Fettzufuhr erhöhen!

7 Tipps für die Hautpflege in den Wechseljahren

Die Menopause kann ganz unerwartet auftreten, in manchen Fällen schon mit 30. Für Frauen bedeutet das nicht zuletzt das Ende der Fruchtbarkeit, aber auch Veränderungen ihres Äußeren. STYLEBOOK fragte einen Experten, was Frau über die Wechseljahre wissen sollte.

Lachende Frau mit grauer Kurzhaarfrisur
Mit den Wechseljahren beginnt für Frauen ein neuer Lebensabschnitt. Mit der richtigen Pflege bleibt aber auch reife Haut noch lange frisch und strahlend
Foto: Getty Images

Die Wechseljahre treffen früher oder später jede Frau. Mit dem Klimakterium (gr. klimaktér, auf dt. Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben), beginnt für Frauen ein neuer biologischer Lebensabschnitt. Wie in der Pubertät verändert sich der hormonelle Haushalt noch einmal völlig neu. Mit dem Verlust der Fruchtbarkeit, glauben viele Frauen, dass sie auch an Attraktivität einbüßen müssen. Denn durch die große hormonelle Umbruchphase wird die Haut trockener und faltiger und auch die Haare werden dünner und brüchiger. Doch mit der richtigen Pflege bleibt eine reife Haut weiterhin frisch und strahlend.

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Dr. med. Christian Albring, Facharzt für Frauenheilkunde aus Hannover, beantwortete die wichtigsten Fragen zum Thema Wechseljahren. Und mit folgenden Anti-Aging-Tipps bleiben Haut und Haare weiterhin strahlend schön.

Ab wann tritt die Menopause ein?

Normalerweise beginnen die Wechseljahre um das 50. Lebensalter herum. Dabei ist es für Betroffene gar nicht so leicht, die Anzeichen zu deuten. „Bei Unregelmäßigkeiten oder dem Ausbleiben der Regel, wiederholten depressiven Verstimmungen und Reizbarkeit am besten einen Arzt aufsuchen“, rät Albring. Norma.

Was passiert da im Körper?

Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gereiztheit setzen schon früher ein, später folgen trockene Schleimhäute, Haut- und Haarveränderungen. Langfristig werden die Knochen brüchig, die Blutgefäße instabil – alles Effekte, die mit dem Fehlen des weiblichen Hormons Östrogenen einhergehen. „Hormone sind wichtige Botenstoffe, ohne deren Auftrag Zellen nicht arbeiten,“ weiß Dr. Albring. Die einzige Lösung: eine Hormonersatztherapie.

Sehe ich ohne Hormonersatz bald deutlich älter aus?

Unter Umständen schon. „Damit ist insbesondere zu rechnen, wenn die Betroffene extrem unsportlich ist oder sehr viel raucht. Aber auch schwere körperliche Arbeit kann die Folgen eines frühzeitigen Hormonmangels verstärken.“ Haut- und Haarveränderungen lassen sich nicht ganz aufhalten, zumindest aber stark verlangsamen – vorausgesetzt, Sie passen Ihre Pflege-Routine an die neuen Gegebenheiten an.

 

1. Milde Beauty-Produkte benutzen

Der Vorteil „reifer“ Haut: Wir haben weniger mit Unreinheiten zu kämpfen, dafür wird die Haut trockener. Aggressive Waschlotionen sind daher nicht nur unnötig, sie trocknen die Gesichtshaut zusätzlich aus. Besser ist eine milde, rückfettende Reinigungsmilch. Auch beim Shampoo auf ein schonendes Produkt setzen.

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2. Bei Cremes auf bestimmte Inhaltsstoffe setzen

Antioxydantien spenden Feuchtigkeit, schützen die Haut vor Zellschädigungen und sorgen so für eine dauerhaft verbesserte Spannkraft. Darunter fallen eine Reihe von Vitaminen (die wichtigsten: A, C und E) und das körpereigene Coenzym Q10, das im Alter immer weniger produziert wird.
Hyaluronsäure ist ebenfalls ein im menschlichen Bindegewebe gebildetes Produkt, bindet Wasser in der Haut und lässt sie praller und frischer aussehen.

3. Auf eine regelmäßige Eincreme-Routine achten

Noch entscheidender als das Produkt an sich ist die Art der Anwendung. Frauen in den Wechseljahren müssen noch konsequenter daran denken, ihre Gesichtshaut regelmäßig einzucremen: morgens, um sie den ganzen Tag vor äußeren Einflüssen zu schützen, und abends, um sie am Abend zu beruhigen und mit Nährstoffen zu versorgen.

4. Sich eine Extra-Portion Pflege gönnen

Ab sofort regelmäßig Seren und Konzentrate anwenden (die empfohlene Häufigkeit variiert je nach Produkt). Seren enthalten dreimal so viele Wirkstoffe von Cremes und können, dank besonders kleiner Moleküle, besser in die Haut eindringen. Am besten wird das Serum nach der Reinigung aufgetragen und anschließend die Tages- oder Nachtpflege. Auch Handcremes gerne mal dick auftragen und über Nacht einwirken lassen. Und auch das leider brüchiger werdende Haar braucht jetzt zweimal pro Woche eine Pflegekur.

5. In Haarpflege intensivieren

Der Dermatologe weiß am Besten, was dem Haar jetzt fehlt. Er verschreibt gerne eine hormonhaltige Tinktur, die wie eine Pflegekur in die Haare einmassiert wird. Außerdem gibt es pflanzliche Arzneimittel in Form von Dragees, die B-Vitamine, Proteine und Aminosäure enthalten und so die Struktur der Haare und Fingernägel verbessern. Unbedingt in der Apotheke nachfragen!

6. Eine neue Frisur ausprobieren

Eine neue Frisur wäre angebracht – vorausgesetzt, man trägt keine Dauerwelle oder verwendet täglich ein Glätteisen. Derartige Maßnahmen sind jetzt einfach zu strapaziös, ebenso wie häufiges Färben. Aber keine Angst, man muss nicht grau werden. Einfach den Friseur nach guten Pflanzenfarben fragen, diese kann man notfalls auch mit einer geringen Menge Wasserstoff mischen damit sich die Farbe nicht so schnell rauswäscht.

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7. Die Fettzufuhr bei der Ernährung erhöhen

Omega-3-Fettsäuren ist das Zauberwort. Auch sollte man Antioxidantien in Form von Granatäpfeln, Pekannüssen oder Himbeeren auf den Speiseplan setzen, ebenso wie Kalzium (z.B. in Käse und Grünkohl enthalten). Zwei Liter stilles Mineralwasser täglich sorgen für Feuchtigkeit von innen.

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