundheit. „Denn wissen wir, was die Maschinen mit uns machen?“, schreibt Agus. Solange Körperscanner nicht offiziell als sicher eingestuft werden, empfiehlt der Mediziner, weiterhin eine Abtastkontrollen zu verlangen.

4. Immer zur gleichen Zeit essen

Der menschliche Körper braucht Routine, alles andere stresst ihn – und Stress kann einer der Hauptgründe für spätere Krankheiten sein. Außerdem bleiben wir so länger schlank. Auch das lange Ausschlafen am Wochenende bedeutet für uns Gewohnheitstiere nur Stress, wenn wir montags wieder pünktlich um sieben Uhr aufstehen müssen.

5. Mit Kaffee aufwachen

Anders als bisher angenommen, glaubt David Agus: Schwarzer Kaffee (ohne Zucker und Milch) stärkt unsere Gesundheit. Tägliches Kaffeetrinken, ruhig mehrere Tassen am Tag, kann Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Osteoporose und Krebs verhindern.

Anzeige: Für den morgendlichen Kaffee-Genuss gibt es hier die perfekte Lösung!

6. Vitamine zu sich nehmen – aber richtig!

Die meisten Vitamine sind im tiefgefrorenem Obst und Gemüse enthalten. Bei frischen Früchten und Gemüse gehen viele Nährstoffe durch den Kontakt mit Sauerstoff verloren. Finger weg von Vitaminergänzungsmittel! Keine Studie hat bisher bewiesen, dass sie vor Krankheiten schützen. Im Gegenteil: Vitaminpräparate, speziell Antioxidationsmittel, füttern gesunde Zellen – warum sollten sie dann auch nicht Krebszellen füttern?

7. Regelmäßig Alkohol trinken

Äh, what?! Der Experte empfiehlt Rotwein. Wein als Heilmittel ist so alt wie die Medizin. Schon der Ur-Mediziner Hippokrates empfahl Rotwein zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alles natürlich in Maßen: Frauen sollten laut David Agus täglich ein Glas Rotwein trinken, Männer dürfen sogar zwei Gläser zu sich nehmen.

8. Täglich eine Aspirin schlucken

Studien sollen bewiesen haben, dass die tägliche Einnahme einer gering dosierten Aspirin (75 Milligramm) nicht nur das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinken lässt, sondern auch viele andere Krankheiten wie Lungen-, Dickdarm- und Prostatakrebs dank der entzündungshemmenden Eigenschaften bis zu 46 Prozent vermeiden kann. Allerdings ACHTUNG: Die These von Agus ist umstritten, da bei gesunden Menschen die Nebenwirkungen von Aspirin gegenüber den positiven Effekten überwiegen. Vor der Einnahme unbedingt einen Arzt konsultieren.

9. In Bewegung bleiben

Stundenlanges Sitzen ist nicht gut für uns. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen vielem Sitzen und Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. So haben bereits Studien aus den 1950er-Jahren gezeigt, dass Busfahrer in London eher Herzinfarkte hatten als Fahrkartenkontrolleure, die ständig unterwegs waren. Also so viel wie möglich bewegen! Einfach mal mit dem Rad statt mit dem Bus zur Arbeit fahren und lieber die Treppe statt des Fahrstuhls nehmen. Tägliches Bewegen bringt mehr, als die ganze Woche nichts zu tun, und dann eine Stunde am Wochenende zu joggen.

10. Gerade stehen

Wer viel sitzen muss, sollte dabei wenigstens Haltung bewahren. Abgesehen von Nacken- und Rückenproblemen kann krummes Sitzen chronische Kopfschmerzen, Arthritis, Durchblutungsstörungen, Verdauungsstörungen, Verstopfung und Nervenkrankheiten hervorrufen. Sportarten wie Pilates stärken den Rücken. Und im Büro öfter mal strecken und recken!

Wir sind auch auf Instagram: stylebook_de – hier folgen!